SOS – Schicksale deutscher Schiffe ist eine westdeutsche Heftromanreihe, die von 1953 bis 1960 im Münchner Arthur Moewig-Verlag in 200 Ausgaben erschien. Sie wurde von 1975 bis 1981 vom Pabel-Verlag unter dem Titel SOS – Schiffsschicksale auf den Meeren der Welt erneut herausgegeben und ab 1995 unter dem Titel Der Landser präsentiert: SOS – Schiffsschicksale auf den Meeren der Welt erneut ediert. Die Titelbilder und Innenillustrationen der Erstausgabe stammen sämtlich von dem Marinemaler Walter Zeeden. Parallel zur Serie der SOS – Schicksale deutscher Schiffe erschienen von 1957 bis 1960 die SOS Sonderbände, von denen es 30 Ausgaben gab. Bis auf die ersten drei SOS Sonderbände, deren Titelbilder Karl Stephan, Lochham/Gräfelfing, schuf, wurden die restlichen 27 Bilder wiederum von Walter Zeeden gefertigt. Außerdem erschien im selben Verlag von 1954 bis 1960 die Schriftenreihe Anker-Hefte. Seefahrt in aller Welt in 95 Ausgaben, in der analog Ereignisse meist der angloamerikanischen Seefahrtsgeschichte thematisiert wurden.
Mit dem SOS-Heft Nummer 200 und der Nummer 30 bei den SOS Sonderbänden wurden vom Arthur Moewig-Verlag die beliebten SOS- und ANKER-Heft Serien abgeschlossen.
2019 wurde durch einen Zufallsfund anhand einiger Originalgemälde von Walter Zeeden festgestellt, dass bereits die Titelbilder zu den SOS-Heften Nummer 201 und 202 bestellt und von ihm gefertigt wurden. Beide Bilder lieferte Walter Zeeden mit Termin 14. Juli 1960 an den Arthur Moewig-Verlag ab:
Geplantes Heft 201 Bark Titania – Titelbild: Titania im Orkan Geplantes Heft 202 Torpedoboot Seeadler – Titelbild: Seeadler im Gefecht mit brit. Schnellbooten und unter Beschuss der feind. Küstenbatterien von Dover im Kanal
Für die SOS Sonderbände lieferte Walter Zeeden noch das Titelbild zum angekündigten SOS Sonderband Nummer 31 Tragödie am Nordkap – Untergang des Schlachtschiffes Scharnhorst. So von ihm auf dem Original bezeichnet. Wegen der Einstellung der SOS-Serien erschien dieses bereits von Fritz-Otto Busch geschriebene Heft als Nummer 37 in der Soldatengeschichten-Serie als Sonderband. Über den Soldatengeschichten Sonderband 39 von Wilhelm Wolfslast mit dem Titel: Bis zur Selbstvernichtung. Die japanischen U-Boote im Zweiten Weltkrieg und einem Titelbild von Walter Zeeden liegen zurzeit keine Erkenntnisse vor.
Autoren und Themenkreise Autoren der Serie waren u. a. Otto Mielke (bis zu seinem Tod 1958), Korvettenkapitän a. D. Fritz-Otto Busch, sowie sein Bruder Dr. Harald Busch, Jens Janssen (Pseudonym für Jochen Brennecke, Schönwalde), Rolf O. Becker, Garbsen oder auch Wilhelm Wolfslast, Dortmund. Autoren für die SOS Sonderbände waren u. a. Wilhelm Wolfslast und Joh. Schulz (Pseudonym für Franz Kurowski, Dortmund).
Als Herausgeber der SOS Serie fungierten anfangs u. a. Kapitän Fred Schmidt für die Handelsschifffahrt und im Wechsel Vizeadmiral Walter Lohmann für die Kriegsmarine. Nach deren Tod, Lohmann 1955 und Schmidt 1957 mit der Pamir untergegangen, übernahmen die Herausgeberschaft nacheinander Vizeadmiral a. D. Kurt Caesar Hoffmann ehem. Kommandant des Schlachtschiffes Scharnhorst, Erich Gröner und zuletzt Jochen Brennecke.
