Hank Teufer, gebürtig Uwe Ludwig Teufer (* 3. Juni 1959 in Roßwein, Kreis Döbeln, DDR) ist ein deutscher Schauspieler, Theaterregisseur und Theaterproduzent.

Leben Sein Abitur legte Teufer in Jena ab. Von 1982 bis 1986 studierte er Schauspiel mit Diplom-Abschluss an der Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“. Sein erstes Engagement führte ihn von 1986 bis 1989 ans Gerhart-Hauptmann-Theater Zittau. Im folgenden Jahr wechselte Teufer ans Friedrich Wolf Theater Neustrelitz. 1990 folgte er einem Ruf ans Brandenburger Theater in Brandenburg an der Havel. Parallel gab es Gastspiele am Modernen Theater Berlin, am Berliner Renaissance-Theater, bei den Bad Hersfelder Festspielen und am Staatstheater Schwerin.

Mit dem Märchendramolett Schneewittchen von Robert Walser in der Petrikapelle von Dom zu Brandenburg erfolgte im Juli 2000 Teufers Einstieg in die freiberufliche Tätigkeit als Produzent, Regisseur, Schauspieler und Autor. Im Zuge der Ausdünnung der Brandenburger Kultur- und Theaterlandschaft wurden viele bestehende Ensembles aufgelöst. In Reaktion auf diese kulturpolitische Entscheidung gründete Teufer das event-theater. Dieser zu den freien Theatern im Land Brandenburg zählende gemeinnützige Verein betreibt das Theaterfestival Brandenburger Klostersommer sowie das soziokulturelle Zentrum Fontane Klub mit Kleinkunstbühnen und Programmkino in Brandenburg an der Havel.

Beide Kulturprojekte erhielten unter Teufers Leitung Auszeichnungen wie 2002 den Tourismuspreis des Landes Brandenburg, 2010 den Touristikerpreis der Stadt Brandenburg an der Havel sowie im Jahre 2003 und 2006 das Qualitätsgütesiegel für den Brandenburgischen Tourismus. Im Rahmen des Wettbewerbs Tourismuspreis 2009 des Landes Brandenburg für innovative Dienstleistungen und Marketing wurde das Projekt Brandenburger Klostersommer für den Tourismuspreis 2009 des Landes Brandenburg vom Ministerium für Wirtschaft des Landes Brandenburg nominiert. Im Mai 2011 erhielt das Theater das Zertifikat ServiceQualität Deutschland, Stufe 1.

Hank Teufer hat drei Töchter und einen Sohn. Er ist Mitglied des Lions-Clubs.

Filmografie

1985: Karfunkel und der Taschendieb, Regie: Hubert Kreuz 1986: Weihnachtsgeschichten, Regie: Christa Mühl (Fernsehfilm) 1989: Die ehrbaren Fünf, Regie: Klaus Gendries 1990: Polizeiruf 110: Das Duell, Regie: Thomas Jacob 1991: Polizeiruf 110: Mit dem Anruf kommt der Tod, Regie: Thomas Jacob 1995: Auf Leben und Tod, Regie: Jan Ruziska 1998: Wolffs Revier, Regie: Rolf Liccin 2001: Die Polizistin, Regie: Andreas Dresen

Produktionen

2000: Schneewittchen, Märchendramolett von Robert Walser 2001: Don Juan, Komödie von Molière 2002: Einkehr bei Fontane, literarisch-musikalisches Programm 2003: Mit Rock’n’Roll und Petticoat, Musiktheater von Mandy Fabian 2004: Ein Stück vom Paradies, eine poetische Annäherung von Sylvia Kuckhoff 2004: Rudi Schuricke – oder das Geheimnis des Bernsteinzimmers, Musikkabarett von Eckhard Becker 2005: Das obszöne Werk, kammerpornografische Lesung nach Georges Bataille 2005: Soirée musicale bei Rossini, Potpourri (Musik) 2006: Faust. Eine Tragödie, von Johann Wolfgang von Goethe 2006: Rendezvous mit Lehár, Potpourri 2007: Undine, „SchauOper“ von Hank Teufer nach Friedrich de la Motte Fouqué mit Musik von E. T. A. Hoffmann 2007: Kleine Eheverbrechen, Schauspiel von Éric-Emmanuel Schmitt 2008: Habakuk Schmauch – eine märkische Räuberlegende, von Andreea Clucerescu 2008: Happy Aua, musikalischer Dudelpop-Abend mit Texten von Robert Gernhardt 2009: Dienstags bei Morrie, Schauspiel nach dem gleichnamigen Roman von Mitch Albom (deutsche Erstaufführung) 2009: Habakuk Schmauch und der Ritter Hans von Quitzow, von Thomas Kirchner 2010: Im weißen Rößl, Singspiel von Ralph Benatzky 2010: Walzerkönige, Potpourri 2011: Der Vetter aus Dingsda , Operette von Eduard Künneke 2012: Friedrich Rex Superstar, eine Konzertinszenierung mit Musik von Dmitri Pavlov 2013: Verdi und Wagner, multimediale Operngala; Rosengärten der Musik, nach Oscar Wildes "Die Nachtigall und die Rose", Musiktheater 2014: Der Bettelstudent, Operette von Carl Millöcker; Der Klang der Filme, Musiktheater 2015: Blumenkinder – das Hippiemusical, Musical; Wein, Weib und Gesang, Musiktheater

Regiearbeiten

1998: Über die Verführung von Engeln – Gedichte über die Liebe am, auf und unterm Tisch, hergestellt für die Bad Hersfelder Festspiele 1999: Ostmose – ein Fall für zwei, (Buch und Regie) 1999: dichtGEstücke, nach Gedichten von Robert Gernhardt 2002: Einkehr bei Fontane 2000: Schneewittchen, Märchendramolett von Robert Walser 2005: Soirée musicale bei Rossini 2006: Rendezvous mit Lehár 2008: Fontanes Landpartie 2010: Walzerkönige 2010: Viva Verdi 2011: Bravo Mozart 2012: L'Amore e Puccini 2013: Rosengärten der Musik, nach Oscar Wildes "Die Nachtigall und die Rose", Musiktheater 2014: Der Klang der Filme, Musiktheater 2015: Wein, Weib und Gesang, Musiktheater

Weblinks Hank Teufer Offizielle Webpräsenz Event-Theater event-theater

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