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mini|250px|Vierzehn Nothelfer – Möninger Berg mini|250px|Freystadt, Wallfahrtskirche Maria Hilf

Ensemble Altstadt Freystadt mini|300px|Freystadt in der Oberpfalz in einem Kupferstich Merians, 17. Jahrhundert Die in der flachen Talmulde der Schwarzach am Rande des Oberpfälzer Jura gelegene Stadt ist eine planmäßige Gründung des letzten Viertels des 13. Jahrhunderts. Das 1393 bestätigte Stadtrecht wurde 1662 neu verliehen.

Der Stadtgrundriss von besonderer Klarheit zeigt eine an den Ecken gerundete Rechteckanlage, die in ihrer ganzen Länge von einem straßenartigen, breiten Marktplatz durchzogen wird, der von zwei Toren abgeschlossen und von zwei Parallelgassen begleitet wird. Diese Gassen, die Schwallgasse auf der Bachseite im Südwesten und die Kirchengasse im Nordosten, werden jeweils an der Stadtinnenseite von Rückgebäuden der Marktplatzanwesen begrenzt. Das Rathaus steht frei auf dem Marktplatz; um seiner charakteristischen Mittelstellung Raum zu geben, weichen die Marktplatzwände auf seiner Höhe leicht konkav zurück.

Die Stadtmauer ist zwar nur mehr an wenigen Stellen erhalten, die Geschlossenheit des Stadtgrundrisses wird aber insbesondere durch die beiden erhaltenen Stadttore unterstrichen. Bezeichnend ist die Randstellung der Pfarrkirche an der Außenseite der Kirchengasse; durch ihre strenge Ostung begibt sie sich in Schräglage gegenüber der konsequent nordwestlich-südöstlich angelegten Hausgrundstücke. Im sogenannten Leitersprossensystem sind die Parallelgassen rechtwinklig mit dem Marktplatz verbunden.

Die Bausubstanz entstammt größtenteils der Barockzeit, dem 17. und 18. Jahrhundert. Der Straßenname Schwallgasse und die Flurbezeichnung Schwallflecken für die Felder im Westbereich der Stadt bezeugen, dass der nahe an der dortigen Stadtmauer vorbeigeführte Mühlbach durch eine Schwallanlage (Schleusenwehr) aufgestaut werden konnte und so durch die entstandene Überflutung ein zusätzlicher Schutz im Angriffsfalle erreicht werden konnte.

Aktennummer: E-3-73-126-1.

Stadtbefestigung Reststücke der Stadtmauer aus Bruchstein mit Mauertürmen und zwei Stadttoren sind noch erhalten. Der Kern der Anlage entstammt dem 13. Jahrhundert. Die erhaltenen Teile sind im Einzelnen: Am Mühlbach: Pulverturm, zweigeschossiger Schalenturm mit Walmdach, beiderseits Teilabschnitte () Am Stadtgraben 19: Mauerteilstück Kirchengasse 6, 6 a: Mauerreste mit Schießscharten () Kirchengasse 14: Mauerteilstück mit rechteckigem Mauerturm () Kirchengasse 20: Mauerteilstück () Kirchengasse 24: Mauerteilstück mit rechteckigem Mauerturm () Kirchengasse 40: Mauerteilstück () Kirchengasse 58, 60: Mauerteilstück () Schwallgasse 71, 73: Teilstücke mit Resten des Wehrgangs ()

Aktennummer: D-3-73-126-1.

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