Die Gewöhnliche Steinimmortelle (Phagnalon rupestre) ist eine Pflanzenart aus der Familie der Korbblütengewächse (Asteraceae).
Merkmale Die Gewöhnliche Steinimmortelle ist ein kleiner Halbstrauch, der Wuchshöhen von 15 bis 50 Zentimetern erreicht. Die Zweige sind dicht weißfilzig. Die 1 bis 4 Zentimeter langen Blätter sind schmal eiförmig-lanzettlich. Die unteren Blätter verschmälern sich an der Basis, während die oberen mit verbreitertem Grund sitzen. Der Blattrand ist schwach gezähnt, gewellt und mehr oder weniger stark umgerollt. Die Blattoberseite ist dünn spinnwebig und dunkelgrün, die Unterseite dagegen dicht weißfilzig. Die Köpfchen sind einzeln, lang gestielt und haben ungefähr einen Durchmesser von 1 Zentimeter. Die Röhrenblüten sind gelb, ihre Hüllblätter kahl, häutig bräunlich und dicht angedrückt. Während die äußeren stumpf und eiförmig bis dreieckig sind, findet man bei den mittleren Hüllblättern keinen gewellten Rand.
Die Blütezeit reicht von März bis Juli.
mini|Gewöhnliche Steinimmortelle (Phagnalon rupestre) in Zypern Vorkommen Die Gewöhnliche Steinimmortelle kommt im Mittelmeerraum, auf den Kanarischen Inseln und in Südwest-Asien vor. Die Art wächst in Felsfluren und Garigues. Sie hat Vorkommen auf den Kanaren, in Portugal, Spanien, Frankreich, Italien, im früheren Jugoslawien, Griechenland, der Türkei, Marokko, Algerien, Tunesien, Libyen, Ägypren, Sinai-Halbinsel, im Gebiet von Israel und Jordanien, im Gebiet von Syrien und Libanon, im Irak, Iran, Saudi-Arabien und Jemen.
Taxonomie und Systematik Die Gewöhnliche Steinimmortelle wurde 1767 von Carl von Linné in Mantissa Plantarum Ausgabe 1 Seite 113 als Conyza rupestris erstbeschrieben. Die Art wurde 1836 von Augustin Pyrame de Candolle in Prodromus Systematis Naturalis Regni Vegetabilis ... Band 5 Seite 396 als Phagnalon rupestre in die Gattung Phagnalon gestellt.
Man kann mehrere Unterarten unterscheiden: Phagnalon rupestre subsp. graecum (Syn.: Phagnalon graecum ): Sie kommt auf Menorca, in Sizilien, Malta, Libyen, auf der Balkanhalbinsel, in Zypern, Kreta, in der Ägäis und in der Türkei vor. Die Chromosomenzahl ist 2n = 18. Sie wird von manchen Autoren auch als eigenständige Art angesehen. Phagnalon rupestre subsp. illyricum (Syn.: Phagnalon rupestre subsp. annoticum , Phagnalon metlesicsii ): Die Chromosomenzahl ist 2n = 18. Phagnalon rupestre subsp. morisianum : Sie kommt nur auf Sardinien vor. Das Epitheton „morisianum“ ehrt den italienischen Botaniker Giuseppe Giacinto Moris (1796–1869). Phagnalon rupestre subsp. rupestre: Sie kommt in Tunesien, Libyen, Ägypten, auf der Sinaihalbinsel, in Jordanien, Israel, Libanon, Syrien, Türkei und Zypern vor. Die Chromosomenzahl ist 2n = 18.
Belege Werner Greuter (2006+): Compositae (pro parte majore). – In: W. Greuter & E. von Raab-Straube (Hrsg.): Compositae. Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. Datenblatt Phagnalon rupestre In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity.
Weblinks
Thomas Meyer, Michael Hassler: Mittelmeer- und Alpenflora. Thomas Meyer, Michael Hassler: Mittelmeer- und Alpenflora.
Kategorie:Gnaphalieae (Tribus)