mini|Günther Sauer (links) 1958 neben Freiburgs Oberbürgermeister Josef Brandel Günther Sauer (* 15. Dezember 1919 in Breslau, Schlesien; † 6. November 1990 in München)Verwaltung des Friedhofs München-Obermenzing, auf dem er beigesetzt worden ist war ein deutscher Schauspieler, Hörspiel- und Synchronsprecher sowie Theater-, Hörspiel- und Synchronregisseur. Sauer war der Vater der Moderatorin Sabine Sauer.

Leben Sauer studierte Theater- und Literaturwissenschaft an der Universität Breslau. Nach dem Zweiten Weltkrieg arbeite er in Dresden als Schauspieler und Regisseur am Theater. Von 1947 bis 1949 war er Intendant der heutigen Staatsoperette Dresden. 1951 zog er mit seiner Ehefrau Ursula († 2001) nach Westdeutschland. 1952 kam die erste Tochter Gabriele zur Welt. Mehrere Jahre war Sauer als Theaterregisseur in Freiburg im Breisgau tätig, wo 1955 die zweite Tochter Sabine geboren wurde. Im Jahr 1960 zog die Familie nach München.

Ab 1961 arbeitete Sauer als Hörspielregisseur für den Westdeutschen Rundfunk, später auch für den Süddeutschen Rundfunk, den Südwestfunk und den Bayerischen Rundfunk. Insgesamt führte er bei mehr als 200 ARD-Hörspielproduktionen Regie.ARD-Hörspieldatenbank, Suche nach Regie bzw. Sprecher Günther Sauer. Abgerufen am 27. Mai 2026. Mehrfach errangen Hörspiele unter Sauers Regie die Auszeichnung „Hörspiel des Monats“.

Als Hörspielsprecher, insbesondere in der Funktion des Erzählers, bei wirkte Sauer in rund 400 Hörspielproduktionen mit.

Ab Mitte der 1960er Jahre arbeitete Sauer zudem häufig als Synchronsprecher, so sprach er u. a. Regis Toomey als Chefinspektor Bernie Ohls in Tote schlafen fest und Walter Slezak als Don Pedro Vargas in Der Pirat. Über die Jahrzehnte hinweg sprach Sauer alle möglichen Darsteller von Eddie Albert, Ernest Borgnine, Lino Ventura bis hin zu Patrick Wymark. Seine durchgängigsten Sprecherrollen hatte er jedoch in Fernsehserien: Den meisten deutschsprachigen Zuschauern wird seine Stimme als die von Jean Richard in Maigret (1967–1990), die des Karl Swenson als Lars Hanson in Unsere kleine Farm (1974–1983) oder die des Radio Ra in Doctor Snuggles (1980) in Erinnerung geblieben sein.

Auch als Synchronregisseur war Sauer gelegentlich tätig, so für die erste Staffel der Fernsehserie Roseanne.

Günther Sauer starb im November 1990 im Alter von 70 Jahren.

Filmografie 1969: Die Hupe – Eine Schülerzeitung (TV-Mini-Serie) 1969: La felicità (TV-Spielfilm) 1969: Protokoll einer Heirat (TV-Spielfilm) 1969: Eden ist fern (TV-Spielfilm) 1969: Die Hupe – Eine Schülerzeitung (13 Folgen) 1969: Sie schreiben mit (Folge: Der Liebesbrief) 1970: Der Nagel (TV-Spielfilm) 1972: Die Rote Kapelle 1972: Im Namen der Freiheit (TV-Film) 1973: Der Bastian, # Er wollte ihr so viel sagen (TV-Serie) 1975: Eine ganz gewöhnliche Geschichte (TV-Serie) 1978: Wallenstein (TV-Vierteiler) als Sprecher aus dem OffLegendäre Mehrteiler: Wallenstein. Auf: www.steffi-line.de. Aufgerufen am 22. September 2012. 1980: Luzie, der Schrecken der Straße (TV-Serie)

