Die Amadeus Horse Indoors ist eine seit 2006 stattfindende internationale Pferdesportveranstaltung in der Salzburgarena und im Messezentrum Salzburg. Im Jahr 2012 gehörte das Turnier erstmals der höchsten Turnierkategorie in Dressurreiten an (CDI 5*). Zudem wird eine Weltcupprüfung im Voltigieren und internationale Springprüfungen CSI 4*, CSIU25-A) durchgeführt.Amadeus Horse Indoors 2012 im FEI-Turnierkalender
Geschichte Bei der Premiere war das Turnier als internationales Springreitturnier der Kategorie CSI 2* ausgeschrieben. Im Folgejahr wurde das Preisgeld erhöht, es wurde ein CSI 3* sowie ein internationales Dressurturnier der Kategorie CSI 3* durchgeführt. Von diesem Jahr an bis 2013 war ein örtliches Automobilhandelsunternehmen, die Pappas-Gruppe, Namenssponsor des Turniers. Von 2014 bis 2016 übernahm Edelsteinmanufaktur Mevisto das Namensponsoring, der vollständige Name des Turniers lautete Mevisto Amadeus Horse Indoors. Seit 2020 ist die Neuro Socks GmbH Namenssponsor des Turniers (neuro socks Amadeus Horse Indoors).
In Folge wuchs das Turnier zur umfangreichsten Pferdesportveranstaltung Österreichs. Ab dem Jahr 2008 wurden Dressur- und Springreiten auf internationalen 4*-Niveau ausgetragen. Seit 2007 macht der European Youngster Cup Station in Salzburg, 2012 wurde hier erstmals das Finale ausgetragen. Erstmals 2009 gastierten die Voltigierer in Salzburg, ein Jahr später war Salzburg bereits Station des neu gegründeten Voltigier-Weltcups.
Im Jahr 2012 waren die Amadeus Horse Indoors das erste Turnier in Österreich überhaupt sein, bei dem Dressurprüfungen als CDI 5* ausgeschrieben waren. Seit 2015 macht die Westeuropaliga des Dressurweltcups Station in Salzburg., Reiter Revue International, 5. Dezember 2013
Seit Jahren umfasst das Programm in Salzburg neben Prüfungen für Profisportler auch Prüfungen für den reiterlichen Nachwuchs in Dressur in Springen sowie Amateur-Springprüfungen.FEI-Turnierkalender Während der COVID-19-Pandemie fanden die Amadeus Horse Indoors mit kleinerem Programm, ohne Zuschauer und um einige Wochen verschoben im Jänner 2021 statt.Pferdesport-Elite gastiert in Salzburg, salzburg24.at, 19. Jänner 2021 Sie waren damit aber eines der wenigen großen Hallenreitturnieren in Europa, die im Winter 2020/2021 überhaupt ausgerichtet wurden.
Das Turnier Die Amadeus Horse Indoors fanden zunächst im Oktober, zu Beginn der Hallensaison, statt. Ab dem Jahr 2010 wurde das Turnier auf Anfang Dezember verlegt. Erster Turniertag ist jeweils Donnerstag, die Veranstaltung setzt sich bis zum Sonntagabend fort.
Die Hauptprüfungen des Turniers finden in der Salzburgarena statt. Daneben gibt es weitere Austragungsplätze in den angrenzenden Messehallen.Zeitplan und Ergebnisse der Amadeus Horse Indoors 2011 Neben dem Pferdesport findet in den Messehallen parallel eine Messe für Pferde- und Hundesport, die auch Themen abseits des Sports umfasst statt.
Des Weiteren gibt es Schaunummern, Polo, Horseball und Agility-Wettbewerbe.
Hauptprüfungen Dressur In der Dressur werden mehrere Prüfungen auf Grand-Prix-Niveau ausgetragen. Hauptprüfungen sind der Grand Prix Spécial und die Grand Prix Kür, für die jeweils ein Qualifikation-Grand Prix de Dressage durchgeführt wird. Bis 2010 wurde nur ein Grand Prix de Dressage ausgetragen, der als Qualifikation für beide Hauptprüfungen diente.
