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Ensembles Ensemble Ortskern Triftern mini|Historisches Triftern 1723 mini|Ansicht von Nordosten 2024 Triftern liegt, rings von Hügeln umgeben, im Altbachtal, südlich des Baches, zusätzlich mit einem schmalen Bebauungsstreifen nördlich des Baches. Das Ensemble umfasst den ganzen Ort in seiner spätmittelalterlichen Ausdehnung, gleichzeitig auch die Ortserweiterung nach Westen vom 17.–19. Jahrhundert Kernbereiche sind der ehemalige Bereich Hof Triftern zusammen mit der Pfarrkirche St. Stephan und der südwestlich davon in leichter Krümmung einen Berghang sich hinauf entwickelnde Straßenmarkt vom Typus südostbayerischer Marktplätze des Inntals. Der Edelhof zu Triftern war ein ursprünglich loser Gebäudekomplex hauptsächlich nördlich der Pfarrkirche, aber auch westlich und östlich von ihr und in diesem Bereich auch ummauert. Gegenwärtig wird der ehemalige Hofkomplex noch im sogenannten Weiherhaus, einem barocken Wohngebäude, und dem sogenannten Glaserhaus mit Torbogendurchfahrt sowie durch die Gebäudereihe entlang der Hofgasse anschaulich, ehemalige Wirtschaftsgebäude des 18. Jahrhunderts, die jetzt zu Wohnzwecken ausgebaut sind, in der Form zweigeschossiger Giebelhäuser. Hof Triftern, im Mittelalter mit der niederen Gerichtsbarkeit ausgestattet, bestand bereits vor 1300, als auch bereits der Markt in seiner Anlage festgelegt gewesen sein dürfte. Im Verlauf der Marktstraßen werden die Zusammenschlüsse der Straßen von Pfarrkirchen, Kößlarn und Ering anschaulich. Der nie befestigte Ort, seit dem 14. Jahrhundert mit Marktrecht ausgestattet und vom Spätmittelalter bis zum ausgehenden 19. Jahrhundert regionaler Handelsmittelpunkt, wurde geprägt durch das Gewerbe der Tuchmacher, Weber und Schuhmacher. Im Zusammenschluss von Unterem und Oberem Markt entwickelt sich auf spätmittelalterlichem Grundriss der typische südostbayerische Straßenmarkt mit meist zweigeschossigen Häusern des 17. und 18. Jahrhunderts. Häuser mit Vorschussmauern der Inntal-Bauweise wechseln mit Giebelbauten; die Fassaden stammen aus dem 19. und 20. Jahrhundert Nach Nordwesten öffnet sich der Straßenmarkt zum ehemaligen Hofbereich und der Kirche. Westlich von dieser Öffnung schließt sich zunächst dichte Bebauung an, mit überwiegend zweigeschossigen Satteldachhäusern, die dann weiterhin teils Zeilen bilden, teils locker zusammenstehen und winkelige Gassen entstehen lassen. Dieses westliche Quartier wird geprägt von der langgestreckten Reihenhäuserzeile der Schönhoferstraße, einer zweigeschossigen Arbeiterwohnzeile unter gemeinsamem Dach, von einheitlicher Prägung aus der Zeit um 1810/20. Westlich davon, im Inneren Gries, ist die Bebauung erneut aufgelockert. In Gruppen stehen Blockbau- und Massivbauten mit vorkragenden Satteldächern bis zum Wiesenrand, zusammengehörig in Stil und Entstehungszeit, wohl der Zeit um 1800. Diesem westlichen Quartier südlich des Altbaches ist auch die Häuserzeile nördlich des Altbaches zuzurechnen, wo ebenfalls der charakteristische Doppelhaustyp mit horizontaler Unterteilung unter gemeinsamem Dach auftritt. Aktennummer: E-2-77-149-1

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Anmerkungen

Literatur

Weblinks

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