miniatur|Sprödblättler sind durch brüchige, leicht splitternde Lamellen auf den Hutunterseiten der Fruchtkörper gekennzeichnet. miniatur|Die spröden Lamellen des Dickblättrigen Schwärz-Täublings (Russula nigricans)
Als Sprödblättler werden die Großpilze mit oberirdischen, in Hut und Stiel gegliederten Fruchtkörpern aus der Familie der Täublingsverwandten (Russulaceae) zusammengefasst. Namensgebend sind die meist leicht splitternden Lamellen auf der Hutunterseite. Das Fleisch von Sprödblättlern besteht im Gegensatz zu dem anderer Lamellenpilze nicht aus fädigen Hyphen, sondern aus kugelförmigen Zellen (Sphaerozysten). Diese sind ursächlich dafür, dass der Stiel von Sprödblättlern beim Zerbrechen nicht auffasert, sondern wie ein Apfel oder Styropor knackend bricht, was ein Erkennungszeichen für diese Gruppe darstellt. Für Sprödblättler gilt die Täublingsregel.
Geschichte Mit der Bezeichnung „Sprödblättler“ wurde früher die Ordnung Russulales assoziiert, als diese nur aus den beiden Gattungen Täublinge (Russula) und Milchlinge (Lactarius inklusive Lactifluus) bestand. In einigen Pilzführern wurde der Begriff bisweilen auch als deutsches Äquivalent für die Familie Russulaceae gebraucht.
Heute ist der Name für die Russulales obsolet, weil die Ordnung neben den Milchlingen und Täublingen auch Pilze umfasst, deren Fruchtkörper keine typischen äußerlichen Merkmale von Sprödblättlern aufweisen. Gleiches gilt für die Familie Russulaceae.
Quellen Einzelnachweise Hans E. Laux: Der große Kosmos-Pilzführer. Alle Speisepilze mit ihren giftigen Doppelgängern. Franckh-Kosmos, Stuttgart 2001, ISBN 3-440-08457-4.
Kategorie:Alternatives Taxon (Pilz) Kategorie:Pilztyp