Steegen ist eine Gemeinde in Oberösterreich im Bezirk Grieskirchen im Hausruckviertel mit Einwohnern (Stand ). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Grieskirchen.
Geografie Steegen liegt auf einer Höhe von 380 bis 500 Meter über dem Meer. Der südliche Teil wird vom Steegenbach, der in die Faule Aschach mündet, entwässert. Durch den Norden fließt der Leitenbach, ebenfalls ein linker Nebenfluss der Aschach. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 4,1 Kilometer, von West nach Ost 6,4 Kilometer. Die Gemeinde hat eine Fläche von dreizehn Quadratkilometer. Davon werden mehr als achtzig Prozent landwirtschaftlich genutzt, zehn Prozent sind bewaldet.
Gemeindegliederung Das Gemeindegebiet umfasst folgende 25 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand ):
Die Gemeinde besteht aus der einzigen Katastralgemeinde Steegen.
Nachbargemeinden
Geschichte Ortsgeschichte Die erste schriftliche Erwähnung des Ortsnamens „Steegen“ erfolgte im 13. Jahrhundert, andere Ortschaften im Gemeindegebiet wurden allerdings schon deutlich früher erwähnt, wie etwa Asing um das Jahr 1190.
Ursprünglich im Ostteil des Herzogtums Bayern liegend, gehörte das Ortsgebiet seit dem 12. Jahrhundert zum Herzogtum Österreich. Seit 1490 wird er dem Fürstentum 'Österreich ob der Enns' zugerechnet. Während der Napoleonischen Kriege war der Ort mehrfach besetzt. Seit 1918 gehört der Ort zum Bundesland Oberösterreich. Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum Gau Oberdonau. 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs. Am 6. November 2016 gab es eine Abstimmung ob Steegen mit den Nachbargemeinden Peuerbach und Bruck-Waasen zusammengelegt wird. Die Bewohner von Peuerbach und Bruck-Waasen stimmten mehrheitlich dafür, die Bewohner von Steegen mehrheitlich dagegen. Somit bleibt Steegen weiterhin eigenständig.OÖ: Zwei Gemeinden fusionieren orf.at, 6. November 2016, abgerufen am 6. November 2016.
Einwohnerentwicklung
1991 hatte die Gemeinde laut Volkszählung 1246 Einwohner, 2001 dann 1121 Einwohner. Danach folgte ein Bevölkerungseinbruch der 2025 fast wieder neutralisiert wurde.
Kultur und Sehenswürdigkeiten mini|Schloss Steegen Schloss Steegen
Wirtschaft und Infrastruktur Wirtschaftssektoren In den Jahren 1999 bis 2010 nahm die Anzahl der landwirtschaftlichen Betriebe von 84 auf 65 ab. Im Jahr 2010 gab es 33 Haupterwerbsbauern, diese bewirtschafteten zwei Drittel der Flächen. Im Produktionssektor waren drei Viertel der Erwerbstätigen im Bereich Herstellung von Waren und ein Viertel im Baugewerbe beschäftigt. Der mit Abstand größte Arbeitgeber des Dienstleistungssektors war mit 279 Mitarbeitern der Bereich soziale und öffentliche Dienste.
WirtschaftssektorAnzahl BetriebeErwerbstätige2011200120112001Land- und Forstwirtschaft 1)65845089Produktion139408274Dienstleistung2911307238 1) Betriebe mit Fläche in den Jahren 2010 und 1999
Arbeitsmarkt, Pendeln Im Jahr 2011 lebten 519 Erwerbstätige in Steegen. Davon arbeiteten 138 in der Gemeinde, beinahe drei Viertel pendelten aus. Von den umliegenden Gemeinden kamen 627 Menschen zur Arbeit nach Steegen.
Verkehr Die wichtigste Straßenverbindung ist die Eferdinger Straße B129.
Heizwerk mini|Biomasse-Heizwerk Steegen
Im Jahr 2012 wurde ein Biomasse-Heizwerk errichtet, wodurch jährlich 280.000 Liter Heizöl gespart werden können.
Politik
Gemeinderat Der Gemeinderat hat 13 Mitglieder. Mit den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in Oberösterreich 1997 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 12 ÖVP, 4 SPÖ und 3 FPÖ. (19 Mandate) Mit den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in Oberösterreich 2003 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 13 ÖVP, 5 SPÖ und 1 FPÖ. (19 Mandate) Mit den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in Oberösterreich 2009 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 11 ÖVP, 4 SPÖ, 2 FPÖ und 2 GRÜNE. (19 Mandate) Mit den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in Oberösterreich 2015 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 6 ÖVP, 3 FPÖ, 2 SPÖ und 2 GRÜNE. (13 Mandate) Mit den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in Oberösterreich 2021 hat der Gemeinderat folgende Verteilung: 7 ÖVP, 3 FPÖ, 2 SPÖ und 1 GRÜNE. (13 Mandate)Wahl Oberösterreich 2021 orf.at
Bürgermeister Bürgermeister seit 1850 waren:
Wappen 60px|rechts
Blasonierung: „In Grün drei silberne, eins zu zwei gestellte Hufeisen, darüber ein goldener, erhöhter, schräglinker Steg.“ Das 1989 verliehene Gemeindewappen symbolisiert mit dem schräggestellten Steg den Ortsnamen. Die drei Hufeisen entstammen dem Wappen der Eisterer, die einst Besitzer des Steegerhofes, des ehemaligen Schlosses Steegen, waren. Gleichzeitig verweisen sie auf die landwirtschaftliche Prägung der Gemeinde.Herbert Erich Baumert: Die Wappen der Städte, Märkte und Gemeinden Oberösterreichs, 8. Nachtrag (1988–1991). In: Oberösterreichische Heimatblätter. Heft 3, 1992, S. 299 (). Die Gemeindefarben sind Grün-Gelb.
Persönlichkeiten
Söhne und Töchter der Gemeinde Johann Nepomuk Eisterer (1854–1931), Landtags- und Reichsratsabgeordneter
Mit der Gemeinde verbundene Persönlichkeiten Josef Limberger (* 1958), Autor und Fotograf Reinhold Entholzer (* 1959), ehemaliger Politiker (SPÖ), Landesrat (öffentlicher Verkehr, Soziales), Landeshauptmannstellvertreter
Literatur Herbert Lehner: Unser Steegen. Gemeinde Steegen, Peuerbach 2020. Naturraumkartierung Oberösterreich. Landschaftserhebung Gemeinde Steegen. Endbericht. Gutachten Naturschutzabteilung Oberösterreich. 2008, S. 1–48 ().
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Einzugsgebiet Aschach (Innbach)