mini|Rübleinshofstraße

Rübleinshof ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Burgthann im Landkreis Nürnberger Land (Mittelfranken, Bayern). Rübleinshof liegt in der Gemarkung Oberferrieden.

Geographie Die Siedlung bildet mit Burgthann im Norden eine geschlossene Siedlung. Südlich von Rübleinshof liegt der Ludwig-Donau-Main-Kanal. Die Schleusen 33, 34 und 35 sind als Baudenkmal ausgewiesen. Südöstlich von Rübleinshof befindet sich der geschützte Landschaftsbestandteil Sandgrube bei Heinleinshof und die drei Mantaweiher.

Geschichte In einer Urkunde König Rudolfs von Habsburg aus dem März 1289 wird der Hof erstmals in der Schreibweise "Hube Ryblingen" erwähnt. Der Ortsname dürfte vom ursprünglichen Besitzer des Hofes namens "Ribilo" abgeleitet worden sein.

Im Jahre 1329 ging der Rübleinshof dann in den Besitz des Nürnberger Burggrafen Friedrich III. über. Der römisch deutsche König Friedrich III. belehnt "Heinz Scheit" mit dem "Riblingshof", womit der Hof – obwohl mitten im Gebiet der Markgrafen von Ansbach liegend – zum Besitz der Reichsstadt Nürnberg zählte. In einem Nürnberger Urbar vom 5. Dezember 1464 wird der "Riblingshoffe" als Zeidelgut bezeichnet. Im Jahre 1504 wird der Rübleinshof dem neu gebildeten Nürnberger Pflegamt Altdorf zugeordnet.

Zwar nahm der Rübleinshof im Dreißigjährigen Krieg keinen größeren Schaden, im Rahmen eines Überfalls des Jahres 1627 wurden jedoch Geld und Vieh von marodierenden Soldaten gestohlen. Um das Jahr 1790 zählte man auf dem Zeidelhof 20 Einwohner. Mit den Gemeindeedikten (1808 und 1818) wurde Rübleinshof dem Steuerdistrikt Oberferrieden und der Ruralgemeinde Oberferrieden zugewiesen.

Durch den Bau der Bahnstrecke Regensburg-Nürnberg erhält Rübleinshof – mit Eröffnung der Teilstrecke Nürnberg-Neumarkt und deren Haltestelle am 1. Dezember 1871 – Anschluss an das bayerische Fernbahnnetz. Erst im Jahre 1902 wurde die Haltestelle offiziell in Burgthann umbenannt.

Im Jahre 1936 stand der Gutshof vor der Auflösung. Nach der Parzellierung von Teilen der Hofflächen sollte die Bebauung durch die "Bauträger AG des bayerischen Handwerks" erfolgen. Dieses Vorhaben scheiterte jedoch, so dass der Rübleinshof im Rahmen der Versteigerung im Jahre 1939 durch den Fischbacher Bauunternehmer Georg Silberhorn erworben wurde, der dort zunächst Behelfsheime für im Zweiten Weltkrieg ausgebombte Nürnberger Bürger errichtete. 1951 lässt Silberhorn einige Mietshäuser und im Jahre 1962 eine Gaststätte erbauen. Der Anschluss an die Wasserversorgung Burgthann erfolgte 1952.

Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde Rübleinshof am 1. Januar 1972 nach Burgthann eingegliedert.

Einwohnerzahlen +BerichtsjahrEinwohnerzahl187112192512195026119702681987312 Quelle: Ortsdatenbank

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Ortsteil von Burgthann Kategorie:Ort im Landkreis Nürnberger Land Kategorie:Siedlung (Städtebau) in Bayern