Krackow [] ist eine Gemeinde im Landkreis Vorpommern-Greifswald im äußersten Südosten Mecklenburg-Vorpommerns. Die Gemeinde gehört zum Amt Löcknitz-Penkun mit Sitz in der Gemeinde Löcknitz.
Geografie mini|links|Lebehnscher See mini|hochkant=1.4|Kirche in Krackow Krackow befindet sich im Südostzipfel des Landes Mecklenburg-Vorpommern zwischen der Randow (Landesgrenze zu Brandenburg und auf 4 km Gemeindegrenze) und der 10–15 km entfernten Oder im Osten. Krackow liegt 25 km südöstlich der Stadt Pasewalk und 20 km südwestlich des Stadtzentrums von Stettin (Szczecin, Polen). Im Westen hat das Gemeindegebiet Anteil am Randowbruch. Der größere Teil aber liegt auf dem hügeligen Grundmoränenrücken. Hier gibt es, vor allem im Osten der Gemeinde, mehrere kleine Seen; der flächenmäßig größte ist der Lebehnsche See im Nordosten. Nahe dem Ortsteil Schuckmannshöhe befindet sich mit dem Düsteren See ein Badesee. Der Wasserspiegel des Seegrabens, der einen See südlich der Gemeinde zur Randow hin entwässert, liegt in Krackow 14 m über dem der Randow. Die Höhen der Hügelkuppen liegen etwa 40 m über NN.
Umgeben wird Krackow von den Nachbargemeinden Glasow im Norden, Grambow im Nordosten, Nadrensee im Osten, Penkun im Süden sowie Brüssow im Westen.
Gemeindegliederung Ortsteile Battinsthal Hohenholz Kyritz Lebehn Schuckmannshöhe
Eingemeindungen Battinsthal mit Schuckmannshöhe und Hohenholz wurden am 15. Oktober 1950 als ein Ortsteil eingemeindet. Lebehn mit Kyritz wurden am 13. Juni 2004 als ein Ortsteil eingemeindet.StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2004
Geschichte Krackow: Der Name ist slawischen Ursprungs und könnte Ort der Krähen bedeuten (Kracac = krächzen) oder von krk = Hals abgeleitet sein und sich auf die geografische Lage in einem Bachtal zwischen Seen und dem breiten Randowtal beziehen. Nach archäologischen Erkenntnissen fand die slawische Ortsgründung um nach 600 n. Chr. statt. Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes war 1271 als Otto von Ramin den Franziskanern zu Stettin aus seinen Gütern zu Krackow eine Hebung schenkte.
Battinsthal wurde im 17. Jahrhundert als Vorwerk angelegt, im Gutspark befindet sich eine Grabkapelle.
Schuckmannshöhe wurde 1824 von Kammerherr Carl Friedrich von Schuckmann als Vorwerk von Battinsthal angelegt.
Hohenholz ist über 700 Jahre alt und war früher ein Rittergut. Die örtliche Feldsteinkirche mit Fachwerkturm wurde saniert. Das Gutshaus, ein zweigeschossiger verputzter Backsteinbau, wurde 1840 im Stil des Barock für die Familie von Eickstedt errichtet, die das Gut von 1280 bis 1945 besaß.
Lebehn wurde 1490 erstmals erwähnt. Zusammen mit dem Ort Kyritz (erste Erwähnung 1523) liegt Lebehn in einem Seengebiet.
Einwohnerentwicklung Jahr Krackow Battinsthal Schuckmannshöhe Hohenholz Lebehn Kyritz Quelle 1900 401 204 356 155 29 1925 595 468 244 1933 739 218 275 1939 756 211 268 1990 742 --- --- --- 189 1995 707 --- --- --- 174 2000 693 --- --- --- 160 2003 644 --- --- --- 154 2005 776 --- --- --- --- --- 2010 724 --- --- --- --- --- 2015 671 --- --- --- --- --- Statistisches Amt M-V – Bevölkerungsstand der Kreise, Ämter und Gemeinden in Mecklenburg-Vorpommern 31.12.2015. (PDF; 0,2 MB) 2020 625 --- --- --- --- --- Statistisches Amt M-V – Bevölkerungsstand der Kreise, Ämter und Gemeinden in Mecklenburg-Vorpommern 31.12.2020. (PDF; 4,4 MB)
Politik Bürgermeister vor 2006 bis Juli 2016 Alfred Hopfinger (zurückgetreten) Juli bis November 2016 Hans-Peter Bobrowski (amtierend) seit November 2016 Gerd Sauder
Dienstsiegel Die Gemeinde verfügt über amtlich genehmigte Hoheitszeichen. Das Wappen zeigt: In Silber ein blauer Wellenschräglinksbalken, begleitet oben von einem linksgewendeten schwarzen Flügel schlagenden Raben, unten von einem blauen schräglinken sechssprossigen Steigbaum.
