Ort im Innkreis ist eine Gemeinde in Oberösterreich im Bezirk Ried im Innviertel mit Einwohnern (Stand ). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Ried im Innkreis.

Geografie Ort im Innkreis liegt im Innviertel, wo der Hözlarnbach in die Antiesen mündet. Diese fließt auf 360 Meter Höhe entlang der westlichen Gemeindegrenze nach Norden zum Inn. Nach Nordosten steigt das Land hügelig zu bewaldeten Höhen von 440 Meter an.

Die Gesamtfläche beträgt 11½ Quadratkilometer. Davon werden siebzig Prozent landwirtschaftlich genutzt, sechzehn Prozent sind bewaldet.

Gemeindegliederung Das Gemeindegebiet umfasst acht Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand ): Aichberg () samt Bamersberg, Niederaschbach und Schneglberg Aigen () Bischelsdorf () Kammer () Kellern () Ort im Innkreis () samt Au Osternach () Stött ()

Nachbargemeinden

Geschichte Die erste urkundliche Erwähnung betrifft den Ortsteil Osterrnach. Der Name „Ort“ wird erstmals 1120 genannt. Es entstanden zwei Hofmarken. Die Obere Hofmark gehörte dem Stift Reichersberg, die Untere Hofmark zum Schloss Ort. Als 1709 das Stift Reichersberg die Untere Hofmark kaufte, begann die gemeinsame Geschichte des Dorfes Ort. Eine eigenständige Gemeinde wurde Ort im Jahr 1879.

Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum Gau Oberdonau. 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs.

Einwohnerentwicklung Im Jahr 1991 hatte die Gemeinde 1.202 Einwohner. Trotz positiver Geburtenbilanz (+53) sank die Bevölkerungszahl wegen der Abwanderung auf 1.181 Einwohner im Jahr 2001. Im nächsten Jahrzehnt ging die Wanderungsbilanz auf −5 zurück, sodass bei fast gleichbleibender Geburtenbilanz die Einwohnerzahl auf 1.221 Personen stieg.

Kultur und Sehenswürdigkeiten mini|Pfarrkirche Ort im Innkreis mini|Filialkirche Osternach

Katholische Pfarrkirche Ort im Innkreis hl. Andreas Filialkirche Osternach hl. Veit

Regelmäßige Veranstaltungen Woodstock der Blasmusik

Wirtschaft und Infrastruktur Wirtschaftssektoren Von den 31 landwirtschaftlichen Betrieben des Jahres 2010 wurden 19 im Haupt-, elf im Nebenerwerb und eine von einer juristischen Person geführt. Die Haupterwerbsbauern bewirtschafteten mehr als drei Viertel der Flächen. Im Produktionssektor arbeiteten 117 Erwerbstätige im Bereich Herstellung von Waren, 48 in der Bauwirtschaft und acht in der Wasserver- und Abfallentsorgung. Die wichtigsten Arbeitgeber des Dienstleistungssektors waren die Bereiche Handel (124), Verkehr (98), Finanz- und Versicherungsdienstleistungen (40) und soziale und öffentliche Dienste (36 Mitarbeiter). WirtschaftssektorAnzahl BetriebeErwerbstätige2011200120112001Land- und Forstwirtschaft 1)31446174Produktion1816173250Dienstleistung5029323357 1) Betriebe mit Fläche in den Jahren 2010 und 1999

Arbeitsmarkt, Pendeln Im Jahr 2011 lebten 596 Erwerbstätige in Ort im Innkreis. Davon arbeiteten 174 in der Gemeinde, mehr als siebzig Prozent pendelten aus.

Verkehr

Straße: Die Abfahrt Ort im Innkreis von der Innkreisautobahn (A8) liegt zwar nur etwa einen Kilometer westlich des Ortszentrums, allerdings befindet sie sich bereits auf Reichersberger Gemeindegebiet. Öffentlicher Verkehr: Von Montag bis Freitag ist Ort im Innkreis durch die Postbus-Linie 840 (Ried im Innkreis – Aurolzmünster – Osternach – Antiesenhofen) des OÖVV an die Bezirkshauptstadt angebunden. Fahrrad: Durch Ort im Innkreis verläuft ein kurzer Abschnitt des Antiesen-Radweges (R23).

Öffentliche Einrichtungen In der Gemeinde gibt es einen Kindergarten, eine Volksschule, eine Mehrzweckhalle und eine Kläranlage.

Politik

Gemeinderat Der Gemeinderat hat seit 2015 13 Mitglieder. Nach den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in Oberösterreich hatte/hat der Gemeinderat folgende Verteilungen: 1997: 9 ÖVP, 7 FPÖ und 3 SPÖ. (19 Mandate) 2003: 9 ÖVP, 6 FPÖ und 4 SPÖ. (19 Mandate) 2009: 9 ÖVP, 8 FPÖ und 2 SPÖ. (19 Mandate) 2015: 7 FPÖ, 4 ÖVP, 1 SPÖ und 1 GRÜNE. 2021: 6 FPÖ, 5 ÖVP und 2 GRÜNE.

Bürgermeister

Bürgermeister seit 1879 waren:

Wappen rechts|150px Offizielle Beschreibung des Gemeindewappens: In Gold ein grüner, aus dem Schildfuß wachsender Eichenzweig, der von einem blauen Balken mit darin stehenden, silbernen Rauten so überdeckt wird, dass oben drei Blätter und unten zwei Blätter und darüber zwei rote Eicheln sichtbar sind. Die Gemeindefarben sind Grün-Weiß-Grün.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Gemeinde

Elfriede Gscheidlinger (1915–2013), Mundartautorin Gerhard Knogler (* 1943), Bildhauer und Hochschullehrer Angela Summereder (* 1958), Regisseurin

Weblinks

Webpräsenz der Gemeinde Ort im Innkreis

Einzelnachweise

Kategorie:Innviertler Hügelland Kategorie:Inntal (Oberösterreich)