Julius Kühn (* 1. April 1993 in Duisburg) ist ein ehemaliger deutscher Handballspieler. Der linke Rückraumspieler spielte zuletzt für den griechischen Erstligisten Olympiakos SFP.

Karriere Verein Kühn begann seine Handballkarriere 1999 beim TV Aldekerk. 2008 wechselte er in den Nachwuchs der HSG Düsseldorf, mit deren A-Jugend er 2010 deutscher A-Jugendmeister wurde. Bereits in der Saison 2010/11 kam er zu vier Einsätzen in der ersten Mannschaft der HSG. Nachdem der Rückraumspieler in der Hinrunde der Saison 2011/12 eine feste Größe im Düsseldorfer Zweitligateam war, wechselte er im Januar 2012 zum TUSEM Essen, handball-world.news, 27. Januar 2012, abgerufen am 3. April 2016. wo er sowohl in der ersten Mannschaft als auch in der A-Jugend zum Einsatz kam. Am Ende der Spielzeit stieg er mit dem TUSEM in die Bundesliga auf. Zur Saison 2014/15 wechselte er zum Bundesligisten VfL Gummersbach, wo er einen Vertrag bis 2016 erhielt. vom 6. März 2014, abgerufen am 6. März 2014 Dieser wurde anschließend um zwei weitere Jahre verlängert. Im Sommer 2017 verließ er den VfL vorzeitig zur MT Melsungen.handball-world.com: Gummersbach mit Nachfolger für Julius Kühn, vom 17. Mai 2017, abgerufen am 17. Mai 2017 Am 4. März 2021 erzielte er im Spiel gegen den HC Erlangen seinen 1000. Bundesliga-Treffer. Insgesamt warf er 211 Saisontore, womit er bester Feldtorschütze und Siebter der Torschützenliste wurde.

Nach der Saison 2023/24 verließ er die MT Melsungen und wechselte zum Bundesliga-Aufsteiger SG BBM Bietigheim. Nach dem sofortigen Wiederabstieg schloss er sich dem griechischen Erstligisten AEK Athen an.

Im Januar 2026 wechselte er zu Olympiakos SFP und wurde am Saisonende griechischer Meister.

Nationalmannschaft Kühn war Mitglied der deutschen U18-Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft 2010 in Montenegro. Bei der U19-Weltmeisterschaft belegte er in der Gesamt-Torschützenliste einen Platz in den Top 10 und wurde mit Deutschland Siebter. Seit 2011 gehört er zum Kader der U20-Nationalmannschaft, mit der er 2011 die Weltmeisterschaft in Argentinien und 2012 die Europameisterschaft in der Türkei absolvierte. Am 9. September 2014 berief Bundestrainer Dagur Sigurðsson Kühn in den erweiterten Kader der deutschen Nationalmannschaft.handball-world.news: Änderungen im Kader: Sigurðsson nominiert Ersatz für Reichmann und Fäth vom 9. September 2014, abgerufen am 9. September 2014 Am 20. September 2014 debütierte er in Göppingen im Testspiel gegen die Schweiz. vom 20. September 2014, abgerufen am 26. September 2014 Bei der Europameisterschaft 2016 in Polen wurde er nach einer Verletzung von Christian Dissinger zum letzten Spiel der Hauptrunde nachnominiert, und gewann mit der Mannschaft am 31. Januar 2016 mit einem 24:17-Sieg über Spanien bei seinem erst fünften Länderspiel den Titel. Bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro gewann er mit dem deutschen Team die Bronzemedaille. Für diesen Erfolg wurde er am 1. November 2016 mit dem Silbernen Lorbeerblatt ausgezeichnet.Verleihung des Silbernen Lorbeerblattes Bundespräsidialamt, 1. November 2016. Zur Europameisterschaft 2018 wurde er von Bundestrainer Christian Prokop in den 20er-Kader berufen, der die Vorbereitung bestreitet.www.dhb.de Prokop benennt Kader für Vorbereitung auf EHF EURO 2018 vom 15. Dezember 2017, abgerufen am 15. Dezember 2017. Am 7. Januar wurde er in den endgültigen 16er-Kader berufen und nahm damit an der EM 2018 teil. Bei der EM 2020 war er Stammspieler und wurde im Spiel um Platz 5 zum „Man of the Match“ gewählt.Fünfter – mit Hoffnung. In: Süddeutsche Zeitung. 25. Januar 2020. Mit der deutschen Auswahl nahm er an den Olympischen Spielen in Tokio teil.ihf.info: Match Team Statistics: Germany vs. Spain, abgerufen am 24. Juli 2021

Er stand im Kader der deutschen Nationalmannschaft für die Europameisterschaft 2022.Official Squad List, auf ehfeuro.eurohandball.com, abgerufen am 7. Dezember 2021 Nachdem er sechs Tore im ersten Gruppenspiel gegen Belarus erzielt hatte, beendete ein positiver COVID-19-Test das Turnier für ihn.

Karrierebilanz Saison Verein Spielklasse Spiele Tore 7-Meter Feldtore 2011/12 HSG Düsseldorf/TUSEM Essen 2. Bundesliga 38 105 1 104 2012/13 TUSEM Essen Bundesliga 34 73 0 73 2013/14 TUSEM Essen 2. Bundesliga 27 133 0 133 2014/15 VfL Gummersbach Bundesliga 36 113 0 113 2015/16 VfL Gummersbach Bundesliga 32 161 5 156 2016/17 VfL Gummersbach Bundesliga 26 166 39 127 2017/18 MT Melsungen Bundesliga 33 224 9 215 2018/19 MT Melsungen Bundesliga 10 62 0 62 2019/20 MT Melsungen Bundesliga 26 107 0 107 2020/21 MT Melsungen Bundesliga 38 211 0 211 2021/22 MT Melsungen Bundesliga 34 157 1 156 2022/23 MT Melsungen Bundesliga 21 40 0 40 2023/24 MT Melsungen Bundesliga 34 60 0 60 2024/25 SG BBM Bietigheim Bundesliga 33 62 0 62 2011–2014 2. Handball-Bundesliga gesamt 65 238 1 237 2012–2025 Handball-Bundesliga gesamt 357 1436 54 1382 2011–2025 gesamt Karriere 422 1674 55 1619 Quelle: Spielerprofil bei der Handball-BundesligaSpielerprofil Julius Kühn bei der HBL unter „Statistik“, abgerufen am 6. Juli 2025.

Sonstiges Kühn ist verwandt mit der deutschen Handballspielerin Dana Bleckmann.rp-online.de: Drei Generationen Handball, abgerufen am 8. November 2020

Weblinks

Literatur

Einzelnachweise

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