Als Chef de Mission wird der Leiter einer sportlichen Delegation bezeichnet.

Olympische Spiele Bei den Olympischen Spielen wird der Chef de Mission vom Nationalen Olympischen Komitee (NOK) benannt und hält sich während der gesamten Dauer der Spiele im olympischen Dorf auf.

Aufgaben Er ist Kontaktperson für das Internationale Olympische Komitee (IOC) und das jeweilige Organisationskomitee der Olympischen Spiele (OCOG). Ebenso ist er Ansprechpartner für die Athleten, Trainer und Offiziellen seines Landes, für die er auch verantwortlich ist. (PDF; 1,3 MB)

Zu den weiteren Aufgaben des Chef de Mission gehören: Repräsentation der Olympiamannschaft Zusammenarbeit mit der Presse Organisation der An- und Abreise sowie Unterkunft Erkundung der Sportstätten Teilnahme an regelmäßigen Besprechungen mit den Chefs de Mission der anderen Nationen

Deutschland miniatur|Michael Vesper, Chef de Mission bei den Olympischen Spielen in London 2012 miniatur|hochkant|Dirk Schimmelpfennig, Chef de Mission bei den Olympischen Spielen in Pyeongchang 2018 Bis 2006 wurde der Chef de Mission in Deutschland vom deutschen Nationalen Olympischen Komitee ernannt, seitdem ist der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) dafür zuständig.

Die folgende Tabelle bezieht sich auf die Olympiamannschaften der Bundesrepublik Deutschland, die erst 1992 nach der deutschen Wiedervereinigung wieder mit einem gesamtdeutschen Team angetreten ist. Deutsche Chefs de Mission seit 1976Sommer/Winter Jahr Name Austragungsort center|25px 1976 Walther Tröger Innsbruck center|25px 1976 Heinz Fallak Montreal center|25px 1980 Walther Tröger Lake Placid center|25px 1980 keine Teilnahme Moskau center|25px 1984 Heinz Henschel Sarajevo center|25px 1984 Heinz Fallak Los Angeles center|25px 1988 Walther Tröger Calgary center|25px 1988 Heinz Fallak Seoul center|25px 1992 Walther Tröger Albertville center|25px 1992 Ulrich Feldhoff Barcelona center|25px 1994 Walther Tröger Lillehammer center|25px 1996 Ulrich Feldhoff Atlanta center|25px 1998 Walther Tröger Nagano center|25px 2000 Klaus Steinbach Sydney center|25px 2002 Walther Tröger Salt Lake City center|25px 2004 Klaus Steinbach Athen center|25px 2006 Klaus Steinbach Turin center|25px 2008 Michael Vesper Peking center|25px 2010 Bernhard Schwank Vancouver center|25px 2012 Michael Vesper London center|25px 2014 Michael Vesper Sotschi center|25px 2016 Michael VesperDeutscher Olympischer Sportbund - Rio 2016 - News Rio de Janeiro center|25px 2018 Dirk Schimmelpfennig Pyeongchang center|25px 2021 Dirk Schimmelpfennig Tokio center|25px 2022 Dirk Schimmelpfennig Peking center|25px 2024 Olaf Tabor Paris center|25px 2026 Olaf Tabor Mailand und Cortina d’Ampezzo

Paralympische Spiele Auch bei den Paralympischen Spielen gibt es die Funktion des Chef de Mission. Da diese seit 1988 (bei Sommerspielen) bzw. 1992 (bei Winterspielen) im Anschluss an die Olympischen Spiele in denselben Sportstätten und Unterkünften stattfinden, gilt es hier unter anderem die Anpassungen auf die besonderen Bedürfnisse der Teilnehmer, wie zum Beispiel barrierefreie Zugänge, sicherzustellen sowie analog die Kontaktperson für das Internationale Paralympische Komitee (IPC) zu sein.

Deutschland Der Deutsche Behindertensportverband e. V. vertritt die Bundesrepublik Deutschland als Nationales Paralympisches Komitee und nominiert den Chef de Mission. Seit 1996 ist das Karl Quade.

Einzelnachweise

Kategorie:Personenbezeichnung (Sport)