Holon : Anamnesis ist das zweite Studioalbum der Artcore-Band The Hirsch Effekt. Es wurde am 31. August 2012 veröffentlicht und ist der 2. Teil der Holon-Trilogie.
Stil Auf Holon : Anamnesis kombiniert die Band Progressive Metal, Indie-Rock, Math- und Emocore mit Musikstilen außerhalb dieser Stilrichtungen wie Electronica oder orchestrale Musik. Der Titel des Albums (zu Deutsch: „Holon: Erinnerung“) knüpft direkt an den Namen des Debütalbums Holon : Hiberno an.
Texte Das Album ist ausnahmslos in deutschsprachigen Texte geschrieben, mit Ausnahme der Frage „What took you so long?“ im Stück Limerent. Lyrisch wird das Thema der beendeten Fernbeziehung von Holon : Hiberno aufgegriffen und fortgeführt. Nach anfänglicher Euphorie zerbricht das Lyrische Ich im Verlauf des Albums zusehends an der Situation und seinen Ängsten (Ligaphob lat. Liga-, „Bindung“ und griech. -phob, „ängstlich“).
Schließlich beendet die andere Person die Beziehung,
was zu einem Wutausbruch (Ira, lat. „Wut“) führt,
der schließlich in Akzeptanz endet.
Das abschließende Datorie beendet das Album mit Resignation und Zuversicht auf Besserung:
Das Album eröffnet und schließt mit den Worten: „Wer sich jetzt noch umdreht ist selber schuld.“ Der Satz hat zwei Bedeutungen: Einerseits die Euphorie, aber auch Naivität zu Beginn der Beziehung, andererseits den Kampf mit der Aufarbeitung nach dem Ende.
Nach dem Stück Datorie hört man die Audiospur einer Videobotschaft, die Sänger Nils Wittrock einst von seiner Freundin zugesandt bekam. Ein kürzerer Sample hiervon war bereits auf Holon : Hiberno im Song Laxamentum.Fabian Broicher: Rote Raupe: Interview: The Hirsch Effekt. 9. Oktober 2012, abgerufen am 3. März 2013 "Das ist eine Botschaft, die mir mal per Videoaufnahme überbracht wurde." zu hören.
Arrangements Das Album beginnt und endet mit Orchesterklängen. Streich- und Blasinstrumente wurden mittels vollständiger Partituren arrangiert, zur Umsetzung standen The Hirsch Effekt mit Tim Tautorat und Max Trieder ein Produzententeam zur Seite. Auf Holon : Anamnesis sind 32 Gastmusiker zu hören.
Rezeption Die deutschsprachigen Musikmedien betonen in der durchweg positiven Kritik der Platte die Reife und Professionalität. Fabian Broicher vom Musikblog Rote Raupe findet Holon : Anamnesis „noch drei bis vier Spuren erstaunlicher als das Debüt“ und schreibt:
Carsten Sandkämper von der Visions vergibt in seiner Bewertung die Höchstpunktzahl (12 Punkte) und befindet:
Mark Read von Plattentests.de vergibt 8 von 10 Punkten in seinem Review und schreibt:
Titelliste Anamnesis (3:01) Limerent (4:25) Absenz (5:55) Agitation (9:18) Ligaphob (9:17) Mara (11:47) Irrath (6:40) Ira (7:35) Datorie (8:21)
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Album 2012 Kategorie:Album (Progressive Metal) Kategorie:Album (Punk)