mini|hochkant|Pedro Romero (gemalt von Francisco de Goya, 1798)
Pedro Romero Martínez (* 19. November 1754 in Ronda, Provinz Málaga; † 10. Februar 1839 in Spanien) war ein spanischer Torero.
Leben Romero Martínez entstammte einer Dynastie von Stierkämpfern, zu denen bereits sein Großvater Francisco Romero gehörte. Die Familie Romeros war maßgeblich an den Formulierungen neuer Regeln der Corrida beteiligt.
Romero war der zweite Sohn des Stierkämpfers Juan Romero und der Bruder von José Romero Martínez (1. Dezember 1745 – 1804), Gaspar Romero Martínez (17. Oktober 1756 – 1802) und Antonio Romero Martínez (18. September 1763 – 5. Mai 1802). Seinen ersten Stierkampf bestritt er bei einem Fest in Los Barrios und erhielt wenig später die Möglichkeit an zwei Novilladas (Stierkämpfe mit jungen Stieren) in Algeciras teilzunehmen. Anschließend unterwies ihn sein Vater in den Techniken des Stierkampfes. Im Jahr 1771 wurde er von seinem Vater in Stierkämpfen mit Stiere eingesetzt, die sich aufgrund ihres friedlicheren Gemüts besonders gut zum Lernen und Verbessern eigneten. Romero nahm in Jerez de la Frontera an drei Stierkämpfen teil. Von da an wurde er regelmäßig auf Plakaten als Matador angepriesen. Im Beisein seines Vaters nahm er an Stierkämpfen in Algeciras und Sevilla teil und zählte neben Costillares (Joaquín Rodríguez; 1743–1799/1800) und Pepe-Hillo (José Delgado Guerra; 1754–1801), bald zu den besten Stierkämpfern seiner Zeit. 1775 kam er in Begleitung seines Vaters nach Madrid, wo sie gemeinsam in der Arena antraten. Im Jahr 1776 hatte er bereits mehr als 280 Stiere getötet. In den Jahren 1782 und 1783 wurde er von der königlichen Kavallerie von Sevilla für Stierkämpfe engagiert und trat 1783 in der Stierkampfarena Maestranza an. 1796 kam es in Madrid zum Bruch zwischen ihm und seinem älteren Bruder, die bisher oft gemeinsam angetreten waren. José Romero verließ Madrid und die Namen der Brüder waren fortan nicht mehr gemeinsam auf Plakaten vertreten. Von 1791 bis 1799 kämpfte er ununterbrochen in der Madrider und anderen Stierkampfarenen Spaniens, bevor er seine Karriere als Stierkämpfer beendete. Dabei soll er stets unverletzt geblieben sein. Erst als sich Romero 1799 von der aktiven Laufbahn zurückzog, kam der Bruder 1801 wieder dorthin. Romero zog sich 1806 nach Ronda zurück. 1830 wurde die Stierkampfschule von Sevilla gegründet und Romero wurde die Leitung übertragen.
Rezeption mini|hochkant|Denkmal im Stadtpark von Ronda Ernest Hemingway verwendet in seinem Roman Fiesta (1926) den Namen Pedro Romero für einen zeitgenössischen, 19-jährigen Matador. Auch dieser ist in Ronda geboren. Im Stadtpark von Ronda, „Alameda del Tajo“, wurde zum zweihundertsten Geburtstag von Pedro Romero ein Denkmal aufgestellt. Die Inschrift lautet (übersetzt): „Für den Stierkampf muss man ein Mann sein, denn die Furcht schlägt mehr Wunden als der Stier.“
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