In der Serie werden hauptsächlich Ereignisse aus der deutschen Marine- und Seefahrtsgeschichte mit dem Schwerpunkt Erster und Zweiter Weltkrieg abgehandelt. Dazu kamen Seeunfälle wie die Beteiligung des Hamburger Frachtdampfers Falke an einem Putsch in Venezuela 1929, der Untergang des Frachters Melanie Schulte 1952 und der Untergang der Viermastbark Pamir 1957. Durch den Tod Fred Schmidts auf der Pamir endete auch seine Mitarbeit an der Serie. Teilweise wurde der normale Schiffsbetrieb dargestellt, zum Beispiel die Tätigkeit des Fischereischutzboots Meerkatze, des Segelschulschiffs Großherzogin Elisabeth, des Feuerschiffs Elbe 1 oder des Walfangmutterschiffs Jan Wellem.
In einigen Heften werden auch Ereignisse der deutschen Kolonialgeschichte oder deutscher Kanonenbootpolitik behandelt wie das Gefecht von Tres Forcas in Marokko 1856, der Aufstand der Herero und Nama in Deutsch-Südwestafrika 1904, der Aufstand der Sokehs auf Ponape 1910, der Boxeraufstand in China 1900 oder die Eisenstuck-Affäre in Nicaragua 1878.
Die Bände der Erstausgabe verfügen, soweit bekannt, sämtlich über ein Literatur- und Quellenverzeichnis.
Ausgaben der Erstauflage Otto Mielke: Schnelldampfer Bremen. Glück und Ende eines Riesen, 1953 Otto Mielke: Schwerer Kreuzer Blücher. Sein erstes und letztes Gefecht Otto Mielke: Segelschulschiff Admiral Karpfanger. Reise ohne Wiederkehr Otto Mielke: Hapag-Dampfer New York. SOS – Rettet unsere Seelen! Otto Mielke: Schlachtschiff Bismarck. Kampf der Titanen Otto Mielke: Motorschiff Monte Cervantes. Drama bei Feuerland Otto Mielke: Minensuchboot M1. Der Tiger der Fjorde Otto Mielke: Segelschulschiff Herzogin Cecilie. Flucht über 12000 Meilen Otto Mielke: Schlachtschiff Scharnhorst. Odyssee eines Giganten Otto Mielke: Schnelldampfer Columbus. Ein Riesenschiff versenkt sich selbst Otto Mielke: Zerstörer Wilhelm Heidkampf. Der Kampf um Narvik Otto Mielke: Schnelldampfer Europa. Allen Stürmen zum Trotz Otto Mielke: Motortankschiff Heinrich Riedemann. Fünf Torpedos Otto Mielke: Hilfskreuzer Wolf. Auf Kaperkurs im Stillen Ozean Otto Mielke: Panzerschiff Admiral Graf Spee. Die Falle von Montevideo Otto Mielke: U47 – Günther Prien. Der Stier von Scapa Flow Otto Mielke: Schnelldampfer Cap Arcona. Fahrt ins Verderben Otto Mielke: Linienschiff Schleswig-Holstein. Ein stählerner Kämpe Otto Mielke: Dampfer Luise Leonhardt / Feuerschiff Elbe 1. Nordsee – Mordsee Fritz Otto Busch: Schwerer Kreuzer Prinz Eugen. Von Grönland zur Südsee Otto Mielke: Motorschiff Melanie Schulte. Im Atlantik verschollen Otto Mielke: U 83 und U 199. Von Feindfahrt nicht zurück Otto Mielke: Passagierschiff Wilhelm Gustloff. Katastrophe bei Nacht Fritz Otto Busch: Leichter Kreuzer Köln. Ein Wappen – drei Schicksale Otto Mielke: Dampfer Taube. Gestrandet auf Prerow-Bank Fritz Otto Busch: Zerstörer Erich Koellner. Zerstörerkampf im Ofotfjord Hans Boetticher: U 9 und U 29. Mit