mini|Nahaufnahme (oberes Bilddrittel) von den Finknetzen der Victory.Die Victory besteht kaum noch aus Originalteilen, folglich handelt es sich bei den hier abgebildeten Finknetzen auch um eine Replik Gut zu erkennen der innere und äußere Aufbau des Netzes mit Zwischenraum mini|Rechte Bildhälfte: Finknetz der Constitution Ein Finknetz (auch Schanznetz) ist ein Netz aus traditionell geteertenüberliefert ist mit Leinöl verdünnter Stockholmteer Leinen auf einem historischen Segel(kriegs)schiff, das oftmals an einem Tau, der sogenannten Regelingsleiter,auch Regelingsleier, beides nach Bobrik auf dem Schanzkleid angebracht ist. Dieses Tau ist oftmals durch die Regelingsstützen, die oben eine Öse haben, hindurchgezogen – es hält das Finknetz somit von oben stramm. Das Finknetz besteht dabei aus einem inneren und einem äußeren Teil. Zu früheren Zeiten waren zwischen beiden Netzteilen bei gutem Wetter die Hängematten zum Auslüften eingelagert.nach Münchener Mittwochs- und Sonntagsblatt Im Gefecht wurden die Hängematten dann zusammengerollt in den Zwischenraum beider Finknetzteile gestopft und erfüllten somit eine Art Brustwehr.nach Bobrik, nach Münchener Mittwochs- und Sonntagsblatt Dieses bot somit einen relativen Schutz vor Streufeuer aus den Marsen und war zudem auch ein Splitterschutz.nach Bobrik Oftmals wurde noch ein Segeltuch über das Finknetz gespannt, sodass auch eine Sichtschutzfunktion gegeben war.

Als Finknetz wird in anderen Quellen auch ein Kasten oberhalb des Schanzkleides bezeichnet, in dem Hängematten gelagert werden.so angeführt im Brockhaus Dieser Kasten war oftmals aus Holz. Wurde er allerdings bei feindlichem Beschuss durch eine Kanonenkugel getroffen, zersplitterte er und konnte für die eigene Mannschaft ein erhebliches Verletzungsrisiko darstellen, so dass der Leinennetzvariante oder einem Kasten aus „Eisenblech“ der Vorzug gegeben wurde.Johannes Ziegler: Das Archiv für Seewesen. Band 2. S. 237 f.; google.de/books

Anmerkungen

Literatur Münchener Mittwochs- und Sonntagsblatt für den gebildeten und bildungsfähigen Landmann in Baiern und in Deutschland überhaupt. 1. Band. München 1807, S. 249 f.; . Eduard Bobrik: Allgemeines nautisches Wörterbuch mit Sacherklärungen. Leipzig 1850, S. 287; .

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