Der Große Preis von Österreich 1979 (offiziell XVII Großer Preis von Österreich) fand am 12. August auf dem Österreichring in der Nähe von Zeltweg statt und war das elfte Rennen der Automobil-Weltmeisterschaft 1979.
Berichte Hintergrund Als Vertretung für Jean-Pierre Jarier, der weiterhin krankheitsbedingt fehlte, kehrte Derek Daly, der sich eigentlich nach dem Großen Preis von Monaco in die Formel 2 verabschiedet hatte, in die Formel 1 zurück. Ansonsten trat dasselbe Fahrerfeld zum Österreich-GP an, das zwei Wochen zuvor den Großen Preis von Deutschland bestritten hatte.
Das ATS Racing Team brachte unter der Führung des neuen Teammanagers Vic Elford einen neuen Wagen mit der Bezeichnung ATS D3 an den Start, der von Stammfahrer Hans-Joachim Stuck pilotiert wurde. Keke Rosberg trat für Walter Wolf Racing mit dem ebenfalls neuen Wolf WR9 an.
In der Fahrerwertung führte Jody Scheckter mit sieben Punkten vor Jacques Laffite und mit neun Punkten vor Gilles Villeneuve. In der Konstrukteurswertung führte Ferrari mit 14 Punkten vor Ligier und mit 27 Punkten vor Williams.
Mit Emerson Fittipaldi, Jacky Ickx, Alan Jones, Carlos Reutemann und John Watson (jeweils einmal) traten fünf ehemalige Sieger zu diesem Grand Prix an.
Training René Arnoux erreichte mit dem turbogetriebenen Renault RS10 die erste Pole-Position seiner Formel-1-Karriere. Er verwies Jones, den Sieger des vorangegangenen Rennens, auf den zweiten Platz. Dahinter folgte mit Jean-Pierre Jabouille der zweite Renault-Werksfahrer neben Niki Lauda. Villeneuve und Clay Regazzoni bildeten die dritte Startreihe. (Motorsportarchiv.de; abgerufen am 9. September 2012)
Rennen Nach einem sehr guten Start ging Villeneuve vor Jones, Lauda und Arnoux in Führung. Jabouille, der aufgrund von Kupplungsproblemen kurz nach der Freigabe des Rennens auf den neunten Rang zurückgefallen war, kämpfte sich bis zur 13. Runde wieder bis auf den zweiten Platz nach vorn. Der Führende war zu diesem Zeitpunkt bereits nicht mehr Villeneuve, sondern Jones, der den Kanadier in der vierten Runde überholt hatte.
Als Jabouilles Kupplung in der 15. Runde endgültig versagte, übernahm sein Landsmann und Teamkollege Arnoux von ihm den zweiten Rang. Fünf Runden vor dem Ende des Rennens musste dieser jedoch aufgrund von Kraftstoffmangel die Box aufsuchen und fiel dadurch auf den sechsten Rang zurück. Hinter dem erneuten Sieger Jones und dem zweitplatzierten Villeneuve belegte Laffite den dritten Platz, nachdem er in der letzten Runde Scheckter überholt hatte. Regazzoni kam als Fünfter ins Ziel.
Meldeliste Team Nr. Fahrer Chassis Motor Reifen 1 Lotus 79 Ford Cosworth DFV 3.0 V8 2 3 Tyrrell 009 4 5 Brabham BT48 Alfa Romeo 1260 3.0 V12 6 7 McLaren M29 Ford Cosworth DFV 3.0 V8 8 9 ATS D3 11 Ferrari 312T4 Ferrari 015 3.0 F12 12 14 Fittipaldi F6A Ford Cosworth DFV 3.0 V8 15 Renault RS10 Renault EF1 1.5 V6t 16 17 Shadow DN9 Ford Cosworth DFV 3.0 V8 18 20 Wolf WR9 22 Ensign N179 24 Das Team Merzario begann das Qualifying mit dem A4. Nachdem das Auto bei einem Unfall beschädigt worden war, setzte Merzario das Training mit dem älteren A3 fort. Keines der Autos erreichte eine Zeit, die eine Qualifikation ermöglicht hätte. Merzario A4 Merzario A3 25 Ligier JS11 26 27 Williams FW07 28 29 Arrows A2 30 31 Lotus 79 Anmerkungen
