Lienhard Wawrzyn (* 2. April 1951 in Berlin) ist ein deutscher Autor, Film- und Fernsehregisseur und Dramaturg.
Leben Nach dem Abitur studierte Wawrzyn an der Freien Universität Berlin Philosophie, Germanistik und Psychologie unter anderem bei Wilhelm Weischedel und Michael Theunissen mit den Schwerpunkten Kant, Hegel, Schelling und Frankfurter Schule.
Nach dem Studium zunächst Arbeit als Lehrbeauftragter an der Freien Universität (FU) Berlin. Er führte Seminare unter anderem gemeinsam mit Rüdiger Safranski durch zu den Themen Deutsche Romantik, Eichendorff, E. T. A. Hoffmann.
Wawrzyn ist Absolvent der Deutschen Film- und Fernsehakademie, an der er von 1978 bis 1981 studierte. Er besuchte außerdem Regie-Seminare und Workshops bei Krzysztof Kieślowski, Edward Zebrowski, Agnieska Holland und Weiterbildungen im Bereich Drehbuch bei Frank Daniel, David Howard, Don Bohlinger. Für den Kurzfilm Menschen wie aus Glas erhielt Wawrzyn 1983 das Filmband in Silber bei der Verleihung des Bundesfilmpreises.
Er ist Gründungsmitglied des Verbandes Deutscher Drehbuchautoren (VDD) und gehörte mehr als zehn Jahre dem Vorstand an.
Wawrzyn ist verheiratet, hat eine Tochter und lebt in Berlin.
Filmografie Regie (Auswahl) 1982: Menschen wie aus Glas (auch Buch) 1983: German Dreams (auch Buch) 1983: Die Pfütze Paula 1984: Leichter als Luft (zusammen mit Henning Borgelt) 1985: Merry X'Mas 1988: Ritas Freund (SWR, Drehbuch: Norbert Ehry) 1994: Der Blaue (auch Buch)
Drehbücher (Auswahl) 1990: Abgeschleppt (SFB, Regie: Dani Levy) 1996–1998: OP ruft Dr. Bruckner (Konzept und 38 Drehbücher) 1997: Tatort – Eiskalt (zusammen mit Henning Borgelt) 1999: Tatort – Der Duft des Geldes 2000: Tatort – Der lange Arm des Zufalls
Creative und Supervising Producer 2000: Creative Producer in USA und Kanada für die Fernsehserie Mythquest (PBS/Show Case) 2003–2005: Supervising Producer Grundy UFA für die Fernsehserien Julia, Wege zum Glück (ZDF) und Tessa (ZDF)
Bücher Romanautor 2009: Maxis Nächte. Kriminalroman, Bebra Verlag Berlin. ISBN 978-3-89809-513-6. 2007–2008: Rotbergs Lächeln. Kriminalroman, Bebra Verlag Berlin. ISBN 978-3-89809-510-5.
Sachbücher-Autor und -Herausgeber (Auswahl) 1973: Walter Benjamins Kunsttheorie. Darmstadt, Luchterhand. ISBN 978-3-472-77016-9. 1974: Wohnen darf nicht länger Ware sein. (zusammen mit Dieter Kramer); Darmstadt, Luchterhand. ISBN 3-472-61164-2. 1975: Methodenkritik des Literaturunterrichts. Darmstadt, Luchterhand. ISBN 978-3-472-62005-1. 1978/1994: Der Automatenmensch, E. T. A. Hoffmanns Erzählung vom Sandmann, Neuausgabe, Berlin, Wagenbach. ISBN 978-3-8031-2177-6. 1979: Eingreifendes Fotografieren. Geschichte, Theorie, Projekte. (zusammen mit Wolfgang Kunde); Berlin, Verlag Ästhetik und Kommunikation. ISBN 978-3-88245-102-3.
Kommunikation Romantische Gedichte. Natursehnsucht und Liebesleid, Neuausgabe, Berlin, Klaus Wagenbach, 2002 Der Blaue. Das Spitzelsystem der DDR, Berlin, Klaus Wagenbach, 1990, ISBN 3-8031-2180-9.
Redakteur 1976–1981 arbeitete Wawrzyn als Autor, Redakteur und zeitweise als Geschäftsführer der Kulturzeitschrift Ästhetik & Kommunikation und betreute unter anderem Heftschwerpunkte zu Themen wie Kinderalltag, Kindermedien.
Weblinks
Kurzporträt „Lienhard Wawrzyn“, auf: www.krimi-couch.de. Abgerufen am 18. September 2012.
Einzelnachweise
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