Hörspiele (Auswahl) Sprecher Bertolt Brecht: Die Dreigroschenoper. Regie: Ulrich Lauterbach, Bearbeitung Wolf Dresp, Komponist: Kurt Weill, Mitwirkende: Mackie Messer: Horst Tappert, Jonathan Jeremiah Peachum: Willy Trenk-Trebitsch, Celia Peachum: Heidemarie Hatheyer, Polly Peachum: Steffy Helmar, Brown: Franz Kutschera, Lucy: Ursula Dirichs, Spelunken-Jenny: Gudrun Thielemann, Textsprecher: Günther Sauer, 143 Minuten, HR/SR/SWF/WDR 1968. 1968: Der Mörder soll sterben. Regie: Hans Gerd Krogmann, mit Renate Grosser, Ulrich Matschoss, Heinz Schimmelpfennig, Günther Sauer u. a. 1970: Agatha Christie: Mord im Pfarrhaus, Mitwirkende: Pfarrer: Hans Quest, Griselda, seine Frau: Ingrid Capelle, Dennis: Elmar Wepper, Mary, Dienstmädchen: Edith Hancke, Ronald Hawes: Wolfgang Weiser, Virginia Hampton: Carin Braun, Miss Marple: Erika von Thellmann, Mrs. Price Ridley: Paula Denk, Anne Hampton: Hanne Wieder, Lawrence Redding: Jürgen Goslar, Dr. John Haycock: Alf Tamin, Inspektor Slack: Günther Sauer, 95 Minuten, BR. 1977: Karel Čapek: R.U.R. – Aufstand der Roboter – Regie: Ferry Bauer (Hörspielbearbeitung, Science-Fiction-Hörspiel – ORF Oberösterreich) 1978: Karel Čapek: R.U.R. – Rossums Universal Robots – Bearbeitung: Dieter Hasselblatt; Regie: Heiner Schmidt (Hörspielbearbeitung, Science-Fiction-Hörspiel – BR/RIAS Berlin) 1978: Catweazle: Folge 3 – Die Flucht aus der Gefangenschaft. Regie: Benno Schurr, Produzent: Wolfgang Ecke, Erzähler: Günther Sauer, Catweazle: Hans Jürgen Diedrich, Richter: Walter Laugwitz, Sekretär: Robert Rathke, 1. Normanne: Ludwig Thiesen, 2. Normanne: Wolfgang Reinsch, Philipps/Phonogram. 1980: Helmuth M. Backhaus: Die Scotland Yard Story. (Dokumentation) Regie: Alexander Malachovsky. Mitwirkende: Heinz Drache, Erich Hallhuber, Eva-Maria Meineke, Günther Sauer, Lilian Westphal, BR, 97 Minuten. 1981: Ephraim Kishon: Der Blaumilchkanal – Regie: Ferry Bauer (Original-Hörspiel – ORF Oberösterreich) 1984: Hans Henny Jahnn: Die Nacht aus Blei. Regie: Hans Gerd Krogmann, Bearbeitung: Regine Ahrem, Mitwirkende: Engel: Barbara Zimmermann, Matthieu: Christoph Quest, Erzähler: Günther Sauer, Franz: Tobias Lelle, Elvira: Hannelore Hoger, Anders: Siemen Rühaak, Kellnerin: Ute Mora, BR/SWF. 1985: E. T. A. Hoffmann: E. T. A. Hoffmanns goldener Topf – Ein romantisches Phantasiestück. Regie/Bearbeitung: Heinz von Cramer, Mitwirkende: Ernst Jacobi, Daniel Kasztura, Carl Lange, Evelin Pielmeier, Ernst Otto Fuhrmann, Peter Lieck, Grete Wurm, Paul Bürks, u. a., 118 min., SDR/WDR. 1985: Bernhard Kellermann: Der Tunnel. Regie: Wolf Euba, Bearbeitung: Helmut Swoboda, Mitwirkende: Günther Sauer, Martin Umbach, Karl Michael Vogler, Helga Storck, Wolfgang Büttner, Peter Fricke, Paul Bürks u. a., 76 min., BR. 1985: Bernhard Kellermann: Der Tunnel. Regie: Wolf Euba, Bearbeitung: Helmut Swoboda, Komponist: Hermann Josephs, Mitwirkende: Erzähler: Günther Sauer, Sprecher: Martin Umbach, MacAllan: Karl Michael Vogler, Maud: Helga Storck, Lloyd: Wolfgang Büttner, Ethel: Kerstin de Ahna, Hobby: Peter Fricke, Woolf: Paul Bürks, Harrimann: Gernot Duda, 76 Minuten, BR. 1985: Michael Ende: Die unendliche Geschichte. Regie: Anke Beckert, Mitwirkende: Harald Leipnitz, Clemens Kleiber, Matthias von Stegmann, Horst Breitenfeld, Helga Dners, Gert Günther Hoffmann, Hanne Wieder, Franz Rudnick, Karl Renar, Günter Sauer, Michael Lenz, Christoph Quest, Harry Kalenberg, Kurt Zips, Alexander Malachowsky, Ulli Philipp, Jürgen Goslar, Horst Sachtleben, Wolfgang Büttner, Karussell/Phonogram.

