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mini|250px|Schloss Ortenburg – Innenhof

Ensembles Ensemble Marktplatz Ortenburg mini|250px|Südseite des Marktplatzes von Ortenburg Umgrenzung: Marktplatz 1–30, 32, Unterer Markt 1

Bis 1805 war Ortenburg der zentrale Ort einer zwar sehr kleinen, vom Herzog- bzw. Kurfürstentum Bayern umgebenen, aber bis zu diesem Zeitpunkt reichsunmittelbaren Grafschaft. Der Marktplatz, ein nord-südlich gerichteter, geschlossen bebauter, in der Anlage wohl hochmittelalterlicher Straßenplatz, liegt am Fuß des Schlossbergs, in einigem Abstand vom Stammschloss der Grafen von Ortenburg, die als Dynasten im Hochmittelalter über großen Territorialbesitz verfügten, dann seit Mitte des 13. Jahrhunderts vor allem durch die Wittelsbacher Herzöge zurückgedrängt wurden.

Die östliche, dem Schlossberghang zugeneigte Längsseite des Platzes liegt höher als die westliche talseitige Platzfront. Für diese obere Seite sind zwei- bis dreigeschossige verputzte und teilweise mit sparsamen Fassadenverzierungen versehene bürgerliche Traufseithäuser charakteristisch, die ihre Gestaltung meist nach dem Marktbrand von 1834 erfahren haben. Der dreigeschossige Giebelbau des Rathauses ist in diese Häuserzeile eingebunden, die ehemalige gräfliche Brauerei setzt am Nordende der Platzseite einen besonderen, auf die ehemalige Herrschaft hinweisenden Akzent. An der Westseite erinnern einige Mansardwalmdächer des 18. Jahrhunderts gleichfalls an die gräfliche Herrschaft, unmittelbar daneben aber auch verputzte wie offene Blockbauten und charakteristische Gerberhäuser an die bürgerlich-handwerkliche Tradition des kleinen, von den Grafen im Mittelalter gegründeten Marktes. An seinen Schmalseiten ist der Platzraum auffällig abgeschlossen. Die Wirkung des Platzbildes wird dadurch ebenso gesteigert wie durch die zwei freistehenden Marktbrunnen.

Aktennummer: E-2-75-138-1

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