Geropogon hybridus ist die einzige Pflanzenart der Gattung Geropogon innerhalb der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Deutsch wird er auch Hybrid-Bocksbart genannt.

Beschreibung Vegetative Merkmale Geropogon hybridus ist eine einjährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 20 bis 80 Zentimetern erreicht. Die Laubblätter sind 60 bis 80 Millimeter lang sowie etwa 3 Millimeter breit.

Generative Merkmale mini|Fruchtstand: Man sieht deutlich, dass die randständigen Früchte keine Haare, sondern Borsten an der Spitze tragen. Die Blütezeit reicht von April bis Juli. Die Blütenkörbchen haben einen Durchmesser von 30 bis 50 Millimetern und sind wenigblütig. Die etwa 8 Hüllblätter sind doppelt bis dreimal so lange wie die Hülle. Die rosa- bis lilafarbenen Zungenblüten sind kürzer als die Hülle.

Die Achänen sind geschnäbelt, die randständigen mit fünf ungleich langen rauen Borsten, die übrigen mit fedrigen Haaren. Der Schnabel ist kürzer als die Frucht.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 12 oder 14.

Ökologie Geropogon hybridus ist ein Schaft-Therophyt.

Vorkommen Geropogon hybridus kommt ursprünglich im Mittelmeerraum vor. Auf den Kanaren, auf Madeira und Porto Santo und auf der Krim ist ihre Ursprünglichkeit fraglich. Geropogon hybridus wächst in Olivenhainen, Weiden, Brachland und Ruderalstellen. Auf Kreta siedelt sie in Höhenlagen von Meereshöhe bis 850 Metern.

Taxonomie Die Gattung Geropogon wurde 1763 durch Carl von Linné in Spevies Plantarum 2. Auflage Band 2 Seite 1109 aufgestellt. Die Typusart der Gattung ist Geropogon glaber Als Lectotypus wurde 1988 (LINN-945.1) durch C. Díaz de la Guardia und G. Blanca in El género Geropogon L. (Compositae, Lactuceae). in Lazaroa, Volume 9, 1988, S. 38 festgelegt. Die Art Geropogon hybridus wurde 1753 von Carl von Linné in Species Plantarum Band 2 Seite 798 als Tragopogon hybridus erstbeschrieben. Die Art wurde 1850 von Carl Heinrich Schultz in Webb und Berthelot: Histoire Naturelle des Iles Canaries, ...Tome troisième [Botanique] pt. 2. Phytographia Canariensis Band 3 Teil 2,3 Seite 472 als Geropogon hybridus in die Gattung Geropogon gestellt.

Synonyme für Geropogon hybridus sind Geropogon glaber , Geropogon hirsutus , Tragopogon hybridus , Tragopogon geropogon nom. illeg., Tragopogon glaber , Tragopogon hirsutus .

Belege

Werner Greuter: Compositae (pro parte majore): Datenblatt Geropogon hybridus In: Werner Greuter, Eckhard von Raab-Straube (Hrsg.): Compositae. In: Euro+Med Plantbase – the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. Berlin 2006–2009. Peter Schönfelder, Ingrid Schönfelder: Die neue Kosmos-Mittelmeerflora. Franckh-Kosmos-Verlag Stuttgart 2008. ISBN 978-3-440-10742-3. S. 128.

Literatur C. Díaz de la Guardia, G. Blanca: El género Geropogon L. (Compositae, Lactuceae). In: Lazaroa, Volume 9, 1988, S. 31–44.

Weblinks

Thomas Meyer, Michael Hassler: Mittelmeerflora.

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