Weddigen auf Kriegsfahrt Otto Mielke: Motortankschiff Altmark. Die Cossack-Affäre, 1954 Otto Mielke: Bark Schulschiff Pommern / Schlepper Heros – Eine heldenmütige Rettung Otto Mielke: Kleiner Kreuzer Dresden. Das letzte Schiff des Kreuzergeschwaders Otto Mielke: Vorpostenboote Blitz und Orkan. Gegen Minen, Bomben und Torpedos Otto Mielke: Walfangmutterschiff Jan Wellem. Auf Waljagd in der Antarktis Otto Mielke: Schwerer Kreuzer Admiral Hipper. Geleitzugschlacht im Atlantik Otto Mielke: Schnelldampfer Kaiser Wilhelm der Grosse. Vom Luxusdampfer zum Hilfskreuzer Otto Mielke: U 69. Sehrohr südwärts Otto Mielke: Motorschiff Seattle. Blockadebrecher Fritz Otto Busch: Turbinenschiff Windhuk. Blockadebrecher Otto Mielke: Turbinenschiff Windhuk. Fünf Mann in einem Boot Otto Mielke: Hilfskreuzer Orion. Rund um den Erdball Otto Mielke: Hapag-Dampfer Hansa ex Albert Ballin. Von Hamburg bis Manhattan Otto Mielke: Schlachtschiff Tirpitz. Der letzte deutsche Riese Otto Mielke: Dampfer Bulgaria. Steuerlos im Atlantiksturm Otto Mielke: U 159. Ein Paukenschlag vor Kapstadt Otto Mielke: Reichspostdampfer Manila. Zwischen Singapur und Neu-Guinea Otto Mielke: Vermessungsschiff Meteor. 67000 Meilen Atlantikfahrt Otto Mielke: Handelsstörkreuzer Komet. Sibirische Eisfahrt Otto Mielke: Untersee-Frachtschiff U-Deutschland. Ein Handelsschiff fährt unter Wasser Otto Mielke: Passagier-Dampfer Berlin. Kessel-Explosion! Otto Mielke: Kleiner Kreuzer Königsberg. In die Enge getrieben Otto Mielke: Fischdampfer Thor. Die See schlug zu Otto Mielke: Nachtjagd-Leitschiff Togo. Das merkwürdigste Schiff der Kriegsmarine Fritz Otto Busch: Linienschiff Oldenburg. Diesmal wurde es ernst Otto Mielke: Viermastbark Pamir. Der letzte deutsche Windjammer, 1955 Otto Mielke: Schlachtkreuzer Goeben und Kleiner Kreuzer Breslau Unter türkischem Halbmond Otto Mielke: U 156. Der Laconia-Fall Otto Mielke: „Sperrbrecher A“ (Dampfer Rubens). Schleichfahrt nach Ostafrika Otto Mielke: Die I.S-Boot-Flottille. Schnellboote im Schwarzen Meer Otto Mielke: Frachtdampfer Falke. Ein tolles Stück Otto Mielke: U 333. Der Seewolf Ali Cremer Otto Mielke: Motorschiff Hamburg. Ein Taifun rast Otto Mielke: Emden. Bravo, kleiner Kreuzer! Otto Mielke: Motorschoner Przemysl. Auf unerlaubten Wegen Otto Mielke: Schwerer Kreuzer Lützow. Bomben vor Spanien Otto Mielke: Motorschiff Monte Rosa. Die Letzte der Hamburg-Süd Fritz Otto Busch: Kleiner Kreuzer Regensburg Z vor! am Skagerrak Otto Mielke: Seebäderdampfer Cobra. Die Schlacht der schwarzen Kugeln Otto Mielke: Passagierdampfer Imperator. Der Stolz einer Nation Otto Mielke: Tankmotorschiff Charlotte Schliemann. Als U-Boot-Versorger im Indischen Ozean Otto Mielke: Kaiserjacht Hohenzollern. Kaiserliche Seereisen Dr. Harald Busch: Unterseeboot U 516. Gehetzte Wölfe Otto Mielke: Dampfer Irene Oldendorff. Das Seeamt tagt Fritz-Ludwig Dechow: Hilfskriegsschiff Doggerbank. In der