mini|Klosterkirche Eschenbach mini|hochkant|Innenansicht der Klosterkirche mini|hochkant|Sonnenuhr auf dem Gästehaus des Klosters mini|hochkant|Kreuzgang
Das Kloster Eschenbach (lat. Abbatia B. M. V. et Sanctae Catharinae) ist eine Zisterzienserinnen-Abtei in Eschenbach im Kanton Luzern in der Schweiz. Es wurde um 1290 von Walther III., Freiherr von Eschenbach, gestiftet. Das Kloster ist mit der Pfarrkirche und der Totenkapelle als national bedeutend auf der Liste der Kulturgüter im Kanton Luzern aufgeführt.
Geschichte Das Kloster geht auf eine Stiftung von Freiherr Walther dem III. von Eschenbach um das Jahr 1290 in Niedereschenbach in der heutigen Gemeinde Inwil zurück. Die Kapelle St. Katharina in Niedereschenbach erinnert noch heute an den Sitz des damals dem Augustinerorden angehörenden Klosters. Die Nonnen zogen im Jahre 1309 von Nieder- an den heutigen Standort in Obereschenbach. 1588 schlossen sich die Nonnen dem Orden der Zisterzienser an und lebten seither nach der Regel des Heiligen Benedikts unter dem Motto „Bete und arbeite“ und den zisterziensischen Gewohnheiten. Im Jahre 1612 wurde das Gästehaus errichtet. 1625 wurde der Grundstein zur neuen Klosterkirche, 24 Klosterzellen, dem Kreuzgang und dem Kapitelhaus gelegt. 1683 wurde das Gästehaus erneuert und erweitert und es entstand die berühmte Sonnenuhr, welche die grösste ihrer Art in der Schweiz ist. 1910 wurde die neubarocke Abteikirche erbaut und geweiht.Fonto: In der Klosterkirche befinden sich zwei Orgeln der Werkstätte Graf Orgelbau aus dem Jahr 1986. 1991 war der letzte Neueintritt einer Nonne.
Seit 2016 ist M. Ruth Nussbaumer Äbtissin von Eschenbach. 2017 wurde ein Stiftungsrat eingesetzt, welcher neben der Äbtissin die weltlichen Aufgaben führt. Seit dem 1. September 2026 ist Clemens Hunziker der neue Geschäftsführer der Stiftung, welcher über 20 Jahre das Hotel Schweizerhof Luzern als Direktor und CEO führte. Aktuell (2026) leben noch sieben Schwestern von ehemals über 50 Nonnen (1966).
Äbtissinnen (Auswahl) Maria Euphrosyna Widmer, 1614–1643 Maria Lidwina Dulliker, 1647–1674, Abschluss des «Beichtigerhandels» Maria Rosalia Regina Rusconi, 1740–1758
Literatur Äbtissin und Konvent (Hrsg.): Das Gotteshaus zu U. L. Frau und St. Katharina in Obereschenbach. Teutsch, 1910. Franz Gross-Weltert, Lothar Emanuel Kaiser: Eschenbach/Luzern. Zisterzienserinnenkloster und Pfarrkirche. Emmenbrücke 2010. Hanspeter Marti: Die Zisterzienserinnenabtei Eschenbach von den Anfängen bis zur Gegenwart [historiographische Skizze des Forschungstandes]. In: Cistercienser Chronik 126 (2019), S. 17–39. Sr. M. Ruth Nussbaumer OCist: Textilkunst zwischen Luxus und Askese. Ein Einblick ins textile Arbeiten im Kloster Eschenbach (Luzern) Schweiz. In: Cistercienser Chronik 133 (2026), S. 247–250.
Siehe auch Liste der Kulturgüter in Eschenbach LU
Weblinks
Website des Klosters Eschenbach
Einzelnachweise
Eschenbach Eschenbach Kategorie:Zisterzienserinnenkloster in der Schweiz Kategorie:Kulturgut von nationaler Bedeutung im Kanton Luzern Kategorie:Sakralbau im Kanton Luzern Kategorie:Eschenbach LU