Harald Leitherer (* 18. April 1953 in Schweinfurt; † 5. August 2026 ebenda) war ein deutscher Politiker (ehemals CSU). Er war vom 1. Februar 1995 bis zum 31. Januar 2013 Landrat des Landkreises Schweinfurt.

Leben Nach seinem Abitur 1972 am Celtis-Gymnasium in Schweinfurt leistete er seinen Wehrdienst bei der Luftwaffe ab. Danach studierte er Rechtswissenschaften an der Universität Würzburg. Nach Ablegung des Zweiten juristischen Staatsexamens 1983 arbeitete er als Rechtsanwalt. 1994 wurde er erstmals zum Landrat gewählt. In diesem Amt wurde er 2000 und 2006 bestätigt.

Harald Leitherer war Schatzmeister der CSU Unterfranken.

Bei der Landratswahl im September 2012 unterlag Leitherer seinem Herausforderer Florian Töpper (SPD), der auch von Bündnis 90/Die Grünen als Kandidat nominiert wurde. Leitherers Amtszeit endete am 31. Januar 2013.

Im Juli 2018 trat er nach 49 Jahren aus der CSU aus. Als Gründe hierfür nannte er, dass er die CSU auf dem Weg zu einer „populistischen“ Partei sehe. Zudem kritisierte er den Umgang Horst Seehofers mit Bundeskanzlerin Angela Merkel. Dieses sei „völlig unerträglich“. Seehofer warf er zudem ein „Persönlichkeitsdefizit“ vor.

Harald Leitherer verstarb am 5. August 2026 im Alter von 73 Jahren in seiner Geburtsstadt Schweinfurt. Er lebte seit 1972 in Schwebheim, war geschieden und hatte drei Kinder.

Einzelnachweise

Kategorie:Landrat (Landkreis Schweinfurt) Kategorie:CSU-Mitglied Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1953 Kategorie:Gestorben 2026 Kategorie:Mann