Edward Valentine „Eddie“ Bonnemere (* 15. Februar 1921 in New York City; † 19. März 1996 in Teaneck, New Jersey) war ein US-amerikanischer Jazzpianist sowie Kirchenmusiker und Komponist.
Leben und Wirken Bonnemere spielte bereits während seiner Schulzeit als Kirchenpianist in Harlem. Nach Ableistung des Militärdienstes im Zweiten WeltkriegBill Lee, William F. Lee: People in Jazz: Jazz Keyboard Improvisors of the 19th & 20th Centuries. Alfred Publishing Company, 1984 spielte er bei Claude Hopkins, um dann seinen Master an der New York University zu machen und sich dem Latin Jazz zuzuwenden: 1953 leitete er eine Combo mit Ray Barretto im Savoy Ballroom;Leonard Feather, Ira Gitler: The Biographical Encyclopedia of Jazz. Oxford University Press, New York 1999, ISBN 0-19-532000-X, S. 41. 1955 hatte er eine Mambo-Band.Jet, 17. März 1955, S. 63 Er trat 1956 im Detroiter Club Baker’s Keyboard Lounge aufConcert database und veröffentlichte auf dem Label Royal Roost das 10-Zoll-Album Ti-Pi-Tin / Five O'Clock Whistle; 1959 folgte dort die mit seinem Trio eingespielte LP Piano Bon-Bons und 1960 The Sound of Memory. 1964 entstand (unter Mitwirkung von Kenny Burrell) sein Album Jazz Orient-ed bei Prestige Records.Prestige Records Discography
Mitte der 1960er Jahre zählte Bonnemere zu den Protagonisten einer Afrikanisierung der katholischen Liturgie um Clarence J. R. Rivers;Gayraud S. Wilmore: African American Religious Studies: An Interdisciplinary Anthology, S. 233. 1965 schrieb er – beeinflusst von Mary Lou Williams – die Missa Hodierna für Jazzensemble und Chor, die erstmals 1966 während eines Gottesdienstes in Harlems St. Charles Borromeo Church präsentiert wurde;Linda Dahl: Morning Glory: A Biography of Mary Lou Williams, S. 291, vgl. auch New York Magazine, 30. März 1970 diese Messe wurde auch in der Town Hall gemeinsam mit Howard McGhees Instrumentalkomposition Bless You aufgeführt.vgl. Helen Dance Has Jazz a Place in the Church? Saturday Review 15. Juli 1967 In späteren Jahren betätigte er sich als KirchenmusikerJames Abbington: Readings in African American Church Music and Worship, S. 211 und komponierte die Missa Laetare und weitere liturgische Gesänge.Robert W. Hovda: Strong, Loving and Wise: Presiding in Liturgy, S. 31 Er war auch musikalischer Direktor der Church of St. Thomas the Apostle in Manhattan.Donald Boccardi: The History of American Catholic Hymnals: Since Vatican II, S. 39
Diskographische Hinweise Missa Laetare (Mass of Joy) (Fortress 32-2153-74, 1969) Mass for Every Season (Community of St. Thomas CSS 698) O Happy the People (Fortress 32-2369-74)
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Einzelnachweise
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