Die Vimy-Kaserne ist eine ehemalige Kaserne in Freising.
Geschichte
Die Prinz-Arnulf-Kaserne wurde 1904 bis 1906 als Ersatz für die Kaserne im ehemaligen Kloster Neustift in neubarockem Stil errichtet. Gleichzeitig wurde auf dem Gelände der Wasserturm Freising gebaut. Stationiert wurde dort das 1. Königlich Bayerische Jägerbataillon „König“, daher der gebräuchliche Name Jäger-Kaserne. Es war zuvor in Neustift untergebracht. In den 1930er Jahren wurde die Kaserne erweitert und in Vimy-Kaserne umbenannt, in Erinnerung an die bei der Lorettoschlacht im Ersten Weltkrieg umkämpften Höhen von Vimy.Falsche Glorie: Das Traditionsverständnis der Bundeswehr von Jakob Knab Nach dem Zweiten Weltkrieg, den die Kaserne ohne Schäden überstand, rückten amerikanische Truppen ein. Im Mai 1966 wurde die Kaserne an die Bundeswehr übergeben. Stationiert waren hier die Standortverwaltung und das Fernmelderegiment 31 der Luftwaffe und später die Radarführungsabteilung 24. Nach Ende des Kalten Krieges und dem Umzug der Abteilung in die General-von-Stein-Kaserne wurde die Vimy-Kaserne 1993 geschlossen. Das Gelände wurde an die Stadt Freising verkauft. Heute befindet sich dort ein Wohngebiet mit Neubauten und mit den sanierten und denkmalgeschützten Gebäuden der Kaserne.
Die Kasernenbauten, die in Form der Eigentumswohnanlage „Prinzregenten Park“ weiterexistieren, sind denkmalgeschützte Baudenkmäler und unter der Aktennummer D-1-78-124-296 in der Bayerischen Denkmalliste verzeichnet. Ein Bau dient als „Haus der Vereine“ und beherbergt neben Veranstaltungsräumen auch das Stadtarchiv Freising.
Siehe auch Liste der Baudenkmäler in Freising
Einzelgebäude Nummer Objekt BeschreibungBild Nr. 20 Ehemaliges Mannschaftsgebäude Nord-süd-gerichteter dreigeschossiger Trakter, mit übergiebeltem Querflügel im Norden, viergeschossiger Mansarddach-Kopfbau nach Süden mit reicher neubarocker Fassadengliederung; Heute Wohngebäude 120x120px weitere Bilder Nr. 21 Ehemalige Doppel-Kompanie-Kaserne In symmetrischer Disposition ost-west-gerichtet mit dreigeschossigem Längstrakt, erhöhtem Mittelquerbau mit Uhrturm und viergeschossigen Seitenflügeln mit Mansardwalmdächern, Fassaden reich gegliedert in neubarocken Formen mit Jugendstilanklängen; sie bildet zusammen mit den flankierenden Kopfbauten von Nr. 20 und 22 eine monumentale Schauseite zur Vimystraße; Heute Wohngebäude 120x120px weitere Bilder Nr. 22 Ehemaliges Mannschaftsgebäude Nord-süd-gerichteter dreigeschossiger Trakter, viergeschossiger Mansarddach-Kopfbau nach Süden mit reicher neubarocker Fassadengliederung; Heute Wohngebäude 120x120px weitere Bilder Nr. 23 Ehemaliges Wirtschaftsgebäude beziehungsweise Casino Zweigeschossig über hohem Kellergeschoss, mit barockisierenden Fensterumrahmungen, abgewalmten Dächern und höherem Mittelbau mit Ziergiebeln; Heute Wohngebäude 120x120px weitere Bilder Nr. 25 Ehemaliges Mannschaftsgebäude Dreigeschossiger Trakt mit hofseitigen Risaliten, viergeschossigen Mansarddach-Kopfbauten und barockisierend gegliederten Fassaden, 1914/15 nördlich im Anschluss an Nr. 22 und 23 errichtet mit gemeinsamer Flucht an der Pallottinerstraße; Heute Haus der Vereine und Stadtarchiv Freising 120x120px weitere Bilder Nr. 34 Ehemaliges Militärturnhalle und Exerzierhaus Erdgeschossig mit barockisierend gegliederten Fassaden und reich gestaltetem Giebel nach Süden, Flachsatteldach mit Stahlbinder-Konstruktion; Heute Bürogebäude 120x120px weitere Bilder Nr. 35 Ehemaliges Magazin Barockisierend gegliederte Fassaden mit Sockel- und Hauptgeschoß, Flachsatteldach mit Vorschussgiebeln an den Schmalseiten; Heute Wohngebäude 120x120px weitere Bilder Nr. 36 Ehemalige Offiziers-Speise-Anstalt Asymmetrisch gruppierter und reich gegliederter palaisartiger Neubarockbau, zweigeschossig mit Treppenhausturm, abgewalmten Dächern und Volutengiebel über dem westlichen Risalit; Heute Bürogebäude 120x120px weitere Bilder Nr. 37 Ehemaliges Stabsgebäude Zweigeschossiger barockisierender Walmdachbau mit Zwerchgiebel und Putzgliederung; Heute Wohngebäude 120x120px weitere Bilder Nr. 38 Ehemaliges Familiengebäude Dreigeschossig mit Treppenhaus-Rislaiten und Fassadengliederung in barockisierenden und Louis-Seize-Formen; Heute Wohngebäude 120x120px weitere Bilder Nr. 39 Ehemalige Mannschaftsspeiseanstalt mit Küche Hallenartiger Bau mit barockisierend gegliederten Fassaden und Vorschussgiebeln an den Schmalseiten; Heute Wohngebäude 120x120px weitere Bilder
Quellen Artikel zur Garnison Freising im Stadtmagazin FINK (PDF; 6,7 MB)
Einzelnachweise
Weblink
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