Die Christuskirche ist eine protestantische Kirche in Schwarzenacker, einem Stadtteil von Homburg, der Kreisstadt des saarländischen Saarpfalz-Kreises. Das Gotteshaus ist Pfarrkirche der Protestantischen Kirchengemeinde Schwarzenbach im Dekanat Homburg der Evangelischen Kirche der Pfalz.Kirchenbezirk: Prot. Dekanat Zweibrücken Auf: www.evkirchepfalz.de, abgerufen am 29. Juli 2012. Die Kirche ist in der Denkmalliste des Saarlandes als Einzeldenkmal aufgeführt.Denkmalliste des Saarlandes, Teildenkmalliste Saarpfalz-Kreis (PDF; 1,2 MB), abgerufen am 29. Juli 2012. mini|Die Christuskirche in Schwarzenacker mini|Blick aus nördlicher Richtung auf das Kirchengebäude mini|Blick ins Innere der Kirche mini|Blick vom Altarraum zur Orgelempore

Geschichte Die Planung in den späten 1950er-Jahren lag in Verantwortung der Bauabteilung des Landeskirchenrates in Speyer. Die Architekten waren Oberbaurat Otto Stahl, Baurat Richard Hummel und Bauingenieur Roth. Das Architektenbüro Wohlfahrt in Homburg zeichnete für die örtliche Bauleitung verantwortlich.Christine Maack: So muss eine Kirche klingen. In: Saarbrücker Zeitung, 13. November 2004. Abgerufen am 29. Juli 2012.

Die Grundsteinlegung erfolgte im Juni 1958, die Einweihung am 27. November 1960. Die Finanzierung des Bauprojektes wurde zum großen Teil durch die Spenden der Kirchengemeinde gesichert.

In den Jahren 2000/2001 wurde die Kirche einer Restaurierung unterzogen.

Architektur und Ausstattung Das Kirchenschiff und der Turm sind aus rotbraunem Sandstein erbaut. Das Kirchengebäude ist an der Vorderseite leicht abgerundet und soll in seiner Gesamtheit die Geborgenheit der Arche Noah oder ein Zelt symbolisieren. Im oberen Bereich der Seitenwände befinden sich bleiverglaste Betonmaßwerkfenster, die in Form einer stilisierten Taube gestaltet sind und so an die Taufe erinnern. Auch im Turm befinden sich diese Maßwerkfenster. Gestaltet wurden sie 1958 bis 1960 vom Bildhauer Günter Maas (Saarbrücken), der auch das Beton-Relief „Abendmahl“ über dem Eingangsportal schuf.

Im Altarraum, in der Wand der Kirchenfront und in der nördlichen Seitenwand im Bereich des Taufbeckens befinden sich kleinere runde Fenster, die 1958 bis 1960 von der Bildhauerin Margot Stempel-Lebert geschaffen wurden. Von ihr stammen auch Altar, Kanzel und Taufbecken.

Die Decke des Kirchenschiffs wird durch ein Tonnengewölbe geformt, das mit dunklem Holz verkleidet ist.

Orgel Die Orgel auf der Orgelempore wurde im Jahre 1989 vom Orgelbauunternehmen Rensch (Lauffen am Neckar) erbaut. Sie ersetzt ein kleines Orgelpositiv mit vier Registern, das 1920 von der Firma G. F. Steinmeyer (Oettingen) erbaut worden war. Das Schleifladen-Instrument hat 19 Register auf zwei Manualwerken und Pedal. Die Spiel- und Registertrakturen sind mechanisch. Der Spieltisch ist dreimanualig angelegt, wobei das dritte Manual als Koppelmanual dient. Infoseite des Webangebots Orgeln im Saarland, abgerufen am 29. Juli 2012. Das Pedal ist als Radialpedal ausgeführt. Die Anschaffung der Rensch-Orgel wurde durch Spendengelder und einen Orgelfonds ermöglicht.

I Rückpositiv C–g3 1. Gedackt 8′ 2. Principal 4′ 3. Rohrflöte 4′ 4. Octave 2′ 5. Quinte ′ 6. Scharff III 1′ 7. Dulcian 8′ Tremulant II Hauptwerk C–g3 8. Principal 8′ 9. Spitzflöte 8′ 10. Offenflöte 4′ 11. Blockflöte 2′ 12. Sesquialter II ′ 13. Mixtur IV ′ 14. Trompete 8′ Tremulant Pedal C–f1 15. Untersatz 16′ 16. Octavbaß 8′ 17. Choralbaß 4′ 18. Rauschpfeife II ′ 19. Fagott 16′ Koppeln: I/P, II/P, I/II (als Koppelmanual III ausgeführt) Stimmung nach Kirnberger III

Literatur

Weblinks

Protestantische Kirchengemeinde Schwarzenbach ARD Mediathek: 20 Jahre Rensch-Orgel in der Christuskirche Schwarzenacker Podcast (Audio) Vollgeläut der protestantischen Christuskirche in Homburg (Saar)-Schwarzenacker

Einzelnachweise

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