Will Workman (* 1979 in Frankfurt am Main) ist ein amerikanisch-britischer Theaterschauspieler.
Leben Workman ist der Sohn eines US-amerikanischen Opernsängers und einer britischen Balletttänzerin. Er wurde in Frankfurt geboren, wuchs in Hamburg auf und besuchte eine Waldorfschule, an der er erste schauspielerische Erfahrungen, etwa in Arthur Millers Hexenjagd, sammelte. Früh erhielt er Klavier- und Geigenunterricht. In seiner Schulzeit war er auch Leistungsturner und nahm an Deutschen Meisterschaften teil. Er spielt seit seinem sechsten Lebensjahr Geige und Klavier. Weitere Instrumente wie Gitarre und Bass folgten.
Workman studierte an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg und schloss sein Studium 2002 mit dem Schauspieldiplom ab. Er trat in Hamburg im Thalia Theater, im Deutschen Schauspielhaus, im Ernst Deutsch Theater sowie am Theater Lüneburg und bei den Festspielen in Jagsthausen auf. In dem Spielfilm Make My Day (2004) von Henrike Goetz übernahm er die Rolle des Chad. Eine weitere Rolle hatte er in dem Kurzfilm Adam & Aisha (2004). Außerdem wirkte er in der Fernsehserie Bella Block (2003), in dem Kurzfilm Adam & Aisha (2004) und in dem Fernsehfilm Stürmische Zeiten (2008) mit.
2007 ging er zum Theater Lübeck, dessen Ensemble er seither angehört. Seine erste Rolle war dort die des Lebemanns Christian Buddenbrook nach dem Roman von Thomas Mann. Er spielte den „Puck“ in Ein Sommernachtstraum und den „Lopachin“ in Tschechows Der Kirschgarten. In der Spielzeit 2012/2013 gab er unter anderem den „Rocky“ in The Rocky Horror Show.
Will Workman ist seit der Spielzeit 2007/08 festes Ensemblemitglied am Theater Lübeck. Dort spielte er zahlreiche prägende Rollen, darunter Hamlet in Shakespeares gleichnamiger Tragödie, Woyzeck in Büchners „Woyzeck“ sowie Rollen in „Die Dreigroschenoper“, „Engel in Amerika“ und „The Rocky Horror Show“. Kritiken hoben besonders seinen intensiven körperlichen Einsatz und seine starke Bühnenpräsenz hervor.
Besondere Aufmerksamkeit erhielt Will Workman für seine Darstellung der Titelrolle in Shakespeares „Hamlet“ am Theater Lübeck (2021, Regie: Pit Holzwarth). Kritiker beschrieben sein Spiel als körperlich intensiv, nervös und existenziell aufgeladen. Hervorgehoben wurden insbesondere sein „voller Körpereinsatz“, seine expressive Bühnenpräsenz sowie die Darstellung eines zwischen Zweifel, Wut und Wahrheitsdrang zerrissenen Hamlet. Die Lübeckischen Blätter bezeichneten Workman als „Spezialist für Verhaltensoriginalität“ und sahen ihn in der Rolle „so überzeugend wie nie“.
Seine Solorolle als Jürgen Bartsch in Bartsch, Kindermörder von Oliver Reese (Regie: Katrin Lindner) wurde als „schauspielerische Meisterleistung“ besprochen.Karin Lubowski: "Bartsch, Kindermörder" in Lübeck, www.shz.de, 23. Januar 2012, abgerufen am 23. Oktober 2018
Ein herausragendes Projekt in Will Workmans Karriere ist der Liederabend My Hometown, in dem er die Songs von Bruce Springsteen interpretiert. In eigenen den Arrangements bringt Workman die Vielschichtigkeit des Rockstars auf die Bühne und erzählt mit großer Intensität von Themen wie Heimat, Familie und dem amerikanischen Traum.
Will Workman lebt mit seiner Frau, die ebenfalls als Schauspielerin tätig ist, und den gemeinsamen Zwillingen in Lübeck.
Literatur Günter Zschacke: Lübecks Schauspielensemble: Will Workman. In: Lübecker Stadtzeitung vom 21. August 2012, S. 6
Weblinks Will Workman Theater Lübeck Kurzbiografie beim Theater Lübeck
Einzelnachweise
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