Regie Graham Blackett: Lockenköpfchen. Regie: Günther Sauer, Übersetzung: Marianne de Barde, Mitwirkende: Michael Thomas, Michael Schwarzmaier, Emely Reuer, Manfred Kothe, Edgar Ott, 55 Minuten, SDR o. J. Michael Dines: Hochzeitsreise mit Hindernissen. Regie: Günther Sauer, Mitwirkende: Werner Bruhns, Emely Reuer, Hermann Schomberg, Ursula Langrock, Peter Fricke u. a., 59 Minuten, SDR o. J. Dieter Kühn: Symptome. Regie: Günther Sauer, Sprecher: Leonard Steckel, 1964. Rene de Obaldia: Die Tränen des Blinden. Regie: Günther Sauer, Mitwirkende: Johannes Schauer, Wolfgang Schirlitz, Udo Vioff, Brigitte König, 45 Minuten, HR/WDR 1964. Jan Rys: Vertreibung. Regie: Günther Sauer, Mitwirkende: Walter Bluhm, Trudik Daniel, Ruth Hellberg, Ruth Baldor, WDR/SWF 1965. Paul Wühr: Gott heißt Simon Cumascach. Regie: Günther Sauer, Mitwirkende: Simon Cumascach: René Deltgen, Liberi Cumascach: Ernst Jacobi, Prior Aidan: Kurt Lieck, Subprior Eathfrith: Hannes Messemer, Pater Oswy: Franz-Josef Steffens, WDR 1965. Samuel Beckett: Aschenglut. Regie: Günther Sauer, Henry: Heiner Schmidt, Ada: Louise Martini, Der Klavierlehrer: Enzo Calani, Der Reitlehrer: Karl-Heinz Bender, 53 Minuten, WDR 1966. Blaise Cendrars: Warum, warum? Regie: Günther Sauer, WDR 1966. Rainer Puchert: Der große Zybilek. Regie: Günther Sauer, Zybilek: Klausjürgen Wussow, Mulzhaupt: Günther Neutze, Stichel: Alwin Joachim Meyer, Zettelfink: Werner Rundshagen, Marianne: Brigitte Lebaan, Roswitha: Nicole Heesters, Karon: Benno Hoffmann, 58 Minuten, WDR 1966. Karel Tachovsky: Odysseus auf Irrwegen. Regie: Günther Sauer, Übersetzer: Heinrich Kunstmann, WDR 1966. Rolph Dieter Carjell: Landpartie. Regie: Günther Sauer, WDR 1967. Renke Korn: Die Sonne ist nicht mehr dieselbe. Regie: Günther Sauer, WDR 1967. Dieter Kühn: Eskalation. Regie: Günther Sauer, WDR 1967. Ernst Meister: Die Sterblichen. Regie: Günther Sauer, Mitwirkende: Roma Bahn, Mila Kopp, Walter Bluhm, Ingeborg Engelmann, Ulrich Matschoss, Elisabeth Schwartz, Erna Grossmann, Hans Mahnke, Traugott Buhre, 66 Minuten, SDR/NDR 1967. Michal Tonecki: Was ist heute für ein Tag, Freitag. Regie: Günther Sauer, Übersetzung: Heinrich Kunstmann, WDR 1967. Paul Wühr: Wenn Florich mit Schachter spricht. Regie: Günther Sauer, WDR 1967. Thomas Mann: Ritornell, Regie: Günther Sauer; Sprecher: Josef Meinertzhagen, Wilhelm Pilgram, Albert Lieven, Walter Jokisch, 1967. Gaston Bart-Williams: Zum Ruhme des Wahnsinns. Regie: Günther Sauer, Übersetzung: Uwe Friesel, WDR 1968. Michael Brett: Der Fall Lancaster. Regie: Günther Sauer, Jeff Lancaster: Günther Neutze, Lucie Dent: Maria Häussler, Peter Dent: Karl-Heinz Martell, Charles