mini|Jarreth Merz (Mai 2011) Jarreth J. Merz (* 1. Mai 1970 in Zürich) ist ein Schweizer Film- und Theaterschauspieler sowie Filmregisseur.

Leben Jarreth Merz wurde als Sohn eines nigerianischen Vaters und einer deutschen Mutter geboren. Über einen kurzen Aufenthalt in Deutschland, wo Merz von 1980 bis 1981 in Hamburg lebte, kehrte die Familie Merz 1981 in die Schweiz zurück. Nach der Matura im Jahr 1990, absolvierte er ein Schauspielstudium an der European Film Actor School in Zürich. 1992 zog er nach New York City, wo er im Herbert Berghof Studio sein Studium fortsetzte, und gleichzeitig Kurse an der New York University belegte.

1996 zog Merz nach Deutschland, wo er in Berlin ein neues Zuhause fand. In Deutschland begann auch seine Karriere als Schauspieler. So stand er 1998 im Kriminalfilm Fake – Die Fälschung an der Seite von Martin Umbach und Herbert Feuerstein erstmals vor der Kamera. 2001 verkörperte er in Taking Sides – Der Fall Furtwängler einen US-amerikanischen Soldaten. Seit 2003 lebt Merz erneut in den USA, dieses Mal in Los Angeles.

Neben einer kleinen Gastrolle in der Fernsehserie Emergency Room – Die Notaufnahme im Jahr 2003 bekam Merz 2004 seine bis dato wohl bekannteste Rolle. In Mel Gibsons kontrovers diskutierter Bibelverfilmung Die Passion Christi stellte er Simon von Cyrene dar, jenen Mann, der Jesus von Nazaret beim Tragen des Kreuzes hilft.

2005 versuchte es Merz als Filmproduzent. Er gründete The Cell Film Production, die jedoch nur einen Film, den 15-minütigen Kurzfilm Nightshift produzieren sollte. 2006 gründete er zusammen mit seinem Bruder Kevin Urban Republic Films. 2009 produzierte die Firma The Soul of Ashanti, einen 60-minütigen Dokumentarfilm, dessen Handlung in Ghana angesiedelt ist, und bei dem Jarreth Merz auch sein Debüt als Filmregisseur gab. 2010 produzierte er zusammen mit seinem Bruder Kevin den Dokumentarfilm An African Election inkl. Regietätigkeit.

Im Film Die Odyssee (The Odyssey) von Christopher Nolan verkörperte er 2026 den Seher Leodes.

2026 wurde bekannt, dass Merz am Jugendfilm Chum, mir haued ab, eine Liebesgeschichte zwischen zwei Teenagern, arbeitet. Der Spielfilm soll 2028 in die Kinos kommen.

Jarreth Merz spricht drei Sprachen fließend, Deutsch, Englisch und Schweizerdeutsch; auch hat er bereits in Französisch, Spanisch und Italienisch sowie in Aramäisch gedreht.

Filmografie (Auswahl) 1997: Proppelerblume, Rolle: Jeff 1999: Fake – Die Fälschung, Rolle: Polizist 2001: Taking Sides – Der Fall Furtwängler (Der Fall Furtwängler), Rolle: Soldat 2003: Emergency Room – Die Notaufnahme, 9. Staffel, 3 Episoden, Rolle: Charles 2004: Die Passion Christi (The Passion of the Christ), Rolle: Simon von Zyrene 2006: Alibi – Ihr kleines schmutziges Geheimnis ist bei uns sicher (The Alibi), Rolle: Quiet Man (Auftragskiller) 2009: The Soul of Ashanti, Regie 2010: Länger Leben, Rolle: Hassan 2010: An African Election, Dokumentarfilm, Regisseur und Produzent 2012: The Haunting of Helena, Rolle: Robert 2015: Homeland (Fernsehserie, Episode 5x06), Rolle: Hajik Zayd 2016: Der junge Messias (The Young Messiah), Rolle: Vater von Eleazar 2016: MacGyver, 1. Staffel, 1 Episode, Rolle: Eric Wexler

2016: Ben Hur (Ben-Hur), Rolle: Flores 2017: Grain – Weizen, Rolle: Viktor Rerberg 2018: Six, 2. Staffel, 2 Episoden, Rolle: Amir Hatim Al-Muttaqi 2018: Titans 1. Staffel, 1 Episode, Rolle: The Acolyte 2019: Ein Fall für Dr. Abel, 2 Episoden, Rolle: Lars Moewig 2022: The Royal Nanny, Rolle: Price 2022: Tom Clancy’s Jack Ryan, 3. Staffel, Rolle: Tom Pavlok 2022: Infiniti, Rolle: Mason 2023: Dogman, Rolle: Theaterdirektor 2023: Tatort: Blinder Fleck, Rolle: Ken Rumpf 2024: Those About to Die, Rolle: Dacia 2026: Die Odyssee (The Odyssey), Rolle: Seher Leodes

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Einzelnachweise

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