Grand Prix Spécial Der Grand Prix Spécial wurde am Samstagnachmittag durchgeführt. Die Prüfung war 2015 mit 15.000 € dotiert, Sponsor war die Meggle AG.
Sieger: 2007: mit Weltino (69,000 %) 2008: mit Wunschtraum (69,840 %) 2009: mit Corinth (68,292 %) 2010: mit Wakana (69,917 %) 2011: mit Weltall VA (76,667 %) 2012: mit Blind Date (73,111 %) 2013: mit Molberg (73,938 %) 2014: mit Deja (76,471 %) 2015: mit Weihegold OLD (72,667 %) 2016: mit Spirit of the Age OLD (72,647 %) 2017: nicht durchgeführt 2018: nicht durchgeführt 2019: mit Rockabilly (72,149 %) 2021 (Jän): mit DSP Quantaz (77,809 %)
Grand Prix Kür Abschluss des internationalen Dressurprogramms bildet die Grand Prix Kür, die am Sonntagvormittag stattfindet. Diese Prüfung war im Jahr 2011 mit 11.000 € dotiert. Im Jahr 2015 war die Prüfung erstmals eine Etappe der Westeuropaliga des Dressurweltcups, das Preisgeld erhöhte sich von 28.500 Euro (im Jahr 2014) auf 50.000 Euro.
Sieger: 2007: mit Salieri OLD (73,100 %) 2008: mit Weltissimo (73,050 %) 2009: mit Wakana (74,500 %) 2010: mit Cointreau (71,550 %) 2011: mit Salinero (79,025 %) 2012: mit Eichendorff (76,775 %) 2013: mit El Santo NRW (81,175 %) 2014: mit Blind Date (79,000 %) 2015: mit Don Johnson FRH (84,125 %) 2016: mit Showtime FRH (85,292 %) 2017: Dorothee Schneider mit Sammy Davis Jr. (83,415 %) 2018: mit Daily Mirror (80,790 %) 2019: mit Emilio (85,905 %) 2021 (Jän): mit TSF Dalera BB (87,960 %)
Springreiten European Youngster Cup Der European Youngster Cup (EY-Cup), eine Turnierserie für Reiter bis zum Alter von 25 Jahren, macht seit 2007 Station in Salzburg. Im Jahr 2008 gab es kein Finale der Serie, Salzburg bildete die letzte Station des EY-Cups in diesem Jahr. Das Finale, welches von 2009 bis 2011 beim Festhallen-Reitturnier Frankfurt stattfand, verlegte die Finaletappe im Jahr 2012 zu den Amadeus Horse Indoors.Belege siehe European Youngster Cup
Im Jahr 2011 wurde die EY-Cup-Wertungsprüfung einmalig im Rahmen eines CSI 2* als U25-Sonderwertung durchgeführt. In diesem Jahr war diese Wertung mit 3500 € dotiert. In den übrigen Jahren wurden gesonderte Prüfungen für die U25-Reiter durchgeführt, die ab 2008 als (internationaler) CSIU25-A ausgeschrieben waren. 2012 wird das EY-Cup-Finale erstmals in Salzburg ausgetragen.
Die Hauptprüfung des EY-Cups bei den Amadeus Horse Indoors ist jeweils eine Springprüfung mit Siegerrunde oder mit Stechen. Die Höhe der Hindernisse betrug bis zum Jahr 2013 1,45 Meter (was einer Prüfung der Klasse S** entspricht), beginnend mit 2014 wurde auf 1,50 Meter erhöht. Das Preisgeld beträgt etwa 24.000 Euro.