Höhle des Löwen Otto Mielke: Amazone. Die Grossmutter der deutschen Kriegsmarine Otto Mielke: Hochsee-Fährschiff Deutschland. Der schwimmende Bahnhof Otto Mielke: S.M. Kleiner Kreuzer Karlsruhe. Klar zum Gefecht! Otto Mielke: Flugzeugträger Graf Zeppelin. Der große Unvollendete Otto Mielke: Rotorschiffe Buckau und Barbara. Bewundert, gepriesen und vergessen Otto Mielke: Unterseeboot U 20. Der Fall Lusitania Otto Mielke: Luxus-Passagierdampfer Oceana. Im Hafen gekentert Otto Mielke: 3. und 7. Torpedoboots-Halbflottille. Husaren zur See, 1956 Otto Mielke: U 196. 225 Tage auf Feindfahrt Otto Mielke: Marinefährprahm F 617. Sie fuhren dem Teufel über die Füße Otto Mielke: Turbinendampfer Vancouver und Tacoma. Attentat in San Franzisko Otto Mielke: S.M. Kanonenboot Iltis Gegen Strandräuber und Piraten Otto Mielke: Fischereischutzboot Meerkatze. Der Schutzengel der Hochseefischer Otto Mielke: Schlachtschiff Gneisenau. Ein Koloss aus Stahl Otto Mielke: Schnelldampfer Kronprinz Wilhelm. Gesucht, verfolgt und nicht gefunden Otto Mielke: S.M. Kanonenboot Iltis Der Boxeraufstand in China Otto Mielke: Motorschiff Wappen von Hamburg Vom alten Convoyer zum modernen „Musik-Dampfer“ Otto Mielke: Leichter Kreuzer Emden Der erste Kreuzer der Reichsmarine Otto Mielke: Niobe. Ein tragisches Ende Otto Mielke: U 21. Ein Mann rettet die Dardanellen Otto Mielke: Fracht- und Passagierdampfer München. Eine gefährliche Fracht Otto Mielke: Handelsstörkreuzer Kormoran. Er versenkte die Sydney Otto Mielke: Leichter Kreuzer Leipzig. Der letzte Kreuzer der Kriegsmarine Otto Mielke: Motorschiff Ermland. Blockadefahrt nach Japan Otto Mielke: Goeben und Breslau Gefechte im Schwarzen Meer Otto Mielke: Dampfer Adolph Woermann. Ein Afrikaner aus Hamburg Otto Mielke: Schnellboot S 42. Schwarze Nächte im Schwarzen Meer Otto Mielke: S.M. Flottenflaggschiff Friedrich der Große. Scapa Flow – das Grab einer Flotte Otto Mielke: Tanker Glückauf und Esso Deutschland. Petroleumfahrer – einst und jetzt Otto Mielke: Goeben und Breslau Des Kleinen Kreuzers letzte Fahrt Otto Mielke: Zerstörer Hermes, ZG 3. Der einzige deutsche Mittelmeer-Zerstörer Otto Mielke: Marine-Luftschiff L 38. Zeppeline – eine grossartige Idee Otto Mielke: Viermastbark Kommodore Johnsen. Der größte Motorsegler der Welt Otto Mielke: Hilfskreuzer Thor. Er besiegte drei britische Hilfskreuzer Otto Mielke: Hebeschiffe Energie und Ausdauer. Ein folgenschwerer Rammstoß Otto Mielke: Kleine Kreuzer Mainz und Ariadne. Der 28. August 1914 Otto Mielke: Passagierdampfer Cap Polonio. Beliebte Dickschiffe der Hamburg-Süd Otto Mielke: Unterseeboot U 38. 300000 BRT versenkt Otto Mielke: Seenot-Rettungsboote Borkum und Norderney. Rettungsmänner – härter als die See Otto Mielke: Kanonenboot Habicht. Expedition gegen die Hereros Otto Mielke: Zerstörer Z 38 Der „Schwarze Panther“ Otto Mielke: S.M. Hilfskreuzer Seeadler. Des Seeteufels große Reise