Die Gemeinde Krackow führt ein Dienstsiegel. Das Dienstsiegel zeigt das Wappenbild der Gemeinde sowie den Namen der Gemeinde und des Landkreises.
Die Gemeinde Krackow führt folgende Flagge: In Silber ein blauer 14/90 der Breite des Flaggentuches ausmachende Wellenschräglinksbalken, begleitet oben von einem rechtsgewendeten schwarzen Flügel schlagenden Raben, unten von einem blauen schräglinken sechssprossigen Steigbaum mit schwarzen Konturen. Die Breite des Flaggentuches verhält sich zur Länge wie 3 zu 5.
Sehenswürdigkeiten, Kultur und Bildung mini|Gutshaus in Krackow mini|hochkant|Grabkapelle in Battinsthal
Bauwerke Krackow Historische Nutzgarten Feldsteinkirche aus dem 13. Jahrhundert Gutshaus: Zweigeschossiger, 13-achsiger Putzbau mit Mittelrisalit Gutshaus: Eingeschossiger, 8-achsiger Putzbau mit Krüppelwalmdach und Mittelrisalit sowie dem großen Stallspeicher; Gutsbesitz u. a. der Familien von Krakevitz (13. Jh.) und Moltke (14. Jh.) Das Fahrzeugmuseum Krackow, alternativ Oldtimermuseum Krackow und Oldtimer- und Kutschenmuseum Krackow, stellt Kutschen, Schlitten, Motorräder und Autos aus. Die Kraftfahrzeuge stammen aus der Zeit von 1923 bis 1993. Besonderheiten sind ein Ford Modell T und ein Wolseley 4/44. Es existiert seit mindestens Januar 2010.Weihnachtsfeier in der Gaststätte „Schmackofatz“. In Pasewalker Nachrichten vom 23. Januar 2010, abgerufen am 10. Dezember 2022. Die Betreibergesellschaft Oldtimer- und Kutschenmuseum Krackow e. V. öffnet das Museum an den Wochenenden.Oldtimer- und Kutschenmuseum Krackow e. V. In oldtimer-krackow.de, abgerufen am 10. Dezember 2022. Battinsthal: Gutshaus sowie Gutspark mit Friedhof und Grabkapelle
Hohenholz Einschiffige Saalkirche aus Granitstein aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts mit Fachwerkturm Gutshaus (Schloss) Hohenholz: Ein zweigeschossiger barocker, verputzter Backsteinbau mit Mansarddach und Mittelrisalit; 1840 für die Familie von Eickstedt errichtet Gutshaus Lebehn: Zweigeschossiger Putzbau von 1910 mit Park
→ Siehe auch Liste der Baudenkmale in Krackow
Regelmäßige Veranstaltungen Alljährlich veranstaltet der Oldtimerverein eine Ausfahrt und lädt zum Treffen ein.
Bildung In Krackow befindet sich die Kindertagesstätte Kinderland.
Verkehrsanbindung Krackow liegt an der Bundesstraße 113, 3,5 Kilometer nördlich der Autobahnauffahrt Penkun an der Bundesautobahn 11 (Berlin–Stettin). Die Grenzübergänge nach Polen sind nur wenige Kilometer entfernt (Mescherin, Rosow, Pomellen, Linken). Touristisch ist die Gemeinde durch den Oder-Neiße-Radweg angebunden.
Persönlichkeiten Otto von Ramin (1536–1610), Kanzler im Herzogtum Pommern-Stettin, Erbherr auf Krackow Valentin von Eickstedt (1669–1718), Generalmajor, in Hohenholz geboren Emil von Hacke (1814–1887), preußischer Generalleutnant, in Krackow geboren Otto von Schuckmann (1859–1926), Herr auf Battinsthal Ulrich Scherping (1889–1958), Oberstjägermeister, in Krackow geboren Vivigenz Eickstedt (1904–1977), Gutsherr, in Hohenholz geboren Monika Maron (* 1941), Schriftstellerin, lebte im Ortsteil Schuckmannshöhe
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Vorpommern-Greifswald Kategorie:Ort in Pommern