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Ensembles Ensemble Fabrikanten- und Beamtengebäude Franz-Heinrich-Straße Das Ensemble () umfasst ein Areal an der Nordseite des Goldberges, eines als Park gestalteten Bereiches im Westen der Stadt und umfasst eine Fabrikantenvilla mit Park, Nebengebäuden und Beamtenwohnhäusern, die sich vor allem entlang der im Nordosten tangierenden Franz-Heinrich-Straße befinden. Die 1896 von Franz Heinrich (1876–1928) gegründete Firma Heinrich & Co gehörte zu den größeren Porzellanfabriken der Stadt Selb. Zur Fabrikantenvilla (Franz-Heinrich-Straße 10) gehören die Parkmauer (nachträglich um 1923), ein Pförtnerhaus (Nr. 12), ein Wohn- und Ausstellungsgebäude mit Kegelbahn (Nr. 8) und ein Gartenhaus (Nr. 8 a) an der Parkumgrenzung. Die zugehörigen Beamtenwohnhäuser der Fabrik befinden sich am Papiermühlenweg (Nr. 7, 8, 9, 11) und in einer Reihe an der Franz-Heinrich-Straße (Nr. 13, 15/17, 19, 21, 23/25). Es handelt sich um eine wohl ab 1910 geplanten, ab 1920 bis 1927 mit der Kapazität der Fabrik wachsenden Villenansiedlung einschließlich Beamtenwohnhäusern abseits der Fabrikbauten und der Fabrikumgrenzung. Aktennummer: E-4-79-152-1.

Ensemble Ludwigstraße Das Ensemble () besteht aus einem stadträumlich prägenden Abschnitt mit öffentlichen Gebäuden an der Südseite der Ludwigstraße, parallel zum Flusslauf der Selb. Der Siedlungsstandort liegt in einem Bereich von in West-Ost-Richtung verlaufenden historischen Handelsstraßen, der bereits vor dem Jahr 800 vom Landesausbau erfasst wurde. Der Name des 1281 urkundlich ersterwähnten Ortes leitet sich von einem örtlichen Adelsgeschlechtes ab. Nach wechselnden Herrschaftsverhältnissen (darunter den Plauener Vögten und dem Reichsland Eger) gelangte die Siedlung 1412 an die Nürnberger Burggrafen. 1426 erhielt der Ort Stadtrecht. Die wirtschaftlichen Grundlagen bildeten der Bergbau, die Metallurgie und verschiedene Handwerke, ab dem 18. Jahrhundert auch die industrielle Holzverarbeitung. Als Teil der Markgrafschaft Bayreuth gelangte die Stadt 1791 an das Königreich Preußen und 1810 an das Königreich Bayern. Nach dem Stadtbrand 1856 wandelte sich die örtliche Wirtschaftsstruktur zu einem Zentrum der Porzellanverarbeitung. Der Teil der Ludwigstraße, der das Ensemble bildet, liegt in unmittelbarer Nachbarschaft des Brandherdes für den Stadtbrand von 1856, dem 274 Wohnhäuser und 408 Nebengebäude zum Opfer fielen. Der in der Folge neu errichtete Straßenzug folgt an der Südseite einer geradlinigen Bauflucht. In ihrer Mitte ist das Rathaus mit einem zentralen Turm angeordnet. In östlicher Richtung korrespondiert er mit dem Turm der Stadtkirche. Das Nachbarhaus (Nr. 8) greift die auch am Rathaus vorhandenen schlichten Architekturformen des Wiederaufbaus auf. Westlich schließt sich an das Rathaus – am historischen Standort der örtlichen Niederungsburg und nachfolgend des Jagdschlosses – der gotisierende Dreiflügelbau des früheren Amtsgerichtes an. Das nachfolgende Haus Nummer 2 bildet durch seine Schrägstellung und den repräsentativen Zinnengiebel einen räumlichen Abschluss des Straßenzuges und lenkt ihn zur sich anschließenden Bahnhofstraße um. Die rückwärtigen Bereiche der Grundstücke von Rathaus und Amtsgericht reichen bis zum begradigten Flusslauf der Selb und ist in weiten Teilen als Grünanlage gestaltet. Aktennummer: E-4-79-152-2.

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Siehe auch Liste der Bodendenkmäler in Selb

Anmerkungen

Literatur

Weblinks

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