Walter August Wahl (* 8. Oktober 1879 in Viborg; † 18. Oktober 1970 in Helsingfors) war ein finnischer Geochemiker und Mineraloge.

Leben und Wirken Walter Wahl war das Kind von Bertha Paulina Wahl (geborene Holstius) und Carl August Wahl. Er machte das Abitur (schwedisch studentexamen) 1897 am schwedischsprachigen Gymnasium Nya svenska läroverket (heute Gymnasiet Lärkan) in Helsingfors (Helsinki). Danach studierte er an der Universität Helsinki, wo er 1903 seinen Abschluss als „Kandidat der Philosophie“ erhielt und 1908 promoviert wurde.https://ylioppilasmatrikkeli.fi/1853-1899/henkilo.php?id=25712 Ylioppilasmatrikkeli 1853–1899 : Walter August Wahl (finnisch)

Von 1918 bis 1924 war er Professor für Chemie an der Åbo Akademi und von 1937 bis 1946 persönlicher außerordentlicher Professor an der Universität in Helsinki.Pekka Pyykkö: Luettelo Suomen kemian professoreista 1761–2000 (Übersicht über die finnischen Chemieprofessoren 1761–2000). Er führte in Finnland als erster isotopenchemische Untersuchungen in die Geologie ein.

Er benannte 1925 Wiborgit, eine Rapakiwi-Granit-Variante.F. Y. Loewinson-Lessing, E. A. Struve, 1937, S. 64. In der Erforschung des kristallinen Grundgebirges Finnlands arbeitete er mit William Ramsay zusammen. Neben Petrographie befasste er sich mit der Untersuchung chemischer Substanzen bei hohem Druck und tiefer Temperatur. Er interessierte sich auch für Meteorite und hatte eine eigene Sammlung von rund 100 Exemplaren, die er dem Museum der Universität Helsinki vermachte.

Schriften (Auswahl)

Literatur

Einzelnachweise

Kategorie:Mineraloge Kategorie:Geochemiker Kategorie:Chemiker (20. Jahrhundert) Kategorie:Hochschullehrer (Åbo Akademi) Kategorie:Hochschullehrer (Universität Helsinki) Kategorie:Finne Kategorie:Finnlandschwede Kategorie:Geboren 1879 Kategorie:Gestorben 1970 Kategorie:Mann