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mini|420px|Blick auf Viechtach
Ensembles Ensemble Stadtplatz miniatur|Stadtplatz Viechtach Das Ensemble umfasst den Stadtplatz, der sich als Kern einer Marktsiedlung des 13. Jahrhunderts in den zwei Flügeln eines L-förmigen Grundrisses an der Kreuzung der „Pfahlhochstraße“ (Deggendorf–Paterzell–Cham) mit dem „Bayerweg“ (Salzweg über St. Englmar nach Prag) bildete. Viechtach, das auf die Rodungstätigkeit der Grafen von Bogen im 11. Jahrhundert zurückgeht, wurde im 12. Jahrhundert durch die Ansiedlung von Ministerialen Verwaltungsmittelpunkt und zwischen 1242 und 1301 zum Markt erhoben. Die ebenfalls im 12. Jahrhundert schon bestehende Pfarrei war 1233 durch Graf Albert IV. von Bogen an sein Hauskloster Windberg übergeben worden, das bis 1616 durch einige Chorherrn die Seelsorge ausübte und bis spätestens 1590 den seltenen Wechsel von einem Marienpatrozinium in das des Ordenspatrons St. Augustinus herbeiführte. Die stattlichen Ausmaße der spätbarocken Pfarrkirche, die zusammen mit der weitläufigen Pfarrhofanlage den östlichen, weithin sichtbaren Abschluss des Stadtplatzes bildet, sind sichtbarer Ausdruck einer der bestbegüterten Kirchenstiftungen des Bayerischen Waldes: das Gotteshaus Viechtach war mit 19 7/8 Hofeinheiten der viertgrößte Grundherr des Landgerichts, gefolgt vom Pfarrhof Viechtach mit 18 5/8 Hofeinheiten. – Die heutige, fast geschlossene Bebauung des Platzes mit bürgerlichen Giebel- und Traufseithäusern des 18. bis 20. Jahrhunderts sowie einem Walmdachbau tradiert wenigstens den mittelalterlichen Grundriss, nachdem zahlreiche Brände den Bestand jener Zeit immer mehr verringert haben. An den Ecken werden die Hauptstraßen eingeführt, die im Nordosten, Norden und Nordwesten vom Tal des Schwarzen Regen herauf ansteigen. Im inneren Eckwinkel steht als architektonischer Angelpunkt das Rathaus aus dem 17. Jahrhundert. Aktennummer: E-2-76-144-1.
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Anmerkungen
Literatur
Weblinks
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Einzelnachweise
! Viechtach Baudenkmaler Viechtach