mini|hochkant|Epitaph im Frankfurter Dom Ludwig Karl von Lameth, französisch Louis Charles Comte de Lameth (* 20. Oktober 1723; † 12. Mai 1761 in Frankfurt am Main)Henry de Woelmont: Notices généalogiques, Band 4, 1928 Scan zu den Lebensdaten war ein französischer Maréchal de camp und Generalquartiermeister der französischen Besatzungstruppen in Frankfurt, während des Siebenjährigen Krieges.
Leben und Wirken
Der Offizier entstammte einer alten Adelsfamilie aus der Picardie und war der Sohn des Henri-Louis Marquis von Lameth sowie dessen Gattin Josèphe-Françoise Le Fournier de Wargemont.Genealogische Webseite zu den Eltern
1751 heiratete er Thérèse de Broglie,Jean-Baptiste-Pierre Courcelles: Histoire généalogique et héraldique des pairs de France, Paris, 1826, Seite 88 Scan aus der Quelle Tochter des französischen Marschalls François-Marie de Broglie.François-Alexandre Aubert de La Chenaye-Desbois: Dictionnaire généalogique, héraldique, chronologique et historique, Paris, 1761, Seite 386 Scan aus der Quelle
Als Mestre de camp und Regimentskommandant (seit 1752) wurde Ludwig Karl von Lameth 1756 mit dem Ritterkreuz des französischen Ludwigsordens ausgezeichnet.Alexandre Mazas: Histoire de l'Ordre royal et militaire de Saint-Louis, Paris 1860, Seite 443; Scan aus der Quelle Am 22. September 1757 erhielt er die Beförderung zum Brigadier des armes du roi, am 20. Februar 1761 zum Maréchal de camp.
Im Siebenjährigen Krieg war Frankfurt, trotz Neutralität, von 1759 bis 1763 französisch besetzt. Zu dieser Zeit fungierte Lameth als Generalquartiermeister der französischen Truppen am Niederrhein, mit Sitz in Frankfurt.Eduard Maria Oettinger: Moniteur des dates, Dresden, 1867, Seite 93 Scan aus der Quelle Oberkommandierender der dortigen Franzosen war Victor-François de Broglie, Lameths Schwager, mit dem zusammen er im Frankfurter Palais Thurn und Taxis residierte.
Tod und Begräbnis
Hier starb Ludwig Karl von Lameth er am Morgen des 12. Mai 1761, kurz nach 7 Uhr, am „Hitzigen Fieber“, was eine alte Bezeichnung für Typhus ist.Zur Bedeutung von: Hitziges Fieber Seine Leiche wurde am 13. Mai, in einer Prozession, vom Palais Thurn und Taxis zum Kaiserdom St. Bartholomäus überführt und dort unter großer Feierlichkeit nach katholischem Ritus beigesetzt. Ordinari Münchner Zeitungen, Nr. LXXXI, vom 21. Mai 1761 (Blatt 321 und 322 des Jahrgangs); Scan aus der Quelle, zu Todesumständen und Beisetzung Im Dom wurde ihm ein kunstvolles Marmorepitaph mit Portraitmedaillon gesetzt, das eine lateinische und eine französische Grabinschrift trägt. Der Frankfurter Bildhauer Johann Daniel Schnorr (1717–1784) hat es geschaffen.
Nachkommen General Charles de Lameth (1757–1832) und dessen Bruder Alexandre de Lameth (1760–1829) waren seine Söhne, auf deren Erziehung und Werdegang er aber wegen seines frühen Todes kaum Einfluss hatte.
Literatur Elsbeth de Weerth: Die Ausstattung des Frankfurter Domes. Kramer, Frankfurt am Main 1999, S. 221, ISBN 3-7829-0498-2 (Ausschnitt aus der Quelle).
Weblinks Genealogische Seite zur Familie de Lameth; Ludwig Karl von Lameth unter Person XV (französisch)
Einzelnachweise
Kategorie:Maréchal de camp Kategorie:Person im Siebenjährigen Krieg (Frankreich) Kategorie:Träger des Ordre royal et militaire de Saint-Louis Kategorie:Franzose Kategorie:Geboren 1723 Kategorie:Gestorben 1761 Kategorie:Mann