mini|Anteil an Islamanhängern in London, Zensus von 2011 Londonistan ist eine abwertende Bezeichnung für die britische Hauptstadt London und die Tolerierung der Präsenz von verschiedenen islamistischen Gruppen in London und anderen Städten Großbritanniens durch die britische Regierung, solange jene ihre radikalen Kampagnen und Terroraktivitäten außerhalb der britischen Insel durchführten.

Der Ausdruck ist eine Ableitung aus dem Städtenamen „London“ mittels des persischen Suffix „-stan“. Der Begriff wurde in einer Reihe von Publikationen verwendet, darunter von der New York Times, Vanity Fair, The Weekly Standard und Londonistan: How Britain is Creating a Terror State Within, einem Bestseller von 2006.Melanie Phillips: Londonistan: How Britain is Creating a Terror State Within, Gibson Square, 2007, ISBN 978-1-903933-90-9 Einer Theorie zufolge geht der Ausdruck auf die Mitte der 1990er Jahre zurück, als französische Beamte so ihren Unmut äußerten über die wachsende Präsenz islamistischer Radikaler in London und die Unfähigkeit der britischen Behörden, dagegen etwas zu unternehmen.Omar Nasiri: Inside the jihad: my life with Al Qaeda: a spy's story, Basic Books, 2006, ISBN 978-0-465-02388-2, S. 16BBC: What’s the risk to London?, 8. September 2005, abgerufen am 30. August 2012

In mehreren internationalen Leitmedien wurde nach den Terroranschlägen am 7. Juli 2005 in London der Vorwurf geäußert, dass britische Sicherheitsbehörden jahrelang nicht entschieden genug gegen islamistische Terroristen vorgingen, um sich Frieden im eigenen Land zu erkaufen.The New York Times: For a Decade, London Thrived as a Busy Crossroads of Terror, 10. Juli 2005, abgerufen am 30. August 2012Le Figaro: Les limites du cynisme britannique, 18. Juli 2005

Ludwig W. Adamec merkt an, dass westliche Regierungen islamistische Gruppen in ihren Ländern ermutigten, Unruhe zu schüren und den bewaffneten Kampf gegen den Kommunismus zu führen, wobei der Druck aus dem Ausland und der 11. September dies geändert hätten. Das Terrorismusgesetz von 2000 (Terrorism Act 2000) und das Gesetz zu Antiterrorismus, Verbrechen und Sicherheit von 2001 (Anti-terrorism, Crime and Security Act 2001) erlaubten es der Regierung, Personen ohne Anklage zu verhaften, wenn ihre Anwesenheit im Vereinigten Königreich als „dem öffentlichen Wohl nicht förderlich“ angesehen wird."Londonistan", in: Ludwig W. Adamec: Historical Dictionary of Islam. Second Edition. (Historical Dictionaries of Religions, Philosophies, and Movements, No. 95) The Scarecrow Press 2009, S. 194 f. (die 1. A. war 2001 erschienen) Siehe auch USA PATRIOT Act.

Einzelnachweise

Weblinks Daily Telegraph: Why France lived in fear of 'Londonistan' London Review of Books: In the Streets of Londonistan New Statesman: Why the French call us Londonistan Combating Terrorism Center der US-Armee: The Changing Scene in Londonistan

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