Gunaprabha (skt. Guṇaprabha; * um 500) oder Yönten Ö (tib. yon tan 'od) wurde im nordindischen Mathurā in einem Brahmanengeschlecht geboren. Er war ein streitbarer Shramana, der sich als Anhänger des Mahayana besonders gegen das Hinayana wandte.Erklärendes Wörterbuch zum chinesischen Buddhismus. Chinesisch-Sanskrit-Deutsch. Von Heinrich Hackmann. Nach seinem handschriftlichen Nachlass überarbeitet von Johannes Nobel. Herausgegeben von der Religionskundlichen Sammlung der Universität Marburg/Lahn. Leiden 1951 (Online), S. 161

Taranatha zufolge lernte er alle Veden und Shastras und trat in Vihara in den geistlichen Stand. Er war einer der HauptschülerDessen vier Hauptschüler waren Sthiramati (vgl. Abhidharma); Dignāga (vgl. Pramāṇa); Guṇaprabha (vgl. Vinaya) und Arya Vimuktasena (vgl. Prajñāpāramitā). von Vasubandhutib. dbyig gnyen bei dem er den Dreikorb der Shravakas erwarb und sich auch Gelehrsamkeit in vielen Mahayana-Sutras und in Sachen Vinayachin. Pinaiye 毘奈耶 und der Shastras der verschiedenen Schulen erwarb. Die hunderttausend Vinaya-Abschnitte lernte er beständig auswendig.Taranatha: Geschichte des Buddhismus in Indien (Übers. Schiefner, S. 128 f.)

Er hatte eine große Zahl von Schülern.

Zusammen mit Shakyaprabha zählt er zu den Zwei Außergewöhnlichen Meistern (mchog gnyis).

Über seine Taten berichten Butön und Taranatha.

Werke Er schrieb das Dulwa Dotsa ('dul ba mdo rtsaengl. Basic Discourse on Monastic Discipline (u. a.), eine Lehrrede über monastische Disziplin, die später von Dharmamitra ausgiebig kommentiert wurde; siehe: Koṅ-sprul Blo-gros-mthaʼ-yas: The Treasury of Knowledge: Buddhism's Journey to Tibet, S. 250.) und das Karma Shatam (kar ma sha tamtib. ཀར་མ་ཤ་ཏམ).

Sein Werk Vinaya-Sutra (skt. vinayasūtra) mit seinem Kommentartib. 'dul ba mdo rtsa ba; chin. Lü jing 律经 bzw. 戒律本论 gehört zu den Dreizehn klassischen indischen buddhistischen Texten (gzhung chen bcu gsumvgl. rywiki.tsadra.org: Thirteen classical Indian Buddhist Texts: 1. Pratimokshasutra von Buddha Shakyamuni; 2. Vinayasutra von Gunaprabha; 3. Abdhdharmasamuccaya von Asanga; 4. Abhidharmakosa von Vasubandhu; 5. Mulamadhyamakakarika von Nagarjuna; 6. Madhyamakavatara von Candrakirti; 7. Catuhasatakashastra von Aryadeva; 8. Bodhisattvacaryāvatāra von Santideva; 9. Abhisamayalamkara von Asanga; 10. Mahayanasutralamkara von Asanga; 11. Madhyantavibhanga von Asanga; 12. Dharmadharmatavibhanga von Asanga; 13. Mahayanottaratantra von Asanga), die mit den Dreizehn Großen Kommentarenchin. Shisan bu dalun十三部大论/十三部大論, engl. Thirteen Great Commentaries; vgl. 十三部大论注释(1-13册); ISBN 9787540933654, Rdzogs-chen mkhan chen Gźan-dgaʼi gsuṅ ʼbum des berühmten Kommentators Khenpo Shenga (gzhan phan snang ba; 1871–1927) einen festen Bestandteil des Shedra-Curriculums der Nyingma-, Kagyü- und Sakya-Schulen bilden.

Zitat

Literatur ZHDCD (Artikel: yon tan 'od) A. Schiefner: Taranatha's Geschichte des Buddhismus in Indien, n.p. (St. Petersburg 1869) – (Online) Paul K. Nietupski, 'Guṇaprabha’s Vinayasūtra Corpus: Texts and Contexts', JIATS 5, 2009 (Online-Zugang)

Siehe auch Acharya (Titel) Sagaramegha

Weblinks adisha.org: Shanlü Asheli Gongdeguang lüezhuan (chinesisch) shambala.klack.org: Lehren über ethische Disziplin und die buddhistischen Gelübde – verfasst von Meister Gunaprabha

Einzelnachweise und Fußnoten

Kategorie:Person des Mahayana-Buddhismus Kategorie:Buddhistischer Mönch Kategorie:Buddhismus in Indien Kategorie:Autor Kategorie:Buddhistische Literatur Kategorie:Geboren im 5. oder 6. Jahrhundert Kategorie:Gestorben im 6. Jahrhundert Kategorie:Mann