thumb|500px| Die Liste der Mitgliedstaaten des Weltpostvereins (Liste des Pays-membres de l’UPU) erschien halbjährlich als Broschüre, in der sämtliche Mitgliedsländer des Weltpostvereins einschließlich ihrer Beitragsklasse aufgeführt waren. Außerdem war der jeweilige Stand der Ratifikationen der Weltpostvereinsverträge angegeben.Handwörterbuch des Postwesens. 3. Auflage, S. 541 (Druckwerke des Auslandspostdienstes) Diese Liste wird heute im Internet auf den Seiten des Weltpostvereins zur Verfügung gestellt. Stand: 4. Oktober 2011; abgerufen September 2012 (englisch)

Dem Weltpostverein gehören seit dem 4. Oktober 2011 insgesamt 192 Länder an: alle Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen (mit Ausnahme von Andorra, den Marshallinseln, den Föderierten Staaten von Mikronesien und Palau) sowie die Vatikanstadt. Einteilung Beitragsklasse Die Mitgliedsländer zahlen ihre Beiträge gemäß einer Beitragsklasse. Diese beginnt bei einer Einheit und steigert sich bis zur höchsten Beitragseinheit von 50 für reiche Industrieländer. Für Entwicklungsländer gibt es mit 0,5 Einheiten eine Sonderstufe.

Seit 4. Oktober 2011 gibt es: 41 Länder (21,35 %) die den Status eines Entwicklungslandes haben und somit 0,5 Beitragsentgelte bezahlen Die größte Gruppe mit 89 Ländern (46,35 %) sind die Länder, die eine Einheit bezahlen, wie zum Beispiel das Fürstentum Liechtenstein. Es folgen 22 Länder (11,46 %) die drei Einheiten bezahlen. Die Britischen Überseegebiete zahlen vier Einheiten. Fünf Einheiten werden von 15 Ländern (7,81 %; darunter Österreich) bezahlt. Danach folgt ein Sprung zu 10 Einheiten, die acht Länder zahlen. Die nächste Gruppe mit sechs Mitgliedern (darunter die Schweiz) zahlt 15 Einheiten. Vier Länder zahlen 20 Einheiten. Drei Länder zahlen 25 Einheiten. Kanada zahlt 40 Einheiten. Deutschland zahlt 45 Einheiten. 50 Einheiten und damit die höchstmögliche Beitragsklasse zahlen die vier Länder Frankreich, Japan, das Vereinigte Königreich und die Vereinigten Staaten ein. Obwohl diese vier gerade einmal 2,08 % der Mitglieder ausmachen, stemmen diese 23,13 % aller Beiträge. Auf dem 24. Weltpostkongress, der 2008 in Genf tagte, wurde beschlossen, dass die jährliche Ausgabengrenze 2009 und 2010 auf 37 Mio. Schweizer Franken (wie schon seit 2006) beschränkt bleibt. Für 2011 und 2012 wurden diese um je 235.000 Schweizer Franken angehoben und sollen vor allem die Inflationsrate ausgleichen.Rhéal LeBlanc: Kongress mit festem Blick nach vorne / Budget-Obergrenze erhöht. In: Union Postale, Heft: 3/2008, S. 16.

Regionalgruppen mini|Karte der Kontinentalgruppen Der Weltpostverein gliedert die Mitgliedsländer, seit dem 13. Weltpostkongress 1952 in Brüssel, in fünf Regionalgruppen ein.Steinmetz, Elias: Geschichte der Deutschen Post. Band 4, S. 431–432. Diese sind: „Afrika“, die Kontinentalgruppe mit den meisten Mitgliedsländern – 54 Länder (28,13 %) „Südasien und Ozeanien“ mit 49 Ländern (25,52 %) „Amerika“ mit 36 Ländern (18,75 %) „Westeuropa“ mit 28 Ländern (14,58 %) „Osteuropa und Nordasien“ mit 25 Ländern (13,02 %)

Liste Mitgliedsländer Legende: In der nachfolgenden Tabelle sind die Mitgliedsländer nach dem Beitrittsdatum sortiert. Wenn mehrere Länder gleichzeitig beigetreten sind, so sind diese nach ISO 3166, beziehungsweise nach der ISO-3166-1-Kodierliste, aufsteigend geordnet. Ministerium: falls vorhanden, das jeweilige zuständige Ministerium Regulierungsbehörde: falls vorhanden, die jeweilige Regulierungsbehörde Postunternehmen: Das Postunternehmen / Der Postdienstleister, welches die Generaldienstleistungen anbietet Postleitzahl: Wenn in dem Land eine Postleitzahlensystem vorhanden ist, wird auf den entsprechenden Artikel verlinkt, sollte der Artikel nicht vorhanden sein, aber ein Postleitzahlensystem vorhanden sein, wird auf die entsprechende Webseite als Einzelnachweis verlinkt. Insgesamt haben von den 192 Mitgliedsländern 87 ein Postleitzahlensystem.