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Ensembles Altstadt Herzogenaurach Das Ensemble umfasst das Stadtgebiet in den Grenzen seiner zweiten, erweiterten Ummauerung des 15. Jahrhunderts. Kern des 1002 erstmals genannten, seit 1021 bambergischen Aurach (Uraha) ist ein an Stelle des Kirchenbezirks anzunehmender Königshof. Die Stadt selbst entstand daneben, möglicherweise als Gründung der Herzöge von Andechs-Meranien (Herzogen-) in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Es handelt sich um eine parallel zum Fluss verlaufende Straßenmarktanlage. Die von Tor zu Tor in leichter Kurvung durchgezogene Hauptstraße ist, auf Höhe der Badgasse, nach Norden um den rechteckigen, in Hanglage aufsteigenden Marktplatz erweitert, an dessen Nordseite ein drittes, heute nicht mehr vorhandenes Stadttor stand. Die Gründung des 13. Jahrhunderts besitzt beiderseits des Straßenmarkts eine regelmäßige, langstreifige Parzellenstruktur. Sie bildet den heutigen Stadtkern und stellt, eingegrenzt durch die beiden spätmittelalterlichen Tortürme, eine städtebauliche Dominante dar. Neben der Marktanlage waren der Kirchhof mit der Pfarrkirche und das wohl gleichzeitig mit dem Markt entstandene Bambergische Amtsschloss eigenbefestigte Bezirke. Beide liegen am Hang erhöht, die Kirche auf einer eigens abgestützten Terrasse. Die das Stadtgebiet erweiternde Neuummauerung des 15. Jahrhunderts beschränkte sich auf die Einbeziehung der in der Zwischenzeit gewachsenen Vorstädte entlang der Durchgangsstraße und einer bereits vorhandenen, den Markt nördlich umgehenden Nebenstraße (Hintere Gasse). Das neue Gelände wurde nicht planerisch geordnet, so dass sich hier, im Gegensatz zur inneren Gründungsstadt, keine regelmäßige Parzellenstruktur findet. Durch die Einbeziehung des bis dahin westlich vor der Stadt abzweigenden Weges nach Ansbach (Steggasse) wurde die Stadt zur Viertorestadt. Der Stadtkern besitzt geschlossene Reihung stattlicher Ackerbürgerhäuser. Die Anwesen bestanden nach der ursprünglichen Anordnung aus dem Vorderhaus, einem schmalen, nach hinten führenden Verbindungsbau und dem das Grundstück rückwärts abriegelnden Wirtschaftsgebäude (jetzt vielfach gestört, an Hauptstraße 21 erhalten). Die Bebauung im Erweiterungsgebiet ist offener, hier überwiegen kleinere bäuerliche Anwesen und Handwerkerhäuser. Das Ortsbild ist stark durch Fachwerkhäuser in der Erscheinungsweise des 17. und 18. Jahrhunderts geprägt, meist über älterem Kern, verdichtet mit Bauten des 19. und 20. Jahrhunderts. Die Häuser des 17. Jahrhunderts sind giebel-, diejenigen des 18. Jahrhunderts traufständig mit Fachwerkobergeschoss über massivem Erdgeschoss, oft mit einem für den Ort charakteristischen Zwerchbau in der Mittelachse. Die historische Bebauung ist in der Kernstadt relativ dicht, im Erweiterungsgebiet durch Erneuerungen und Neubauten stark aufgebrochen. An öffentlichen Monumentalbauten sind die Pfarrkirche des 14. Jahrhunderts, das über mittelalterlicher Grundlage im frühen 18. Jahrhundert erneuerte und 1940 im Sinne des Heimatstils umgestaltete, frei auf dem Marktplatz stehende Rathaus sowie das ehemalige Spitalgebäude aus dem frühen 16. Jahrhundert zu nennen. Aktennummer: E-5-72-132-1.

Stadtbefestigung Die erste Befestigung mit Graben von der Kirchenterrasse ausgehend um die Kernstadt und die nördlich davon gelegenen Burg wurde um 1300 errichtet. Davon sind der östliche Fehnturm und der westliche Türmersturm erhalten. Auf Befehl des Bamberger Bischofs wurde 1409 die Befestigung ausgebaut. Hierzu wurde ein zweiter Mauerrings um die Kirchenterrasse und Teile der Vorstadt um 1450 gezogen. Nach Beschädigungen durch Kriegshandlungen und Brandschatzungen wurde sie im 17. Jahrhundert wiederaufgebaut. 1802 wurden die beiden an die Türme angebauten Tore niedergelegt. Die erweiterte Befestigungsmauer des 15. Jahrhunderts ist nur mehr in niedrigen Restabschnitten erkennbar: auf der Nordseite entlang Am Hirtengraben und in Häusern Am Rahmberg verbaut, auf der Ostseite stückweise entlang Am Rahmberg sowie zwischen Reytherstraße und zum Flughafen, auf der Südseite bruchstückhaft in wenigen Hintergebäuden von Anwesen der Hauptstraße verbaut, und auf der Westseite schließt sie im Bereich der Stadtmühle. Rechteckige Befestigungstürme scheinen in Wohnhäusern weiterzuleben, so an den Nordwest- und Nordostecken sowie Am Hallertürlein, der Rest eines kleinen Rundturmes steht im Bereich der Stadtmühle. Aktennummer: D-5-72-132-1.

Die erhaltenen Mauerabschnitte der Stadtmauer sind folgende: Am Hirtengraben (), () Am Rahmberg (), () Am Rahmberg (), () Rheyter Straße 10, 8, 6 (), () Rheyter Straße 4 () Ritzgasse 6 () Hauptstraße 9 () Hauptstraße 21 () Tuchmachergasse (), ()

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Anmerkungen

Literatur

Weblinks

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