Nachgeschwisterkind oder Geschwisterenkel ist eine veraltete regional verbreitete deutsche Verwandtschaftsbezeichnung für Cousin oder Cousine 2. Grades (Vetter oder Base 2. Grades), ehemals gebräuchlich beispielsweise in der PfalzBayerischer Rheinkreis (Hrsg.): Instruktive Verordnungen im Betreff der verschiedenen Dienstzweige des in dem Rheinkreise gesetzlich bestehenden directen Steuerwesens. 1818, S. xxxvi (Zitatansicht in der Google-Buchsuche). im Saarland in UnterfrankenMonika Fritz-Scheuplein u. a.: Wörterbuch von Unterfranken. Eine lexikographische Bestandsaufnahme. Königshausen & Neumann, Würzburg 1996, ISBN 3-8260-1335-2, S. 119 (). in Teilen Österreichs, etwa der Südoststeiermark bei den Donauschwaben.Hans Gehl: Wörterbuch der donauschwäbischen Lebensformen. S. 347 (Zitatansicht in der Google-Buchsuche). Die Cousins 2. Grades einer Person haben die gleichen Urgroßeltern und sind Kinder ihrer Onkel oder Tanten 2. Grades.
Die dem Wort zugrundeliegenden Geschwister waren ein eigenes Großelternteil und eine Großtante oder Großonkel.
Eine ähnliche Bezeichnung kannte das Altfränkische mit aftersusterling.Zeitschrift für vergleichende Sprachforschung. Jahrgang 72–73, Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1954, S. 115 (Zitatansicht in der Google-Buchsuche).
Einzelnachweise
Kategorie:Verwandtschaftsbezeichnung Kategorie:Dialektforschung