Klassifikationen Startaufstellung Pos. Fahrer Konstrukteur Zeit Ø-Geschwindigkeit Start 1 1:34,07 227,397 km/h 1 2 1:34,28 226,890 km/h 2 3 1:34,45 226,482 km/h 3 4 1:35,51 223,968 km/h 4 5 1:35,70 223,524 km/h 5 6 1:35,82 223,244 km/h 6 7 1:35,85 223,174 km/h 7 8 1:35,92 223,011 km/h 8 9 1:36,10 222,593 km/h 9 10 1:36,26 222,223 km/h 10 11 1:36,42 221,854 km/h 11 12 1:36,67 221,281 km/h 12 13 1:36,71 221,189 km/h 13 14 1:36,72 221,166 km/h 14 15 1:37,11 220,278 km/h 15 16 1:37,16 220,165 km/h 16 17 1:37,32 219,803 km/h 17 18 1:37,93 218,434 km/h 18 19 1:38,38 217,434 km/h 19 20 1:38,85 216,401 km/h 20 21 1:39,31 215,398 km/h 21 22 1:39,44 215,117 km/h 22 23 1:39,45 215,095 km/h 23 24 1:41,10 211,585 km/h 24 DNQ Da das Teilnehmerfeld auf 24 Wagen begrenzt war, scheiterten Rebaque und Merzario an der Qualifikation. 1:41,16 211,459 km/h – DNQ 1:45,75 202,281 km/h – Anmerkungen
Rennen Pos. Fahrer Konstrukteur Runden Stopps Zeit Start Schnellste Runde 1 54 0 1:27:38,01 2 1:36,13 (43.) 2 54 0 + 36,05 5 1:36,61 (46.) 3 54 0 + 46,77 8 1:36,45 (53.) 4 54 0 + 47,21 9 1:36,63 (50.) 5 54 0 + 48,92 6 1:36,22 (50.) 6 53 1 + 1 Runde 1 1:35,77 (40.) 7 53 0 + 1 Runde 10 1:37,10 (31.) 8 53 0 + 1 Runde 11 1:38,18 (51.) 9 53 0 + 1 Runde 16 1:38,10 (52.) 10 53 0 + 1 Runde 14 1:39,07 (38.) – 45 0 DNF 4 1:38,68 (20.) – 42 0 DNF 24 1:42,96 (15.) – 35 0 DNF 22 1:40,55 (20.) – 34 0 DNF 13 1:39,72 (12.) – 32 0 DNF 7 1:38,86 (30.) – 28 0 DNF 18 1:39,32 (14.) – 26 0 DNF 21 1:41,89 (24.) – 22 1 DNF 17 1:40,76 (19.) – 16 0 DNF 3 1:36,85 (15.) – 15 0 DNF 12 1:39,98 (9.) – 15 0 DNF 19 1:42,20 (8.) – 3 0 DNF 23 1:44,82 (3.) – 1 0 DNF 20 1:55,72 (1.) – 0 0 DNF 15 –
WM-Stände nach dem Rennen Die ersten sechs des Rennens bekamen 9, 6, 4, 3, 2 bzw. 1 Punkt(e). Es zählten nur die besten vier Ergebnisse aus den ersten sieben Rennen und die besten vier Ergebnisse aus den letzten acht Rennen. In der Konstrukteurswertung wurden alle Resultate gewertet. Streichresultate sind in Klammern gesetzt.
Fahrerwertung Pos. Fahrer Konstrukteur Punkte 1 Ferrari 38 (42) 2Ligier-Ford 32 3 Ferrari 324Williams-Ford 25 5 Williams-Ford 24 6Lotus-Ford 20 (25)7Ligier-Ford 20 (22)8Tyrrell-Ford 139McLaren-Ford 13 10 Lotus-Ford 1211Renault 11 12Renault 913Tyrrell-Ford 814Arrows-Ford 215Arrows-Ford 216Brabham-Alfa Romeo 1 Pos. Fahrer Konstrukteur Punkte 17Fittipaldi-Ford 118Ligier-Ford 119Shadow-Ford 020Brabham-Alfa Romeo 021McLaren-Ford 022Tyrrell-Ford 023ATS-Ford 024Ensign-Ford / Tyrrell-Ford 0 25Wolf-Ford 026Wolf-Ford 027Lotus-Ford 028Shadow-Ford 029Ensign-Ford 0 30Alfa Romeo 0–Merzario-Ford 0
Konstrukteurswertung Pos. Konstrukteur Punkte 1 742 553 494 37 5 216 207 138 4 Pos. Konstrukteur Punkte9 110 111 012 013 014 015 0 – 0 Einzelnachweise
Weblinks Rennergebnis auf der offiziellen Website der Formel 1
#1979 Österreich Grosser Preis von Osterreich #1979