mini|Blick ins Innere der Kirche mini|Blick zur Orgelempore Die Kirche St. Laurentius ist eine katholische Pfarrkirche in Contwig, Landkreis Südwestpfalz, Rheinland-Pfalz. Kirchenpatron ist der heilige Laurentius. Die Kirche ist im Verzeichnis der Kulturdenkmäler des Kreises Südwestpfalz aufgeführt. Mit sechs weiteren Kirchen in Altheim, Stambach, Riedelberg, Großsteinhausen, Hornbach und Pinningen bildet sie die Pfarrei Hl. Pirminius im Bistum Speyer; das Pfarrbüro ist in Contwig.
Geschichte Bis zum Bau der heutigen Kirche gab es in Contwig nach Einführung der Reformation im 16. Jahrhundert kein eignes Gotteshaus für die katholischen Christen. Die nach der Reformation protestantisch gewordene Kirche in Contwig wurde 1689 durch die Franzosen im Zuge der Reunionspolitik zur Simultankirche erklärt und bis zum Jahr 1905 von Protestanten und Katholiken gemeinsam genutzt Auf: www.gemeinde-contwig.de, abgerufen am 4. August 2012.
Erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts konnte ein eigenes Kirchengebäude für die katholische Pfarrei errichtet werden. Die Grundsteinlegung hierfür war am 25. Oktober 1903. Der Rohbau stand im Dezember 1904. Die in Metz gegossenen drei Glocken wurden am 19. November 1905 im Turm aufgehängt. Die Kirchweihe fand am 14. Mai 1906 statt.
Erbaut wurde die Kirche nach den Plänen des Architekten Wilhelm Schulte im neugotischen Stil. Handwerker aus Contwig führten die Erd-, Maurer-, Steinhauer-, Zimmermanns- und Gipserarbeiten aus.Kath. Kirche Contwig Auf: www.gemeinde-contwig.de, abgerufen am 4. August 2012
Ausstattung Sehenswert im Inneren der Kirche ist der Hochaltar, ein Werk des Würzburger Bildhauers Heinz Schiestl. Er hat die Form eines neugotischen Flügelaltars und zeigt in seiner Mitte die Figur des heiligen Laurentius, des KirchenpatronsAltar der kath. Kirche Contwig Auf: www.gemeinde-contwig.de, abgerufen am 4. August 2012.
Ebenfalls aus der Werkstatt des Bildhauers Heinz Schiestl stammen die drei geschnitzten Figuren, die die Brüstung der Kanzel schmücken. Das Grundmaterial der Kanzel ist roter Sandstein, der Schalldeckel ist aus Eisen.Kanzel der kath. Kirche Contwig Auf: www.gemeinde-contwig.de, abgerufen am 4. August 2012
Orgel Die Orgel der Kirche wurde 1932 von dem Orgelbauunternehmen Gebrüder Späth (Ennetach-Mengen) erbaut. Das Instrument hat 28 Register und 1918 Pfeifen, die aus verschiedenen Materialien gefertigt sind. 78 Pfeifen sind aus Holz, 390 Pfeifen aus Zink und 1450 Pfeifen aus einer Zinn-Blei-Legierung. Auf: www.gemeinde-contwig.de, abgerufen am 4. August 2012 Die Disposition lautet wie folgt:Orgel der katholischen Pfarrkirche St. Laurentius Contwig Auf: www.organindex.de, abgerufen am 2. November 2014
I Hauptwerk C–g3 1. Principal 8′ 2. Doppelgedackt 8′ 3. Dolce 8′ 4. Octav 4′ 5. Rohrflöte 4′ 6. Nazard ′ 7. Mixtur 3-5f 8. Trompete 8′ II Schwellwerk C–g3 9. Lieblich Gedackt 16′ 10. Hornprincipal 8′ 11. Konzertflöte 8′ 12. Nachthorn 8′ 13. Aeoline 8′ 14. Vox coelestis 8′ 15. Praestant 4′ 16. Zartflöte 4′ 17. Terz ′ 18. Cornett 3-5f 19. Rauschpfeife 2f 20. Oboe 8′ Pedal C–f1 21. Principalbass 16′ 22. Subbass 16′ Zartbass 16′ (Windabschwächung) Octavbass 8′ (Ext. Principalbass 16′) Gedacktbass 8′ (Ext. Subbass 16′) Choralbass 4′ (Ext. Principalbass 16′) Bassflöte 4′ (Ext. Subbass 16′) 23. Posaune 16′ Koppeln: Normalkoppeln: II/I, I/P, II/P Suboktavkoppeln: II/I Superoktavkoppeln: II/I Spielhilfen: 64 Setzerkombinationen, Registercrescendo (als Fußtritt und doppelter Handhebel)
Glocken Die drei 1905 in Metz gegossenen Glocken wurden für den Krieg beschlagnahmt und zur Bronzegewinnung eingeschmolzen. Ersatz für das eingebüßte Glockengeläut lieferte die namhafte Glockengießerei Friedrich Wilhelm Schilling aus Heidelberg. Sie schuf ein klangvolles Geläut, dessen Glocken in der Disposition c′–es′–f′–g′ erklingen, einem ausgefüllten c-Moll-Akkord.
Nr. Name Gussjahr Gießer, Gussort Masse(in kg) SchlagtonHT-1/16 1 1956 F. W. Schilling, Heidelberg 1.950 c1 2 1956 F. W. Schilling, Heidelberg 1.100 es1 3 1956 F. W. Schilling, Heidelberg 780 f1 4 1956 F. W. Schilling, Heidelberg 650 g1
Grotte mini|hochkant=1.1|Lourdesgrotte bei St. Laurentius Da Contwig während des Zweiten Weltkrieges von den schlimmsten Zerstörungen verschont blieb, errichtete die Laurentiusgemeinde aus Dankbarkeit eine Lourdesgrotte gegenüber dem Kirchenportal. Die Bauarbeiten hierfür begannen am 15. August 1945. Bereits am 8. Dezember des gleichen Jahres war die Grotte fertiggestellt und konnte am 26. Mai 1946 eingeweiht werden Auf: www.gemeinde-contwig.de, abgerufen am 4. August 2012.
Weblinks
Turmaufnahme mit Vollgeläut der katholischen Pfarrkirche St. Laurentius in Contwig
Einzelnachweise
Kategorie:Kirchengebäude im Bistum Speyer Kategorie:Kirchengebäude im Landkreis Südwestpfalz Kategorie:Laurentiuskirche Kategorie:Erbaut 1906 Kategorie:Neugotisches Bauwerk in Rheinland-Pfalz Kategorie:Neugotisches Kirchengebäude Kategorie:Disposition einer Orgel Laurentius Kategorie:Bauwerk von Wilhelm Schulte I.