Benthiavalicarb ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Benzothiazole und Carbamidsäuren sowie ein Amid des Valins. Das Fungizid wurde von Kumiai Chemical und Ihara entwickelt und 2005 als Pflanzenschutzmittel eingeführt.Peter Brandt: Berichte zu Pflanzenschutzmitteln 2009: Wirkstoffe in Pflanzenschutzmitteln – Zulassungshistorie und Regelungen der Pflanzenschutz-Anwendungsverordnung 2010.

Gewinnung und Darstellung Benthiavalicarbisopropyl kann durch Reaktion von Chlorameisensäureisopropylester mit L-Valin und Reaktion des entstehenden Zwischenproduktes mit 2-(1-Aminoethyl)-6-fluorbenzothiazol gewonnen werden.

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Eigenschaften Benthiavalicarb ist ein weißer geruchloser Feststoff. Er ist stabil gegenüber Hydrolyse bei pH-Werten von 4, 7 und 9.

Verwendung Benthiavalicarb und seine Derivate wie Benthiavalicarb-isopropyl [Mischung des (R)- und (S)-Isomers]Pesticide Fact Sheet: Benthiavalicarb-Isopropyl. Herausgeber: United States Environmental Protection Agency (US EPA), August 2006. Auf EPA.gov (PDF; 167 kB), abgerufen am 13. Oktober 2024 (englisch). werden als Fungizid verwendet. Die Wirkung beruht auf der Hemmung der Phospholipid-Biosynthese.

Zulassung Der Wirkstoff wurde zum 1. August 2008 in den Anhang I der Richtlinie 91/414/EWG aufgenommen und galt damit in der Europäischen Union als zulässig.

In Deutschland, Österreich und der Schweiz waren Pflanzenschutzmittel (z. B. Valbon) mit diesem Wirkstoff zugelassen. Auf EU-Ebene wurde die Zulassung des Wirkstoffs Ende 2023 widerrufen. In der Schweiz wurde die Zulassung per 1. Januar 2025 widerrufen. Die Aufbrauchfrist lief bis am 1. Juli 2025.

Einzelnachweise

Kategorie:Benzothiazol Kategorie:Fluorsubstituierter Heteroaromat Kategorie:Alkansäureamid Kategorie:Kohlensäureamid Kategorie:Organische Hydroxyverbindung Kategorie:Pflanzenschutzmittel (Wirkstoff) Kategorie:Fungizid