Herzogsdorf ist eine Marktgemeinde in Oberösterreich im Bezirk Urfahr-Umgebung im oberen Mühlviertel mit Einwohnern (Stand ). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Urfahr.

Geografie Herzogsdorf liegt auf einer Höhe von im oberen Mühlviertel. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 8,6 und von West nach Ost 11,6 Kilometer. Die Gesamtfläche umfasst  Quadratkilometer.

Flächenverteilung

Gemeindegliederung Das Gemeindegebiet umfasst folgende Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand ):

Am 1. März 1875 wurde die Ortschaft Stamering eingemeindet.

Nachbargemeinden

Geschichte Ursprünglich im Ostteil des Herzogtums Bayern liegend, gehörte der Ort seit dem 12. Jahrhundert zum Herzogtum Österreich, seit 1490 zum Fürstentum Österreich ob der Enns.

Die ersten urkundlichen Erwähnungen von Herzogsdorf stammen aus den Jahren 1378 (Hertzensdorf), 1457 (Herzelendorf) und 1499 (Herzogstorff), wobei der Ortsname auf den althochdeutschen Personennamen Herizi zurückgeht. Ältere Belege gibt es allerdings für die Ortschaften Hilkering (um 1190), Mahring (um 1220), Neudorf und Neußerling (beide 1264), Stötten (1287) und Koth (1354). Von besonderem Interesse sind dabei die beiden, 3 km voneinander entfernten Ortschaften Neudorf und Neußerling. Der Name Neußerling entspricht der böhmischen Bezeichnung Novosedlo (= „Neusiedlung“) und hat damit die gleiche Bedeutung wie Neudorf. Dieses slawisch-deutsche Namenspaar deutet also auf parallele Gründungen durch deutsch- bzw. slawischsprachige Siedler hin.

Während der Napoleonischen Kriege war der Ort mehrfach besetzt, ist seither wieder bei Oberösterreich.

Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 wurde Oberösterreich zum Gau Oberdonau. Nach 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs.

Am 18. November 2013 wurde die Gemeinde zur Marktgemeinde erhoben.

Einwohnerentwicklung

Das Wachstum in den letzten Jahrzehnten erfolgte vor allem durch den Geburtenüberschuss.

Kultur und Sehenswürdigkeiten mini|Pfarrkirche Herzogsdorf mini|Filialkirche Neußerling

Burgruine Rotenfels: um 1136 errichtet, nach rund 160 Jahren verlassen, verfiel im Laufe der Zeit Schloss Eidendorf Katholische Pfarrkirche Herzogsdorf hl. Pankraz Filialkirche Neußerling

Wirtschaft und Infrastruktur

Neben der Landwirtschaft prägen Klein- und Mittelbetriebe die Struktur der Herzogsdorfer Wirtschaft. Dazu zählen traditionelle Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe und international tätige Unternehmen.

Wirtschaftssektoren

Von den 148 landwirtschaftlichen Betrieben des Jahres 2010 waren 75 Haupterwerbsbauern. Diese bewirtschafteten 74 Prozent der Flächen. Im Produktionssektor arbeiteten 43 Erwerbstätige in der Bauwirtschaft, 31 im Bereich Herstellung von Waren und 25 in der Wasserver- und Abfallentsorgung. Die wichtigsten Arbeitgeber des Dienstleistungssektors waren die Bereiche soziale und öffentliche Dienste (56), Handel (44), Beherbergung und Gastronomie (37) und freiberufliche Dienstleistungen (29 Mitarbeiter). WirtschaftssektorAnzahl BetriebeErwerbstätige2011200120112001Land- und Forstwirtschaft 1)14816613298Produktion291199102Dienstleistung7452209210 1) Betriebe mit Fläche in den Jahren 2010 und 1999

Verkehr

Öffentlicher Verkehr: Von der Haltestelle Gerling fahren stündlich Züge nach Linz. Von Herzogsdorf und Gerling gibt es dazwischen Busverbindungen. Straße: Die wichtigste Straßenverbindung ist die Rohrbacher Straße B127, die durch den Westen der Gemeinde verläuft.

Sport

Die Sportunion Herzogsdorf-Neußerling (SUHN) wurde 1969 gegründet. Mit Fußball, Tennis, Stocksport, Schi, Turnen, Mountainbike, Bogenschießen und Volleyball betreibt der örtliche Sportverein 8 Sektionen. Die Fußballmannschaft der Union Herzogsdorf-Neußerling spielt aktuell in der 2. Klasse Nordwest und trägt ihre Heimspiele im heimischen SUHN-Park im Herzogsdorfer Sportzentrum aus.

Politik mini|Gemeindeamt Gemeinderat Der Gemeinderat besteht aus 25 Mitgliedern. Mit den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in Oberösterreich 1997 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 18 ÖVP, 4 SPÖ und 3 FPÖ. Mit den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in Oberösterreich 2003 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 18 ÖVP, 6 SPÖ und 1 FPÖ. Mit den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in Oberösterreich 2009 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 18 ÖVP, 5 SPÖ und 2 FPÖ. Mit den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in Oberösterreich 2015 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 17 ÖVP, 5 FPÖ und 3 SPÖ. Mit den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in Oberösterreich 2021 hat der Gemeinderat folgende Verteilung: 16 ÖVP, 5 SPÖ und 4 FPÖ.Wahl Oberösterreich 2021 orf.at

Bürgermeister

Bürgermeister seit 1850 waren:

Stammering (bis zur Eingemeindung 1875)

Herzogsdorf

Wappen Blasonierung: In Grün unter zwei goldenen Arnikablüten ein Herzogshut. Die Gemeindefarben sind Grün-Gelb-Grün.

Gemeindepartnerschaften seit 1975 Tourouvre im Département Orne, Frankreich seit 2012 Mezőfalva im Komitat Fejér, Ungarn

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Gemeinde

Vinzenz Hartl (1872–1944), Abt des Stiftes Sankt Florian 1920–1944 Andreas Schöggl LC (* 1974), am 15. März 2012 ernannter Ordensprovinzial (Territorialdirektor) für Mittel- und Westeuropa der Legionäre Christi

Weblinks

Webpräsenz der Marktgemeinde Herzogsdorf Topothek Herzogsdorf historisches Bildmaterial, verortet, verschlagwortet und datiert

Einzelnachweise

Kategorie:Zentralmühlviertler Hochland Kategorie:Südliche Böhmerwaldausläufer