Abdullah Walid asch-Scharbatly (, * 21. September 1982 in London, Vereinigtes Königreich) ist ein saudi-arabischer Springreiter. Meist wird für seinen Namen die an die englische Transkription angelehnte Schreibweise Abdullah Al-Sharbatly verwandt.
Werdegang Siebenjährig begann er in England zu reiten, mit 17 Jahren wurde er arabischer Meister.
Bei den Weltreiterspielen 2010 in Lexington gewann asch-Scharbatly im Einzel die Silbermedaille.
2012 gewann er auf Sultan bei den Olympischen Spielen in London mit der saudischen Mannschaft die Bronzemedaille.Das teuerste Edelmetall der Olympischen Spiele (8/2012) Bei den Asienspielen 2014 gewann er mit Callahan die Einzel-Goldmedaille und Silber mit der Mannschaft., worldofshowjumping.com, 30. September 2014 (englisch)
Zu Beginn seiner Karriere wurde er von Peter Charles trainiert, seit 2010 trainieren er und seine Mannschaftskameraden bei Stanny von Paesschen in Wisbecq.
Doping und unerlaubte Medikation Im Januar 2006 wurde sein Pferd Quatro in Abu Dhabi positiv auf Testosteron getestet, woraufhin er sechs Monate von Januar bis Juni 2007 gesperrt wurde. (PDF-Datei; 919 kB)
Ende Mai 2012 wurde asch-Scharbatly, zusammen mit seinem Landsmann Chalid al-'Aid, von der FEI für acht Monate rückwirkend zum 24. Februar 2012 gesperrt. Grund war der Fund von verbotener Medikationen bei einer Dopingprobe von asch-Scharbatlys Pferd Lobster, hier wurden die Substanzen Phenylbutazon und Oxyphenbutazon nachgewiesen. Beide fochten das Urteil vor dem CAS an, dieser Verkürzte die Sperren auf jeweils zwei Monate für al-'Aid und asch-Scharbatly. Als Begründung wurde mindere Schwere des Vergehens angeführt.Dopingsperre saudi-arabischer Reiter verkürzt, Focus Online, 11. Juni 2012 Das Urteil wurde verschiedentlich kritisiert, unter anderem auch der International Jumping Riders Club als Interessenvertretung der im internationalen Spitzensport tätigen Springreiter. Dieser gibt an, das CAS-Urteil mit Überraschung zur Kenntnis genommen zu haben, denn verglichen mit ähnlichen Vorfällen wären in früheren Zeiten schwerere Strafen ausgesprochen worden. Das Prinzip der Gleichheit aller Reiter solle gewährleistet sein. Es gehe auch um die Glaubwürdigkeit des CAS, zu einem Moment, zu dem die FEI ein aufwändiges Clean-Sport-Programm betreibe., Reiter Revue International, 14. Juni 2012
Privates Abdullah asch-Scharbatly ist verheiratet und lebt in Dschidda. Er spricht Englisch, Deutsch und Französisch.
Pferde (Auszug) Sultan (* 2002), Schimmelwallach, Vater: Irco Mena, Muttervater: Voltaire, Besitzer: Saudi Equestrian Seldana di Campalto (* 1999), braune KWPN-Stute, Vater: Emilion, Muttervater: Alme Star, Besitzer: Saudi Equestrian No Time (* 1995), KWPN, Fuchswallach, Vater: Epilot, Besitzer: Abdullah asch-Scharbatly
Erfolge Championate und Weltcup Olympische Spiele 2012, London: mit Sultan 3. Platz mit der Mannschaft Weltreiterspiele 2010, Lexington: 8. Platz mit der Mannschaft und 2. Platz im Einzel 2006, Aachen: 22. Platz mit der Mannschaft und 102. Platz im Einzel Panarabische Spiele 2007, Kairo: mit No Time 1. Platz mit der Mannschaft und 9. Platz im Einzel Asienspiele 2006, Doha: mit Hugo Gesmeray 1. Platz mit der Mannschaft und 25. Platz im Einzel 2014, Incheon: mit Callahan 2. Platz mit der Mannschaft und 1. Platz im Einzel
Einzelnachweise
Weblinks
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