Sieger EY-Cup-Springprüfung S**: 2007: Romeo Syfrig mit Usambara 2008: Theresa Widauer mit Alexa 2009: Derin Demirsoy mit Surprise 2010: Maximilian Schmid mit Cuckoo 2011: George Whitaker mit Tubana 2012: Antonia Andersson mit Ouganda 2013: mit Seal 2014: Jana Wargers mit Cornet's Dream 2015: Alessandra Reich mit U Mijnheer 2016: Pia Reich mit Quiwi Dream 2017: Florian Dolinschek mit Sunny 2018: Tobias Schwarz mit La Belle J 2019: Andrzej Opłatek mit Conthinder 2021 (Jän): mit Everest v't Hof van Eversem Z
Finale High Fly Tour Im Rahmen der Amadeus Horse Indoors fand das Finale der High Fly Tour statt. Hierbei handelte es sich um eine Serie von Mächtigkeitsspringprüfungen über mehrere Turniere in Österreich. Das Finale wurde am späten Freitagabend ausgetragen und war mit etwa 6000 € Preisgeld ausgestattet.
Sieger Mächtigkeitsspringen: 2006: Martin Schäufler mit San Angelo, Szabolcs Krucsó mit Pirano Presto, Mathias Raisch mit La Boom und Thomas Metzger mit Lambada 2007: Thomas Metzger mit Lambada, Philipp Schober mit Ladina B und mit Collin 2008: mit Chaka III 2009: Thomas Gebath mit Cindarella und mit Rosa 2010: Maximilian Schmid mit Los del Rio 2011: mit Beaujoulaix van het Uilenhof 2012: mit Cisero und Jan Frederic Wömpner mit Lady Weingart 2013: Niels von Hirschheydt mit Condor, mit Quick Vainqueur und William James Passy mit Elliot 2014: mit Continue, Max-Hilmar Borchert mit Cuba Libre und mit Chacco 2015: Kai Wörtge mit Will Be Especiale 2016: Alena Gasperl mit Allman, Stefanie Hirnböck mit Cuba Libre und mit Quantus 2017: Alena Gasperl mit Allman 2018: Alena Gasperl mit Allman und Christoph Gaillinger mit Coco H
Gesamtsieger High Fly Tour: 2008: Thomas Gebath mit Cindarella 2009: Denis Evertse mit Pegasus 2010: Maximilian Schmid mit Los del Rio 2011: Maximilian Schmid mit Los del Rio 2012: Josef Konlechner mit Lance Missile 2013: mit Quick Vainqueur 2014: Max-Hilmar Borchert mit Cuba Libre 2015: Maximilian Schmid mit Vainqueur
Großer Preis Höhepunkt der Springprüfungen bei den Amadeus Horse Indoors ist der Große Preis des CSI 5*, der Pappas Amadeus Horse Indoors Grand Prix. Dieser findet am Sonntagnachmittag statt und war im Jahr 2011 mit rund 100.000 € dotiert. Im ersten Jahr der Amadeus Horse Indoors war diese Prüfung mit einem Preisgeld von 22.000 € ausgestattet.
Sieger: 2006: mit The Sixth Sense 2007: mit Conally 2008: mit Calanda 2009: mit Lanco 2010: mit Ferrari VI 2011: mit Avenzio 2012: mit Verdi 2013: mit Castlefield Eclipse 2014: mit Bella Baloubet 2015: mit Otello du Soleil 2016: mit Antonio 2017: mit London 2018: mit Queentina 2019: mit Squirt Gun 2021 (Jän): mit Varoune
Voltigieren Die Voltigierprüfungen finden überwiegend in der Voltige-Arena im Messezentrum statt. Einzelne bedeutende Prüfungen, so etwa die Weltcupküren, werden in der Salzburgarena ausgetragen.
