mini|hochkant|2012 eingeweihte Stauferstele vor der Burg Niederhaus mini|Einzelteile einer Stauferstele in der Bildhauerwerkstatt von Markus Wolf mini|hochkant|Markus Wolf (links) beim Aufbau der Stauferstele in Bopfingen (2014) Stauferstelen sind oktogonale Gedenksteine, die an die Staufer erinnern, die im Hochmittelalter römisch-deutsche Könige und Kaiser waren. Bildhauer dieser Denkmäler ist Markus Wolf aus Stuttgart-Plieningen.Bildhauer auf stauferstelen.net. Abgerufen am 27. Oktober 2019.
Die erste Stauferstele wurde am 13. Dezember 2000, dem 750. Todestag des letzten Stauferkaisers Friedrich II., in den Ruinen des Castel Fiorentino in Italien eingeweiht. Es folgten Stelen in Deutschland, Frankreich, Österreich, Tschechien und den Niederlanden.stauferstelen.net mit interaktiven Landkarten. Abgerufen am 29. April 2018. Zwischen 2002 und 2018 wurden die Inschriften der Stelen vom Komitee der Stauferfreunde konzipiert.Komitee der Stauferfreunde: Stauferfreunde stiften Stauferstelen, Gerlingen 2014, S. 12 (PDF; 122 KB). Abgerufen am 20. Oktober 2014
Oktogonale Form Die Stauferstelen greifen den oktogonalen Grundriss auf, den beispielsweise auch das von Friedrich II. gebaute Castel del Monte aufweist.Georg Friedrich Kempter: Das Oktogon als architektonische Grundform (PDF; 187 kB). Abgerufen am 14. Dezember 2013. Sie bestehen aus vier Teilen (Basis, Schaftstück, Mittelstück, Kronenstück). Sie sind ab Oberkante der Basis 2,5 Meter hoch und haben bei einer Seitenlänge von 33 Zentimetern eine Breite (Abstand zwischen zwei gegenüberliegenden Flächen) von 80 Zentimetern. Den oberen Abschluss bildet ein die achteckige Reichskrone symbolisierendes goldenes Band. Die Inschriften sind immer auf vier der acht Seitenflächen verteilt. Über den vier Inschriften ist jeweils ein Wappen eingemeißelt. Einzige Ausnahme ist die Stele in Klosterneuburg, wo auf einer Seite zwei Wappen stehen.Klosterneuburg 2009 auf stauferstelen.net. Abgerufen am 14. Mai 2014.
Die Stele auf dem Hohenstaufen ist 88 Zentimeter breit und 2,75 Meter hoch. Sie ist damit 10 % größer als alle anderen Stelen, was diesen Berg als Namensgeber für das Geschlecht der Staufer hervorheben soll.Peter Koblank: Wie eine Stauferstele entsteht. Vom Steinbruch bis zur Einweihung in Justingen am 7. Oktober 2012. Abgerufen am 7. Oktober 2012.
Material Die Mehrzahl der Stelen besteht aus rahmweiß gebändertem Jura-Travertin (eine spezielle Sorte von Jura-Marmor) aus Pappenheim im Altmühltal. Abweichend besteht die Stele auf dem Hohenstaufen aus apulischem Trani-Marmor, während die beiden Stelen in HagenauPeter Koblank: Die verschwundene Königspfalz von Haguenau. Auf den Spuren einer staufischen Wasserburg im Elsass. Abgerufen am 17. Februar 2013. und auf dem TrifelsPeter Koblank: Wer den Trifels hat, hat das Reich. Die Stauferstele auf der einstigen Reichsburg in Rheinland-Pfalz. Abgerufen am 26. Mai 2013. aus rotem Sandstein aus den Vogesen angefertigt sind.Peter Koblank: Der Steinbruch von Rothbach. Im Elsass wird roter Vogesensandstein unter Tage abgebaut. Abgerufen am 16. Juni 2013.
Eine Stele wiegt einschließlich Basisplatte 4,5 Tonnen. Alle Stelen sind massiv, dies führt zu der imposanten Wirkung.
Die Stele in Fiorentino ist zudem erdbebensicher gelagert: im Inneren der Stele befindet sich ein Verankerungssystem, das bei horizontal auftretenden Kräften wie bei einem Erdbeben zum Verschieben der Trommeln führt und nicht zur Zerstörung. Bei der Stauferstele in Syrakus wurde die Erdbebensicherheit durch vier eiserne Gewindestangen erreicht, die in das Betonfundament, die quadratische Basisplatte und die drei achteckigen Trommeln mit Mörtel fest eingeklebt wurden.Stauferstele in Sizilien auf stauferstelen.net. Abgerufen am 3. November 2019.
Bei der Stele in Schwäbisch Gmünd sind die Basisplatte und die drei achteckigen Trommeln miteinander verdübelt. Dadurch kann man diese Stele am Stück versetzen, wenn dies im Rahmen einer Großveranstaltung auf dem Johannisplatz erforderlich ist.Schwäbisch Gmünd 2012 auf stauferstelen.net. Abgerufen am 16. Oktober 2014.
Beispiel Kloster Lorch Das Benediktinerkloster Lorch wurde um 1102 von dem Staufer Herzog Friedrich I. als Familien-Grablege gestiftet, wenngleich keiner der späteren Staufer-Könige und -Kaiser dort bestattet wurde. Die aus Jura-Travertin gefertigte Stele am Eingang vom Kloster Lorch wurde im August 2008 zum 800. Todestag von Irene von Byzanz eingeweiht. Irene war eine aus Konstantinopel stammende Kaisertochter und Frau des Stauferkönigs Philipp von Schwaben. Sie flüchtete nach der Ermordung ihres Mannes von Bamberg auf die Stammburg auf dem Hohenstaufen, starb dort kurze Zeit später und wurde im Kloster Lorch begraben. Sie ist die prominenteste Stauferin in der Lorcher Grablege. Die Stele wurde von Irene und Herbert Marek gestiftet.Kloster Lorch 2008 auf stauferstelen.net. Abgerufen am 14. Mai 2014.
Standorte in Italien, Frankreich, Deutschland, Österreich, Tschechien und Niederlande