Fielding: Hans Helmut Dickow, Rita Wealth: Ilona Wiedem, Inspektor Hamilton: Armas Sten Fühler, Inspektor Ballegg: Ulrich Matschoss, Inspektor Keen: Kurt Condé, 60 Minuten, SDR 1968. Heinz Ehrig: Der Herbstzeitlose. Regie: Günther Sauer, WDR 1968. Rainer Puchert: Das ganz wahnsinnige, wilde und verwegene Spiel der drei Geschwister Rebsam nebst ihrer treuen Gefährten Hanni, Eberhard, Eu. Regie: Günther Sauer, WDR 1968. Die Freunde (Ivek), Regie: Günther Sauer, Sprecher: Kurt Lieck, 1968. György Sebestyén: Parmenion (Parmenion), Regie: Günther Sauer, Sprecher: Kurt Lieck, WDR 1968. Isaac Asimov: Ich, der Robot (Mehrteiler), Regie: Günther Sauer, Bearbeitung: Carl Dietrich Carls, Mitwirkende: Hansjörg Felmy, Ernst Fritz Fürbringer, WDR 1969.Ich, der Robot: Vernunft. (WDR 1969, Regie: Günther Sauer) auf: LauschKino – Journal für Hörspiele und Audiokunst. 13. Oktober 2006. Aufgerufen am 22. September 2012: „Schön geraten ist auch die Hörspielbearbeitung des WDR aus dem Jahr 1969. Da die Geschichte gerahmt erzählt wird – eine Robotpsychologin erzählt einem Reporter von den Ereignissen –, ist der Dialoganteil zwar sehr hoch. Eine Geräuschkulisse wurde kaum erarbeitet, doch unterstreicht dies eher den Gedankenexperiment-Aspekt der Geschichte, ist also von Vorteil. Eine „Klangattraktion“ ist freilich der Roboter QT1, dessen Stimme mit noch analoger Technik hübsch „robotifiziert“ wurde; ein Vergnügen für retro-futuristische Nostalgiker. Die Sprecher wurden mit Sorgfalt ausgesucht und geben ein nuanciertes Spiel zum Besten; vor allem die Sprecherin der Psychologin fällt positiv auf: Ihre Stimme ist im höchsten Maße angenehm und sympathisch, ihre Betonung verleiht dem Geschehen eine schöne, zusätzliche dramaturgische Dimension.“ Die Gefangenschaft des Obatalla. Regie: Günther Sauer, Mitwirkende: Hansjörg Felmy, 1969. Femi Euba: Schildkröte. Regie: Günther Sauer, Übersetzung: Elmar Tophoven, WDR 1969. Karl Günther Hufnagel: Familie Blumau. Regie: Günther Sauer, WDR 1969. Obotunde Ijimere: Die Gefangenschaft des Obatalla. Regie: Günther Sauer, Übersetzung: Janheinz Jahn, WDR 1969. Pirkko Jaakola: Der Tod meines Onkels in der Darstellung, die ich der Presse gab. Regie: Günther Sauer, Übersetzung: Josef Braun, WDR 1969. Nicolas Born: Innenleben. Regie: Günther Sauer, WDR 1970. Ray Bradbury: Fahrenheit 451 (Mehrteiler), Regie: Günther Sauer, Übersetzung: Fritz Güttinger, Mitwirkende: Erzähler: Alf Marholm, Guy Montag: Hellmut Lange, Mildred, seine Frau: Marianne Mosa, Clarisse: Heidi Fischer, Beatty: Hansjörg Felmy, Black: Kurt Postel u. a., 218 Minuten WDR 1970. Gerhard Kelling: Die Auseinandersetzung, Regie: Günther Sauer, WDR 1970.