Weltcup-Küren Die Weltcupprüfung, die seit 2010 in Salzburg ausgetragen wird, besteht aus jeweils zwei Küren, nach Geschlechtern der Athleten getrennt. Die zweiten Kürprüfungen finden am Sonntag nach dem Großen Preis der Springreiter statt. Bereits 2009 wurde eine entsprechende Prüfung durchgeführt. Im Jahr 2013 wurde der Voltigierweltcup um eine Pas de Deux-Tour ergänzt.
Da im Winter 2019/2020 keine Voltigier-Weltczp durchgeführt wurde, waren die Hauptvoltigierprüfungen in Salzburg als CVI 3* ausgeschrieben.
Sieger Damen: 2009: mit Apollo, Longenführer: Klaus Heidacher (7,897 Punkte) 2010: mit Luk, Longenführerin: Rita Blieske (8,493 Punkte) 2011: mit Bentley, Longenführer: John Eccles (8,693 Punkte) 2012: mit Harley, Longenführer: Nelson Vidoni (8,785 Punkte) 2013: Anna Cavallaro mit Harley, Longenführer: Nelson Vidoni (8,504 Punkte) 2014: mit Robin, Longenführerin: Nina Rossin (8,910 Punkte) 2015: mit Harley, Longenführer: Nelson Vidoni (8,373 Punkte) 2016: Anna Cavallaro mit Monaco Franze, Longenführer: Nelson Vidoni (8,499 Punkte) 2017: mit Keep Cool III, Longenführerin: Monika Winkler-Bischofberger (8,486 Punkte) 2018: Nadja Büttiker mit Keep Cool III, Longenführerin: Nienke de Wolff (8,457 Punkte) 2019: Greta Germignani mit Filon, Longenführer: Kevine Moneuse (6,726 Punkte)
Sieger Herren: 2009: mit Sir Bernhard RS von der Wintermühle, Longenführerin: Kirsten Graf (7,798 Punkte) 2010: mit Rossini RS von der Wintermühle, Longenführerin: Ines Nawroth (8,460 Punkte) 2011: Patric Looser mit Rossini RS von der Wintermühle, Longenführerin: Alexandra Knauf (9,086 Punkte) 2012: mit Radix SB, Longenführerin: Maria Imhäuser (8,489 Punkte) 2013: mit Le Grand Chevalier, Longenführerin: Eva Maria Kreiner (8,596 Punkte) 2014: Nicolas Andréani mit Ramazotti, Longenführerin: Elke Schelp-Lensing (8,973 Punkte) 2015: mit Lago Maggiore, Longenführerin: Simone Drewell (8,509 Punkte) 2016: mit Ramazotti, Longenführerin: Melanie Neubauer (8,541 Punkte) 2017: mit Feliciano, Longenführer: Lars Hansen (8,827 Punkte) 2018: mit Rosenstolz, Longenführerin: Laura Carnabuci (8,424 Punkte) 2019: Lorenzo Lupacchini mit Rosenstolz, Longenführerin: Laura Carnabuci (7,749 Punkte)
Sieger Pas de Deux: 2013: Jasmin Lindner und Lukas Wacha mit Famous Face, Longenführerin: Veronika Greisberger (8,868 Punkte) 2014: Evelyn Freund und Stefanie Millinger mit Robin, Longenführerin: Nina Rossin (9,127 Punkte) 2015: Erika di Forti und Lorenzo Lupacchini mit Little Louis, Longenführerin: Marcella Hoffmann (7,930 Punkte) 2016: Silvia Stopazzini und Lorenzo Lupacchini mit Rosenstolz, Longenführerin: Laura Carnabuci (8,175 Punkte) 2017: Elisabeth Kuss und Ruth Viehauser mit Vigaro, Longenführerin: Stefanie Nussmueller (6,961 Punkte) 2018: Theresa-Sophie Bresch und Torben Jacobs mit Danny Boy OLD, Longenführer: Patric Looser (8,690 Punkte) 2019: Yvonne Oettl und Marlene Drack mit Little Louis, Longenführerin: Marcela Hoffmann (7,038 Punkte)
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