hochkant=0.3|rahmenlos|rechts
Ensembles Ensemble Altstadt Altdorf bei Nürnberg mini|In der Altstadt von Altdorf Die Altstadt von Altdorf bei Nürnberg (), eine planmäßige Marktgründung, wie die oberpfälzischen Nachbarstädte, ist eine ungefähr eirunde Anlage, die einen breiten durchgehenden Straßenmarkt in annähernder Ost-West-Richtung besitzt. Die Stufen der räumlichen Entwicklung des Ortes, der 1129 das erste Mal urkundlich genannt wird, im 14./15. Jahrhundert als Markt bzw. Stadt erscheint, beginnen mit dem einstigen Königshof, dessen Lage nördlich der heutigen Stadtkirche die Bezeichnungen Königsbühl und Kappelgraben überliefern. Die 1368 bei der Marktrechtsverleihung „zwischen den zwayn thorn“ bezeichnete Marktsiedlung erstreckte sich vom heutigen Unteren Tor nur bis zu Kirche und Rathaus und wurde nach Norden vom Badgraben, längs der heutigen Kiliansgasse, begrenzt. Der Amtshof (Schloss) war damals also noch dieser älteren Marktsiedlung vorgelagert. Mit dem 1387 beginnenden bis in die Mitte des 15. Jahrhunderts währenden Bau von Graben und Mauer erhielt die Stadt den auch für das Ensemble gültigen Umfang. Als erhaltene Teile der ehemals Befestigung sind auch die im Westen, das Obere Tor schützenden beiden Weiher, der Wasch-Weiher und der Roß-Weiher, einbezogen.
Diese Neuanlage der Befestigung geschah bereits unter der Herrschaft der oberpfälzischen Wittelsbacher, die beginnend mit Pfalzgraf Rupprecht ab 1394 im Altdorfer Bereich, der erst 1504 dem Nürnberger Landgebiet einbezogen wurde, geboten. In der Folge wurde Altdorf im wirtschaftlichen wie im geistigen Aufschwung geprägt durch seine Stellung als Mittelpunkt eines reichsstädtischen Pflegeamtes.
Die für die Stadt so wichtige Epoche der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts beginnt mit dem umfassenden Wiederaufbau der Stadt, nachdem Altdorf 1552/53 im 2. Markgrafenkrieg durch Albrecht Alcibiades eingeäschert worden war, durchwegs auf den Baulinien des mittelalterlichen Stadtgrundrisses.
Der entscheidende Einschnitt in der Stadtgeschichte war die Verlegung des Nürnberger Melanchthon-Gymnasiums 1575 nach Altdorf, ab 1623 Universität, die erst 1809 geschlossen wurde. Mit Errichtung des Schul- bzw. Universitätsgebäudes, der 1. Bauabschnitt wurde 1571 begonnen, wurde in der Südhälfte der Stadt ein neuer Monumentalbau eingefügt, neben dem westlich liegenden Nürnbergischen Pflegschloss (1585 neu gebaut).
Auch die später folgenden Neubauten und Veränderungen, wie der Neubau der Stadtpfarrkirche von 1753/55 und der historisierende Wiederaufbau der Nordseite des Unteren Marktes, nach einem letzten großen Stadtbrand von 1871, und auch die bereits ab 1818 erfolgende Beseitigung der Stadtmauer, haben die entscheidenden Charakteristika der Stadt und des Ensembles Altdorf nicht geändert: Die Universitätsstadt des 16./17. Jahrhunderts mit der planmäßigen Stadtstruktur, die um 1400 ihre gültige Fassung erhalten hatte. Aktennummer: E-5-74-112-1.
Stadtbefestigung
Baudenkmäler nach Ortsteilen
Altdorf
Adelheim
Eismannsberg
Grünsberg
Hagenhausen
Hegnenberg
Lochmannshof
Ludersheim
Oberrieden
Oberwellitzleithen
Prackenfels
Prethalmühle
Pühlheim
Rasch
Raschbach
Röthenbach bei Altdorf
Stürzelhof
Unterrieden
Unterwellitzleithen
Wappeltshofen
Ziegelhütte
Ehemalige Baudenkmäler
Abgegangene Baudenkmäler
Anmerkungen
Siehe auch Liste der Bodendenkmäler in Altdorf bei Nürnberg
Literatur August Gebeßler: Landkreis Nürnberg (Bayerische Kunstdenkmale XI). München 1961
Weblinks
In dieser Kartenansicht sind Baudenkmäler ohne Koordinaten mit einem roten bzw. orangen Marker dargestellt und können in der Karte gesetzt werden. Baudenkmäler ohne Bild sind mit einem blauen bzw. roten Marker gekennzeichnet, Baudenkmäler mit Bild mit einem grünen bzw. orangen Marker.
! Altdorf Bei Nurnberg Baudenkmaler Altdorf Bei Nurnberg