mini|Amewu während eines seiner Auftritte im September 2017 in Vöcklabruck, Österreich Amewu (* 1983 in West-Berlin; bürgerlich Amewu Nove)Artikel auf magnet-club.de ist ein deutscher Hip-Hop-Künstler aus Berlin.

Bezeichnend für Amewus Rap-Stil ist eine Mischung aus inhaltlich tiefgründigen Texten und anspruchsvoller Rap-Technik mit oft schnell gesprochenen Texten.

Herkunft Amewu ist das Kind einer Deutschen und des Ghanaers Sam Atsu Nove, der zum Studieren nach Deutschland kam.Amewu über Rap als Identifikationsraum für schwarze Menschen, ZDF, abgerufen am 27. November 2025. Amewus ghanaischer Vorname entspringt der Sprache EweAmewu im Interview im Podcast ThemaTakt und bedeutet gemäß Amewus eigener Aussage so viel wie „Der Mensch ist keine Ware“, „Ein Mensch ist nicht verkäuflich“ oder „Ein Menschenleben wiegt mehr als Gold“.Songtext des Liedes Amewuga von Amewu, veröffentlicht 2022 Sein Stiefvater kommt aus Nigeria. Amewu hat einen Bruder.

Er ist in Berlin-Charlottenburg geboren und aufgewachsen und machte dort nach einem Schulwechsel, mit welchem er nach eigener Aussage einem Rauswurf zuvorkam, an der Anna-Freud-Oberschule sein Abitur mit Schwerpunkt Englisch und Psychologie.Amewu im Interview im Podcast ThemaTakt, Minute 10 Danach studierte er „Kultur & Technik“ mit Kernfach Philosophie.

Künstlerischer Werdegang In früheren Freestyle-Veranstaltungen verwendete er unter anderem auch den Künstlernamen Halbgott.

Sowohl Amewus erstes Album Entwicklungshilfe aus dem Jahr 2009 als auch sein zweites Album Leidkultur aus dem Jahr 2012 erhielt größtenteils äußerst positive Rezensionen. Ab 2012 oder 2013 folgte eine Phase von etwa sechs bis sieben Jahren, in denen er keine neue Solo-Musik veröffentlichte und der Öffentlichkeit lediglich durch Features, Konzerte und Interviews präsent blieb, kaum aber durch Social-Media-Kanäle, welche er noch nie häufig nutzte. Diese Phase begründete er in einer Erklärung vom 1. Mai 2019 unter anderem mit einer intensiven Auseinandersetzung mit psychischen Problemen, welche ihn schon länger plagen würden, einem Zuviel an Reaktionen und Erwartungen der Hörer seiner Musik und der Tatsache, dass er die Musik primär für sich selbst veröffentlicht hätte und „nicht unbedingt daran interessiert war, der neue Rapstar zu sein, den jeder kennt.“ Diese Phase ohne Veröffentlichung endete am 10. Mai 2019 mit der Veröffentlichung des Songs Blut. Am 25. Oktober 2019 erschien der Song Skalp. Am 17. Juli 2020 veröffentlichte er unter dem Titel „2009–2013“ weitere Tracks, die aus den Jahren 2009 bis 2013 stammen und bis zu dieser Veröffentlichung lediglich inoffiziell auf YouTube und ähnlichen Plattformen kursierten, darunter Der Gedanke der Tat featuring Chefket und Democrazy. Im November 2021 erschien die Single „Amewuga“ und am 28. Januar 2022 folgte ein neues Soloalbum namens „Haben oder Sein“, das Platz 8 der deutschen Albumcharts und Platz 2 der deutschen Hip-Hop-Charts erreichte.

Produziert wurde seine Musik vom Musiklabel Edit entertainment, auf dem weitere Berliner Rapper, u. a. Team Avantgarde, Gris, Meyah Don und Zenit, ihre Musik veröffentlichten, bis zu seinem Austritt aus dem Label Mitte der 2010er Jahre. Seitdem veröffentlicht er ohne Label.Erklärung von Amewu vom 1. Mai 2019, veröffentlicht als Facebook-Beitrag

Amewu Nove spielte in der Theaterproduktion Rückkehr nach Reims der Schaubühne Berlin einen Tonproduzenten und sich selbst. Inhaltlich referiert seine Figur dort über rassistische Erfahrungen in Deutschland.

Diskografie

Alben 2009: Entwicklungshilfe (Edit Entertainment) 2012: Leidkultur (Edit Entertainment) 2020: 2009–2013 (Eigenproduktion) 2022: Haben oder Sein (Amewuga)

EPs 2011: Fenster zur Sprache (Eigenproduktion)

Singles 2011: Der Gedanke der Tat (mit Chefket) 2019: Blut 2019: Skalp 2020: Lisas Migräne 2021: Amewuga (mit Oga Beats) 2021: Haben oder Sein (mit Ghanaian Stallion) 2022: Plastikstrand

Gastbeiträge 2007: Talent, erschienen auf Der Komponist von Keyza Soze 2010: Tightrope, erschienen auf 2000 - 2010 von Farbeon 2012: Futter Erde, erschienen auf Terroristen Volk von Snowgoons 2013: Easy come, easy go, erschienen auf Guter Tag von Chefket 2014: Kämpfen, erschienen auf Return von Long Lost Relative 2014: Wenngleich zuweilen, erschienen auf Lila Samt von Sookee 2014: Horizont, erschienen auf Le Gruyère von Trommel Tobi 2014: Winterkind, erschienen auf Le Gruyère von Trommel Tobi 2015: Bhūmi, erschienen auf XX EP von Long Lost Relative 2015: Aveugles, bavards et sourds, erschienen auf Indigo von Elom 20ce 2016: Wart ma, erschienen auf Freiflug von Herr von Grau 2016: Utopie, erschienen auf Erwartungen von Team Avantgarde 2016: Warten auf die Sonne, erschienen auf Für einen Moment perfekt von Kobito 2017: Geschichtsunterricht, erschienen auf Platz an der Sonne von BMSG 2017: Liedschatten, erschienen auf Ult7ma von Cr7z 2018: Es ist soweit, erschienen auf Mula 4 Life von Sonne Ra 2018: Dope, erschienen auf Eh Olo von Sonne Ra 2019: Alles was ich hab (Single), erschienen auf Berliner Negritude von Musa, erschienen auf Urban Tree Music 2019: Oder vier/zwölf, erschienen auf 12 Jahreszeiten von Horst Wegener 2019: Ich weiß alles, erschienen auf The J0urney M1xtape von LMNZ 2021: Einzelkampf, erschienen auf Wenns am schönsten ist (Live) von Sookee 2021: Live & Direct, erschienen auf 21 von Megaloh 2022: Kommt vor, erschienen auf Maggo Lebt von Mädness 2022: Atemlos, erschienen auf Troll von MUSA und Oga Beats

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Einzelnachweise

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