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Ensembles Ortskern Herzogenreuth
Herzogenreuth zeichnet sich aus durch seine unberührte Lage auf der Albhochfläche bei Tiefenpölz. Der Name sowie der Kirchenpatron St. Nikolaus weisen darauf hin, dass Dorf und Kirche Gründungen einer der drei Herzöge aus dem Haus Andechs-Meran um 1200 (zwischen 1180 und 1248) sind. 1255 erstmals erwähnt, wurde Herzogenreuth 1389/90 vom Hochstift Bamberg (Amt Scheßlitz) erworben. Die Filialkirche St. Nikolaus, hoch gelegen am Rande des Juradorfes, beherrscht dieses und sein Umland. Der romanische Chorturm und die starke Kirchhofmauer bewahren nicht nur den Kern und das Bild einer ehemaligen Wehrkirche und Dorfburg, sie sind auch Zeugen des Jahrhunderts der Staufer und Meranier, welches den Bauern materiellen und kulturellen Aufstieg brachte. Die hochmittelalterliche Primärform des Rodungsdorfes mit einem Anger (Kümmeranger) und Gartenparzellierung ist nahezu rein erhalten, auch wenn die Mehrzahl der schlichten, meist zweigeschossigen Bauernhäuser erst im 19. Jahrhundert errichtet worden ist. Ursprünglich waren die Häuser eingeschossig. Die im Dorfanger stehenden Linden dürften in die Frühzeit des Dorfes zurückgehen. Aktennummer: E-4-71-142-1.
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Anmerkungen
Literatur
Weblinks
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