Eduard Pfrunder (* 6. Oktober 1877 in Basel; † 1. September 1925 ebenda) war ein Schweizer Architekt. alternativtext=Eduard Pfrunder-Arnold, (1877–1925) Architekt, Marie Pfrunder-Arnold (1880–1953), Tochter Ella Pfrunder (1900–1917) Wolfgottesacker, Basel|mini|Grab auf dem Wolfgottesacker, Basel

Leben und Werk Eduard Pfrunder absolvierte zunächst eine Lehre bei Vischer und Fueter. Dann gründete er ein Büro zusammen mit Ulrich Hammerer. Um die Jahrhundertwende trennten sich die Partner. Der Schwerpunkt der bedeutenden Arbeiten Pfrunders liegt in dieser Periode, in der er in Basel oft im Auftrag von Projektentwicklern ganze Häuser-Ensembles erstellte. Noch zusammen mit Hammerer entstanden die Häuser an der Offenburgerstrasse, die mit Sichtbacksteinfassade, Mansarddach und Zwerchgiebeln eine symmetrische Schlossarchitektur in einer Mischung aus Neorenaissance und Neobarock zeigen. Daneben verwendete Pfrunder auch Jugendstilformen, etwa in Kleinbasel an der Hammerstrasse, «eines der originellsten Jugendstilensembles Basels.» Auch später hat Eduard Pfrunder zahlreiche Geschäfts- und Mehrfamilienhäuser gebaut, manche in prominenter Lage. Er «gehört zu den innovativsten Architekten Basels in der Zeit nach 1900, er hat das Stadtbild ganz massgeblich geprägt».Rose Marie Schulz-Rehberg: Fin de siècle. Bauen in Basel um 1900. Christoph Merian Verlag 2012, ISBN 978-3-85616-527-7, S. 122.

Pfrunder war mit Marie, geborene Arnold (1880–1953) verheiratet. Zusammen hatten sie die früh verstorbene Tochter Ella (1900–1917). Seine letzte Ruhestätte fand er auf dem Wolfgottesacker in Basel.

Werke (Auswahl)

Mehrfamilienhäuser, Offenburgerstr. 25–31, Basel, 1898–1899 Wohnhaus mit Restaurant, Efringerstr. 1, Basel, 1901 Wohnhaus mit Restaurant und Bierhalle «Zum Paradies», Falknerstr. 31, Basel, 1901–1902 Mehrfamilienhäuser, Neuensteinerstr. 6, 9, 17, 19–25, 31, Basel, 1903–1908 Wohnhäuser, Mittlere Str. 59–61, Basel, 1904 Mehrfamilienhäuser, Hammerstr. 80–82/Drahtzugstr. 43–47, Basel, 1905–1907 Mehrfamilienhäuser, Claragraben 6–10/Wettsteinplatz 3–4/Hammerstr. 3–9, Basel, 1908–1909 Hotel «Zur Blume», Marktgasse 4, Basel, 1909 Wohn- und Geschäftshaus «Zum Stern», Marktgasse 6, Basel, 1909 Bürogebäude Affolter, Voltastr. 88, Basel, 1909 Wohnhaus mit Restaurant «Zum Erasmus», Erasmusplatz 12 / Breisacherstr. 38, Basel, 1910 Wohn- und Geschäftshäuser, Webergasse/Untere Rebgasse 23–31/Kasernenstr. 34–36, Basel, 1910–1912 Wohnhaus mit Restaurant «Stadtkeller», Marktgasse 11, Basel, 1911 Wohnhaus mit Druckerei Apel, Kasernenstr. 32, Basel, 1925

Literatur Romana Anselmetti: Eduard Pfrunder. In: Isabelle Rucki und Dorothee Huber (Hrsg.): Architektenlexikon der Schweiz – 19./20. Jahrhundert. Birkhäuser, Basel 1998, ISBN 3-7643-5261-2. Rose Marie Schulz-Rehberg: Fin de siècle. Bauen in Basel um 1900. Christoph Merian Verlag 2012, ISBN 978-3-85616-527-7, S. 107–123.

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