Der kleine und der große Klaus (Westdeutscher Verleihtitel: Klaus und Kläuschen) ist ein Kinderfilm von Celino Bleiweiß von 1971. Er beruht auf der Erzählung Der kleine Klaus und der große Klaus von Hans Christian Andersens und wurde im Fernsehen und in den Kinos der DDR, der Bundesrepublik Deutschland und weiteren Ländern gezeigt. Er war einer der beliebtesten Kinderfilme in der DDR, der auch in der Gegenwart noch häufiger gezeigt wird.

Handlung Der kleine Klaus ist ein Kleinbauer, lebt mit seiner Frau und seinen sieben Kindern in ärmlichen Verhältnissen. Von Montag bis Samstag arbeitet er auf dem Hof des großen Klaus, der ein Großbauer ist. Nur am Sonntag leiht ihm der große Klaus zwei Pferde, so dass der kleine Klaus mit ihnen und seinem eigenen Pferd Hans sein Feld bestellen kann.

Er treibt sie an, indem er „Hüh, alle meine Pferde, hüh!“ ruft. Damit verärgert er wiederholt den großen Klaus, bis dieser das Pferd vom kleinen Klaus mit einem Stein erschlägt. Um die Familie weiterhin ernähren zu können, beschließt der kleine Klaus, die Haut seines Pferdes auf dem Markt zu verkaufen.

Auf dem Weg dorthin möchte er aufgrund des starken Regens im Haus des Müllers übernachten, aber nur dessen Frau ist dort und schickt ihn weg. Er kriecht deswegen auf den Boden der Scheune und beobachtet von dort, wie die Müllersfrau den Küster, mit dem sie ein Verhältnis hat, empfängt und ihm ein üppiges Essen vorsetzt. Als der Müller unerwartet nach Hause kommt, versteckt die Müllerin das Essen im Ofen und den Küster in einer Truhe.

Der kleine Klaus bittet den Müller um ein Nachtlager und etwas zu essen; dieser empfängt ihn. Seinen Sack, in dem das Pferdefell ist, stellt der kleine Klaus unter den Tisch. Er behauptet, darin wäre ein Zauberer und beweist es, indem er vorhersagt, dass sich Braten und Kuchen im Ofen befinden und sogar „der Teufel“ in der Truhe sitzt. Der Müller ist davon so beeindruckt, dass er dem kleinen Klaus für dessen Sack reichlich Waren sowie die Truhe und einen Scheffel Geld überlässt. Während des Nachhauseweges lässt der kleine Klaus den Küster frei, der ihm aus Dankbarkeit seine Schuhe schenkt.

Wieder daheim bittet er den großen Klaus um ein Scheffelmaß, und nachdem dieser daraufhin mitbekommt, wie viel Geld der kleine Klaus scheinbar für das Pferdefell vom toten Hans bekommen hat, erschlägt er daraufhin seine eigenen Pferde. Anschließend versucht er, die Felle teuer auf dem Markt zu verkaufen, wird aber wegen seiner Preisvorstellungen verjagt.

Wütend versucht er, den kleinen Klaus in einem Sack im Fluss zu ertränken. Zuvor möchte er sich in der Kirche „seelisch stärken“, lässt den Sack davor stehen, und so befreit der vorbeikommende Schäfer den kleinen Klaus. Sie füllen Steine in den Sack, so dass der große Klaus denkt, er hätte seinen Feind tatsächlich in den Fluss geworfen.

Wenig später findet er diesen allerdings unversehrt auf einer Wiese neben der Schafherde. Der kleine Klaus berichtet, ihm wäre auf dem Grund des Flusses eine Fee begegnet, die ihm die Tiere geschenkt hätte. Weil der große Klaus dies auch möchte, geht er in den Fluss und ertrinkt.

Entstehung und Aufführungen

Der Film entstand nach der Erzählung Der kleine Klaus und der große Klaus von Hans Christian Andersen, in der Bearbeitung der bekannten DDR-Kinderbuchautoren Claus und Wera Küchenmeister, die Regie führte der erfahrene Kinderfilmregisseur Celino Bleiweiß. Die Handlung mit einer opulenten Ausstattung zeigt unterhaltsam und farbenfreudig in ORWO-Color die Sorgen und Freuden der einfachen Landbevölkerung der Vergangenheit und deren Abhängigkeit vom Grundbesitzer (auch entsprechend der offiziellen DDR-Ideologie). , mit ausführlicher Inhaltsangabe von Pitt Herrmann, letzter Absatz

Der Film wurde am ersten Weihnachtsfeiertag, den 25. Dezember 1971 erstmals im DDR-Fernsehen gezeigt.Der kkeine und der große Klaus Fernsehen der DDR (Memento), mit den bekannten Fernsehsendeterminen bis 1990 Am 25. Februar 1972 kam er in die Kinos der DDR. Am 12. April 1972 wurde er in den Fernsehprogrammen der westdeutschen ARD und des Schweizer Fernsehens DRS SRF gezeigt und kam danach in Westdeutschland in die Kinos. Danach wurde er in der DDR im Fernsehen und in den Kinos auch in den folgenden Jahren häufiger wiederholt und entwickelte sich zu einem der beliebtesten Kinderfilme. RTL zeigte ihn 1989. Danach wurde er über vierzig Mal in verschiedenen deutschen Fernsehsendern gezeigt.Der kleine und der große Klaus Fernsehserien, mit 38 Wiederholungen zwischen 1998 und 2026

Literatur

Frank-Burkhard Habel: Das große Lexikon der DEFA-Spielfilme. Berlin 2000. S. 327 Christoph Schmitt: Adaptionen klassischer Märchen im Kinder- und Familienfernsehen. 1993. S. 484

Weblinks

Der kleine und der große Klaus Fernsehen der DDR (Memento) Der kleine und der große Klaus Fernsehserien, mit Inhaltsangabe

, mit Inhaltsangabe

Der kleine und der große Klaus Film

Einzelnachweise

Kategorie:Filmtitel 1971 Kategorie:Fernsehfilm (DDR) Kategorie:Märchenfilm Kategorie:Hans-Christian-Andersen-Verfilmung Kategorie:Landwirtschaft im Film