Die Lištica [] ist ein Fluss in der Herzegowina, im Südwesten des Staates Bosnien und Herzegowina und der zweitkälteste Fluss in Europa. (Abruf am 1. September 2012)
Lauf Nach dem Austritt aus einer ersten Quelle im Čabulja-Gebirge heißt der Fluss im oberen Lauf Jasenica,Vjekoslav Klaić: Bosna. Matica Hrvatska, Zagreb 1878, S. 53. nimmt ab dem Zusammenschluss mit einer zweiten eigentlichen Quelle (Flurname: Borak) in Široki Brijeg den Namen Lištica an, um nach dem Verschwinden in einem Sickerloch (kroatisch: ponor) im ehemaligen Sumpfgebiet Mostarsko Blato, unterirdischem Lauf und Wiederauftreten bei Mostar, wiederum den Namen Jasenica anzunehmenI. F. Jukić (Hrsg.): Bosanski prijatelj : Časopis sadržavajući potrebite, koristne i zabavne stvari. 3. Bd. Zagreb 1861, S. 30. und in die Neretva zu münden.
Die Lištica hat den folgenden ursprünglichen natürlichen Lauf:
Wirtschaft mini|250px|Die Lištica in Široki Brijeg Im Jahr 1868 errichteten die Franziskaner des Klosters von Široki Brijeg, an der Lištica eine Wassermühle sowie 1934 ein kleines Wasserkraftwerk, das die Stadt erstmals mit Strom versorgte.Marko Plešnik: Bosnien und Herzegowina : Unterwegs zwischen Adria und Save. 4. Auflage. Trescher Verlag, Berlin 2012, ISBN 978-3-89794-224-0, S. 254. Im Februar 1945 wurde die Wassermühle einer der Tatorte des Massakers von Široki Brijeg.
Aufgrund des niedrigen Grundwasserspiegels und des fehlenden Ausbaus des Wasserleitungssystems, werden noch heute private Zisternen umliegender Dörfer mit dem Wasser der Lištica versorgt. Dafür wird das Wasser direkt an der Quelle in Tankwagen abgefüllt und zum Abnehmer transportiert, um als Trinkwasser Verwendung zu finden.
Sonstiges Die Stadt Široki Brijeg wurde 1953 nach dem Fluss in Lištica umbenannt, damit der Name Široki Brijeg nicht mehr an die zeitweise Niederlage und die hohen Verluste der Tito-Partisanen in den Kämpfen um die Stadt und Region am Ende des Zweiten Weltkriegs und das örtliche Massaker erinnern konnte.Ivan Dugandžić: O nastanku grada Širokoga Brijega. In: Sto godina nove crkve na Širokom Brijegu. Građevinski fakultet Sveučilišta, Mostar 2006, ISBN 9958-9170-4-1, S. 201. Nach dem Ende Jugoslawiens erhielt die Stadt im Jahr 1991 ihren ursprünglichen Namen zurück.
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise
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