Laussa ist eine österreichische Gemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Bezirk Steyr-Land in Oberösterreich.

Geografie mini|Landschaft bei Laussa (am Sauzahn, Blick nach Norden auf den Mitterberg) mini|Der Sauzahn Laussa liegt im Traunviertel. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 9,9 km, von West nach Ost 6,7 km. 36,4 % der Fläche sind bewaldet, 58 % landwirtschaftlich genutzt.

Das Gemeindegebiet umfasst den Gutteil des Tals des Laussabachs, der etwas vor der Mündung in die Enns ins Gemeindegebiet Losenstein wechselt, und seine Nebengräben. Hinter der Schöfftaler Höhe () zieht es sich im Osten noch an den oberen Pechgrabenbach, der dann bei Großraming zur Enns führt. Im Süden gehört noch der obere Hölleitenbach, dessen Nebental, dazu, es ist nur Almengebiet.

Nordöstlich erhebt sich der Spadenberg (), sein Gipfel. Der Sonnberg () im Norden ist sein Ausläufer. Ganz im Süden erhebt sich der Schieferstein, dessen Gipfel mit der höchste Punkt der Gemeinde ist. Die südwestliche Gemeindegrenze läuft über dessen sanften Seitenrücken hin zum Losensteiner Stiedelbachtal. Die umliegenden Berge werden zu den Oberösterreichischen Voralpen gerechnet. Das Spadenbergmassiv gehört ortsüblich zu den Enns- und Steyrtaler Flyschbergen, die südlichen und westlichen Rücken zu den Enns- und Steyrtaler Voralpen als Teil der Kalkalpen.

Gemeindegliederung Die Gemeinde hat nur eine Ortschaft (Laussa) und Katastralgemeinde (Lausa geschrieben).

Die Gemeinde gehört zum Gerichtsbezirk Steyr. Vor 1. Jänner 2014 war sie Teil des Gerichtsbezirks Weyer.

Nachbargemeinden

Geschichte Ortsgeschichte Ursprünglich im Ostteil des Herzogtums Bayern liegend, gehörte der Ort seit dem 12. Jahrhundert zum Herzogtum Österreich. Seit 1490 wird er dem Fürstentum Österreich ob der Enns zugerechnet.

Während der Napoleonischen Kriege war der Ort mehrfach besetzt.

Seit 1918 gehört der Ort zum Bundesland Oberösterreich. Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum Gau Oberdonau. 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs.

Einwohnerentwicklung

1991 hatte die Gemeinde laut Volkszählung 1.317 Einwohner, 2001 dann 1.367 Einwohner. Seither geht die Bevölkerungszahl trotz positiver Geburtenbilanz wegen starker Abwanderung zurück, auf 1.278 im Jahr 2011 und auf 1.227 Personen im Jahr 2018.

Hauptort der Gemeinde

Hauptort der GemeindeDie Statistik Austria definiert Ortschaften als Gemeindehauptort (hierbei die einzige Ortschaft der Gemeinde); diese Angabe folgt DORIS: Layer Verwaltungsgrenzen: Gemeindehauptorte. ist die Rotte Laussa. Er befindet sich 11 Kilometer südlich von Steyr und liegt im mittleren Laussabachtal. Der Ort erstreckt sich als Straßendorf über gut 1½ Kilometer entlang der L1342 Laussaer Straße. Ortszentrum ist der Kirchenplatz bei der Himmelfahrtskirche.

Kultur und Sehenswürdigkeiten mini|Pfarrkirche Laussa

Schloss Kogl Katholische Pfarrkirche Laussa Mariä Himmelfahrt

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr Hauptverkehrsachse ist die L1342 Laussaer Straße. Sie zweigt bei Losenstein von der Eisenstraße (B115) an der Enns ab, führt durch die Gemeinde über Laussabach – Laussa – Schöfftaler Höhe – Pechgraben, und dann bei Großraming wieder zurück zur B115.

Die nächste Bahnhaltestelle ist der Bahnhof Losenstein (Linke Ennsseite) der Ennstalstrecke der Rudolfsbahn (St. Valentin – Steyr – Kleinreifling – Selzthal).

Freizeit Erlebnisfreibad Laussa: das solarbeheizte Freibad verfügt über zwei Edelstahlbecken mit einer Wasserfläche von 350 m² Der Sauzahn (Naturdenkmal) ist ein Klettergebiet Wochenendhaussiedlung Almbauernsiedlung am Spadenberg

Politik mini|Das Gemeindeamt am Kirchplatz Der Gemeinderat hat 13 Mitglieder. Mit den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in Oberösterreich 2003 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 10 ÖVP, 7 SPÖ und 2 FPÖ. (19 Mandate) Mit den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in Oberösterreich 2009 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 10 ÖVP, 7 SPÖ und 2 BZÖ. (19 Mandate) Mit den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in Oberösterreich 2015 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 11 ÖVP und 8 SPÖ. (19 Mandate) Mit den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in Oberösterreich 2021 hat der Gemeinderat folgende Verteilung: 8 ÖVP, 4 SPÖ und 1 GRÜNE. (13 Mandate)

Bürgermeister Bürgermeister seit 1850 waren:

Wappen

Literatur Heinrich Wendt: Laussa. Ein Dorf in den Voralpen. Herausgegeben aus Anlaß der Eröffnung des neuen Gemeindeamtes. Gemeinde Laussa, 1985. Wolfgang Stieglecker: Das Naturraumpotential der Gemeinde Laussa. Das ökologisch-ökonomische Wirkungsgefüge am Beispiel einer Voralpenlandschaft. Wien 1984. Ralph Gälzer, Martin Kastner: Landschaftsplanung für den ländlichen Raum am Beispiel der Gemeinden Laussa und Sandl. Wien 1985. Christian Vogelauer, Polytechnischer Lehrgang der Hauptschule Losenstein: Kapellen, Marterl, Wegekreuze. Kleindenkmäler in Losenstein und Laussa. Versuch einer Bestandsaufnahme. Eigenverl Rund um die Burg, 1993.

Weblinks

Website der Gemeinde (laussa.at)

Einzelnachweise

Kategorie:Hauptort einer Gemeinde in Oberösterreich Kategorie:Oberösterreichische Voralpen Kategorie:Ort im Einzugsgebiet Enns Kategorie:Gemeindegründung 1851 Kategorie:Eisenwurzen