mini|hochkant|Helmuth Becker (2007) Helmuth Becker (* 3. September 1929 in Münster; † 20. Mai 2011 ebenda) war ein deutscher Ingenieur, Gewerkschafter und Politiker (SPD). Von 1969 bis 1994 war er Mitglied des Deutschen Bundestages.
Er war in den Jahren 1980 bis 1982 Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für das Post- und Fernmeldewesen und von 1990 bis 1994 Vizepräsident des Deutschen Bundestages. Von 1995 bis 2000 war Becker Präsident der „Vereinigung ehemaliger Mitglieder des Deutschen Bundestages und des Europäischen Parlamentes“. In den Jahren 1995 bis 1999 war er Präsident des Zentralverbandes der Ingenieurvereine (ZBI) und daran anschließend Vorsitzender des ZBI-Beirates, dem er bis zu seinem Tod angehörte.
Ausbildung und Beruf Nach dem Besuch der Realschule und der Ingenieurschule in Lage absolvierte Becker noch ein Studium der Elektrotechnik. In den Jahren 1951 bis 1969 war er als Diplom-Ingenieur im Fernmeldewesen der Deutschen Bundespost tätig. Ab dem Jahr 1957 war er hier Mitglied in verschiedenen Personalvertretungen, zuletzt im Hauptpersonalrat beim Bundesministerium für das Post- und Fernmeldewesen. Von 1968 bis 1976 war er Zweiter Bezirksvorsitzender der Deutschen Postgewerkschaft (DPG) im Bezirk Münster.
Familie Helmuth Becker war verheiratet, lebte in Münster in Westfalen und hatte drei Kinder.
Partei Seit dem Jahr 1964 war er Mitglied der SPD. Von 1972 bis 1976 gehörte er dem SPD-Landesvorstand in Nordrhein-Westfalen an und war von 1984 bis 1986 Mitglied des SPD-Bundesvorstandes.
Abgeordneter In den Jahren 1969 bis 1994 war er Mitglied des Deutschen Bundestages. Hier war er von 1976 bis 1980 und von 1983 bis 1990 Parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion. Von 1990 bis 1994 war er Vizepräsident des Deutschen Bundestages.
Becker war stets über die Landesliste Nordrhein-Westfalen in den Deutschen Bundestag eingezogen.
Öffentliche Ämter Nach der Bundestagswahl 1980 wurde Becker am 6. November 1980 als Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für das Post- und Fernmeldewesen in die von Bundeskanzler Helmut Schmidt geführte Bundesregierung berufen. Nachdem Helmut Kohl zum Bundeskanzler gewählt worden war, schied Becker am 4. Oktober 1982 aus der Regierung aus.
Ehrungen 1979: Großes Bundesverdienstkreuz 1983: Großes Goldenes Ehrenzeichen mit dem Stern für Verdienste um die Republik ÖsterreichAufstellung aller durch den Bundespräsidenten verliehenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ab 1952 (PDF; 6,9 MB) 1986: Großes Bundesverdienstkreuz mit Stern 1994: Großes Bundesverdienstkreuz mit Stern und Schulterband 1995: Ehrendoktorwürde der Universität Breslau 2010: Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen, überreicht am 14. Januar 2010.
Siehe auch Kabinett Schmidt III
Literatur Rudolf Vierhaus, Ludolf Herbst (Hrsg.), Bruno Jahn (Mitarb.): Biographisches Handbuch der Mitglieder des Deutschen Bundestages. 1949–2002. Bd. 1: A–M. K. G. Saur, München 2002, ISBN 3-598-23782-0, S. 49. Becker, Helmuth. In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 67.
Weblinks
Helmuth Becker – Ein Meister des politischen Pragmatismus
Einzelnachweise
Kategorie:Bundestagsvizepräsident (Deutschland) Kategorie:Bundestagsabgeordneter (Nordrhein-Westfalen) Kategorie:Parlamentarischer Staatssekretär (Bundesrepublik Deutschland) Kategorie:Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes mit Stern und Schulterband Kategorie:Träger des Verdienstordens des Landes Nordrhein-Westfalen Kategorie:Träger des Großen Goldenen Ehrenzeichens mit dem Stern für Verdienste um die Republik Österreich Kategorie:SPD-Mitglied Kategorie:DPG-Funktionär Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1929 Kategorie:Gestorben 2011 Kategorie:Mann